Erste Hilfe für die Brücke

Erste Hilfe für die Brücke

Über 100.000 Autofahrer passieren täglich die Autobahnbrücke der A1 bei Leverkusen. Für LKW ist die Brücke gesperrt. Denn unter der Fahrbahn sind Spezialisten der Thüringer Firma Schachtbau Nordhausen dabei, die Brücke zu reparieren. Die Leo 2 Go-Reporter dürfen in die Brücke hinein, um die Arbeiten aus der Nähe zu sehen. 

A1 Rheinbrücke bei Leverkusen

Über 100.000 Autofahrer passieren täglich die Autobahnbrücke bei Leverkusen. Statt wie üblich auf sechs Fahrbahnen rollen die Fahrzeuge nur auf drei oder vier Spuren über den Rhein. Für LKW ist die Brücke gesperrt.

Über 100.000 Autofahrer passieren täglich die Autobahnbrücke bei Leverkusen. Statt wie üblich auf sechs Fahrbahnen rollen die Fahrzeuge nur auf drei oder vier Spuren über den Rhein. Für LKW ist die Brücke gesperrt.

Die Autobahnbrücke ist mittlerweile etwa 50 Jahre alt. Die dauernde, starke Belastung durch den Autoverkehr ist nicht spurlos an ihr vorüber gegangen. Bis 2020 soll sie durch eine neue Brücke ersetzt werden. Damit die alte Brücke bis dahin durchhält, sind Ausbesserungsarbeiten notwendig.

Um die Stahlkonstruktion der Brücke zu überprüfen und auszubessern, müssen die Brückenspezialisten ins Innere der Brücke. Der Innenraum der über einen Kilometer langen Brücke ist in Einzelabschnitte unterteilt. Es gibt sogar Platz genug für ausgiebige Spaziergänge in der Dunkelheit.

"Wenn wir nichts unternehmen würden, läge die Brücke irgendwann im Rhein," erklärt Hans-Dieter Jungmann vom Landesbetrieb Straßenbau NRW den Leo 2 Go-Reportern. Er zeigt ihnen die maroden Stellen, die dringend ausgebessert werden müssen. Insgesamt 20 größere Schäden und 250 kleine und mittlere Schäden haben die Fachleute entdeckt.

Arbeiter der Spezialfirma Schachtbau Nordhausen arbeiten Tag und Nacht in zwei 10-Stunden-Schichten im Innern der Brücke - immer zwei Schweißer gemeinsam auf einem Gerüst. Der Verkehr über ihnen wird unterdessen über die andere Seite der Brücke geleitet.

Bauingenieur Gennadyi Tischenko (Schachtbau Nordhausen) überprüft die bereits ausgebesserten Knotenbleche an den Enden der Strahlträger.

Die Schweißarbeiten unter der Fahrbahn erfordern Geduld und Präzision. Alle Sicherheits- und Arbeitsschutzbestimmungen müssen streng befolgt werden. Schutzmasken sind Pflicht.

Projektleiter Andreas Hentrich von der Thüringer Spezialfirma Schachtbau Nordhausen ist dafür verantwortlich, dass die Arbeiten zügig vorankommen. Denn jeder Arbeitstag in der Brücke behindert den Verkehr und verursacht Kosten.

Jedes der wichtigen Knotenbleche ist nummeriert. Die Zahlen verraten genau die Position der Bleche im Innern der Brücke.

Zurück aus der Dunkelheit. Über eine Leiter gelangen die Reporter aus dem Innern der Brücke hinaus in die Freiheit. Mitten auf der Autobahn, zwischen den Fahrbahnen genießen sie Tageslicht und "frische" Luft.

Stand: 19.02.2013, 09:49 Uhr