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Freizeitpaddler auf der Niers

Pont

Stand: 29.08.2022, 00:00 Uhr

Pont ist ein Ortsteil von Geldern und liegt an den Ufern der Niers. Das hüfthohe Flüsschen schlängelt sich durch idyllische Auenlandschaften und ist beliebtes Ziel für Freizeitpaddler ohne Wassersporterfahrung.

Von Petra Krüll

Pont

WDR 4 Mein Dorf 29.08.2022 11:56 Min. Verfügbar bis 03.09.2023 WDR 4 Von Petra Krüll


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Wer die Niers mit Kajaks, Kanadiern oder Schlauchbooten befährt, braucht sich eigentlich nur treiben zu lassen. Am schönsten ist ein solcher Trip als kombinierte Paddel- und Fahrradtour, denn der Niers-Radwanderweg gehört zu den Freizeitjuwelen am Linken Niederrhein.

Ein Juwel baulicher Art ist der ehemalige Rittersitz "Haus Ingenray". Das historische ehemalige Privatgebäude mit wunderschönem Park haben Ehrenamtliche des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend e. V. gemeinsam mit der Emilie und Hans Stratmans-Stiftung gerade zu einer Tagungs-, Forschungs- und Begegnungsstätte mit Museum und Archivgebäude umgewandelt.

Dort erfährt man alles über die Geschichte der Region und kann mit Sicherheit auch die Drachensage nachlesen, die später zum Wappen von Pont geführt hat. Darin ist überliefert, dass die Söhne des Herren von Pont unter einem Mispelbaum einen gefährlichen Drachen getötet haben sollen. Deshalb findet man im Wappen von Pont auch drei Mispeln.

Tolkien-Tage und eine sagenhafte Kneipen-Pacht

Nicht weniger fantastisch wie die Drachensage sind die Tolkien-Tage, die jedes Jahr im Juni in Pont stattfinden. Sie sind ein in Deutschland einzigartiger Jahrmarkt, auf dem man alles rund um den Autor des Fantasyromans "Herr der Ringe" erfährt.

Es gibt Workshops und Vorträge, Lesungen und Filme, einen Elbenwald und Lagergruppen. Bis zu zehntausend Fans mischen sich dann unter Hobbits, Elben, Baumgeister und furchteinflößende Orks.

Rund um die letzte Gaststätte von Pont hat sich eine bewundernswerte Rettungsaktion abgespielt. Die neue Inhaberfamilie verpachtet die Kneipe "Zum Lünebörger" für nur einen Euro pro Jahr an den Heimat- und Förderverein. Der hat Ehrenamtliche gefunden, die dort umsonst arbeiten, um die Gaststätte am Leben zu erhalten. Das Ergebnis: Alle Generationen des Dorfes sind regelmäßig in der Kneipe, im Festsaal und auf der Kegelbahn anzutreffen.

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