WDR 4 Mein Dorf: Neunkirchen-Seelscheid

Erfolgreiche Softballerinnen: Ein Teil der "Neunkirchen Nightmares"

WDR 4 Mein Dorf: Neunkirchen-Seelscheid

Von Petra Krüll

Die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid im Rhein-Sieg-Kreis besteht aus vielen, zum Teil winzigen Ortschaften mit "Aha"-Potenzial.

Beim sogenannten "Dorfhopping" macht man schnell Bekanntschaft mit einer seltenen Sportart, die sehr erfolgreich ausgeübt wird: Softball. Das ist eine Art Brennball und sieht ein bisschen aus wie Baseball. Die Softballerinnen des TV 1908 Neunkirchen, die "Neunkirchen Nightmares", haben 2020 den Deutschlandpokal gewonnen. Außerdem spielen sie in der Bundesliga Nord.

Ein weiteres Aushängeschild der Gemeinde ist das Männerballett "Die Tanzbienen". Das sind 16 sportliche Männer zwischen 16 und 30, die in Tütüs die Karnevalssäle in und um Köln, im Ruhrgebiet und im Sauerland "rocken". Mit viel Humor, Kondition und tänzerischem Können zeigen die "Tanzbienen" professionelle Choreographien in klasse Kostümen – und das bei rund 60 Auftritten in der Saison.

Umweltfreundlich, entspannt und flexibel kann man seit Mitte August in der Gemeinde Busfahren. "On demand" heißt das Konzept: Per App bucht und bezahlt man seine Fahrten im schicken Achtsitzer, der einen täglich von frühmorgens bis spätabends auf Abruf zu über hundert Haltepunkten bringt.

Kunst im Wald und "Adventure-Golf"

Eine Oase der Kreativität ist die Galerie Sattelgut in Pinn, direkt am Wanderweg "Wahnbachtalsperre". Hier lebt Dorothée Boldt in einer ökologisch restaurierten Fachwerkscheune zwischen Gemälden und Objekten aus Holz, Keramik und Metall. Hinter ihrem Haus liegt der verwunschene Skulpturenwald. Auf alten Baumstümpfen, aufgestapelten Steinen oder einfach mitten im Grünen entdeckt der Besucher unzählige Kunstobjekte, die sich wunderbar in die Natur einfügen. Wanderer und Interessierte bekommen neben dem Kunstgenuss übrigens auch Kaffee, Kuchen und ein Klo geboten, wie Dorothée Boldt gerne schmunzelnd erwähnt.

Beliebtes Ausflugsziel für alle Generationen ist das "Adventure-Golf". Die Anlage von Familie Herchenbach ist ein Mittelding aus Minigolf und echtem Golfplatz. Auf dem 3.000 Quadratmeter großen, hügeligen Gelände mit Kunstrasen gilt es, auf 18 Bahnen den Golfball mit möglichst wenigen Schlägen ins Loch zu befördern. Das befindet sich mal hinter Holzbohlen oder einem Hünengrab, mal neben wellenförmigen Bodenerhebungen oder in einem ausgehöhlten Stein. "Loch 19" dagegen ist die leichteste Übung: Das ist die Bar für den "Einkehrschwung"…

WDR 4 unterwegs

Stand: 15.09.2021, 10:49