Bundesamt für Naturschutz stellt Strategie vor

Bundesamt für Naturschutz stellt Strategie vor

Von Blessen Kizhakkethottan /Anne Preger

Von den nach Deutschland eingeschleppten Pflanzen sind 38 Arten für andere Lebewesen und Ökosysteme ein Problem. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Bundesamtes. Nur zehn davon lassen sich noch eindämmen.

Blühende Kartoffel-Rose

Die Kartoffelrose ist in Deutschland ein sehr vertrauter Anblick. Doch ursprünglich stammt sie aus Ostasien. Sie riecht zwar für Menschen angenehmen. Durch ihre Ausbreitung vermindert sie aber den  Lichteinfall auf den Boden und verändert so die Bodenverhältnisse. Laut der Studie im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz lässt sich die Kartoffelrose im Land kaum noch eindämmen.

Die Kartoffelrose ist in Deutschland ein sehr vertrauter Anblick. Doch ursprünglich stammt sie aus Ostasien. Sie riecht zwar für Menschen angenehmen. Durch ihre Ausbreitung vermindert sie aber den  Lichteinfall auf den Boden und verändert so die Bodenverhältnisse. Laut der Studie im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz lässt sich die Kartoffelrose im Land kaum noch eindämmen.

Weltweit gibt es mehr als 1.000 Rhododendren-Arten, die meisten davon sind in Asien und in  Nordamerika heimisch. In Deutschland noch nicht sehr verbreitet, aber ökolgisch ein Problem ist der eingeschleppte Pontische Rhododendron. Da er aber noch nicht so häufig im Land vorkommt, lässt er sich laut Bundesamt für Naturschutz noch relativ gut eindämmen. Er wurde deswegen auf eine Aktionsliste zusammen mit neun anderen Pflanzenarten gesetzt, deren stärkere Ausbreitung sich noch verhindern lässt.

Japanischer Staudenknöterich wächst enorm schnell, zur Hauptwuchszeit im Frühsommer schafft sie mehr als 10 cm am Tag. Da können heimische Pflanzenarten kaum mithalten. Deswegen ist die Knöterichart inzwischen auch so verbreitet, dass sich höchstens ausgesuchte Schutzgebiete noch von ihm frei halten lassen.

Inzwischen fast überall zu finden ist auch der Riesen-Bärenklau. Er ist eine kurzlebige Pflanze, die im Jahr ihrer Keimung zunächst eine Rosette bildet. Im Folgejahr produziert sie ihren auffälligen Blütenstand und stirbt danach ab. Getrocknet sieht die Pflanze dekorativ aus, doch in grünem Zustand sollte sie nicht berührt werden. Inhaltsstoffe des Riesenbärenklaus lösen unter Lichteinfluss schwere Verbrennungen auf der Haut aus.

Auch der Gemeine Flieder kommt ursprünglich aus der Ferne, aus Südosteuropa und Vorderasien. Die Art wird häufig in zahlreichen Gartensorten angepflanzt und ist vielfach an Felshängen oder Bahndämmen zu finden. Wie 27 andere invasive Arten lässt sich der Flieder kaum eindämmen.

Die Gelbe Scheinkalla stammt aus Nordamerika. Seit etwa 1980 tritt diese Gartenpflanze an einigen wenigen Stellen wild lebend in Deutschland auf. Durch die Entwicklung sehr dichter Bestände in Feuchtgebieten verdrängt sie heimische Pflanzenarten. Noch ist die gelbblühende Pflanze aber aufzuhalten. Das Bundesamt für Naturschutz hat sie ebenfalls auf eine Aktionsliste von zehn kritischen Arten gesetzt, deren Ausbreitung noch verhindert werden kann.

Stand: 26.11.2013, 16:05 Uhr