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Jetzt läuft: An den Frühling von Orchester Werner Drexler
Schriftzug "Land und Lecker" und sechs Landfrauen und -männer auf und vor einem Heuwagen

WDR 4 Land & lecker

Stand: 29.04.2022, 15:40 Uhr

"Land & lecker" – hier treffen sich Landfrauen und -männer, die sich gegenseitig besuchen und bekochen. WDR 4 ist dabei und begleitet die Bäuerinnen und Bauern.

Über mehrere Wochen besuchen sich die Landfrauen und -männer gegenseitig und zeigen einander, welche besonderen Ideen sie auf ihren Höfen verwirklicht haben. Und dann gibt es natürlich auch noch was zu essen und zu trinken – es heißt ja nicht umsonst "Land & lecker".

Ines und Jörg Neyer aus Tecklenburg

Jörg und Ines Neyer.

Der Windmühlenhof Neyer ist ein echter Familienbetrieb: Gleich drei Generationen leben und arbeiten dort. Ines Neyer kümmert sich um den Hofladen und die Schafe. Ihr Mann Jörg und Sohn Daniel sind wiederum geschickte Handwerker und bauen Hühner-Mobilheime aus recycelten Materialien. Besonderen Wert legt die Familie auf eine artgerechte Tierhaltung und den Schutz von Boden und Grundwasser.

Land & lecker: Ines und Jörg Neyer aus Tecklenburg

WDR 4 30.04.2022 02:38 Min. Verfügbar bis 30.04.2023 WDR 4 Von Angelika Gördes-Giesen


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Zu Gast bei Ines Neyer

Der Hof ist ein kleiner Biobetrieb mit Rindern, Hühnern und Schafen, die im Umland auf verschiedenen Wiesen und Weiden grasen.

Ines Neyer

Das Tierwohl steht für die ganze Familie an erster Stelle. Eine artgerechte Tierhaltung ist daher selbstverständlich, genauso wie die nachhaltige Erzeugung von Lebensmittel und dem schonenden Umgang mit der Natur. Bio total eben.

Das Tierwohl steht für die ganze Familie an erster Stelle. Eine artgerechte Tierhaltung ist daher selbstverständlich, genauso wie die nachhaltige Erzeugung von Lebensmittel und dem schonenden Umgang mit der Natur. Bio total eben.

Ines und Jörg haben den Familienbetrieb schnell auf Bio umgestellt. Das war nicht einfach, aber jetzt sagt Ines:"Ich bin richtig glücklich über unsere Produkte. Ich bilde mir ein, man schmeckt, dass es unseren Tieren ihr ganzes Leben lang gut ging."

Und das sieht man den Tieren auch an. Die Hühner haben einen mobilen Hühnerstall und viel Freilauffläche mit immer frischem Futter.

Um die zutraulichen Kühe kümmert sich hauptsächlich Jörg. Die Herde ist mit 20 - 30 Tieren eher klein. Aber die Neyers wollen nicht mehr Fleisch produzieren, als sie im eigenen Hofladen verkaufen können.

Der moderne Schafstall ist das Revier von Ines. Sie kümmert sich um die Aufzucht der Lämmer und das Wohlergehen der Muttertiere.

"Bio" bedeutet für die Neyers nicht nur, dass die Tiere ein möglichst artgerechtes Leben führen, sondern dass auch möglichst alle Teile des Tieres verwertet werden. Die Felle der Schafe schmücken daher am Dinnertag die Sitzbänke und sollen eine behagliche Atmosphäre schaffen.

In der Küche wird Ines von ihrem Sohn Daniel unterstützt. Die beiden kochen oft zusammen und sind daher ein eingespieltes Team. Vor allem auf das Fleisch der Lämmer ist die Familie besonders stolz. Denn durch das langsame Wachstum mit fast ausschließlicher Weidehaltung ist es besonders zart, mager und schmackhaft.

Als Hauptgang serviert Ines daher sowohl ein Lammkotelett und auch einen Lammburger. Dazu gibt es Grillgemüse - natürlich alles aus dem eigenen Garten.

Als Nachtisch gibt es einen Klassiker aus dem benachbarten Niedersachsen. Die "Welfenspeise" darf aber auch bei ihnen auf keiner Feier fehlen, erzählt Ines. Ein weiteres Highlight: Zitroneneis in Schäfchenform...

Elisabeth und Ludger Bremehr aus Verl

Elisabeth Bremehr streichelt ein Langhorn Rind.

Autofahrer in der Nähe von Verl sind schon mal verdutzt, wenn sie plötzlich Alpakas sehen. Sie tummeln sich auf den Weiden von Elisabeth und Ludger Bremehr. Direkt nebenan stehen Rinder auf der Wiese, aber nicht die klassischen Schwarz- oder Rotbunten, sondern die auffällig gemusterten Longhorn-Rinder, die über lange und spitze Hörner verfügen. Einer der Stars der Herde ist Bulle Tolstoi, der liebevoll von Ludger Bremehr gepflegt wird.

Land & lecker: Elisabeth und Ludger Bremehr aus Verl

WDR 4 23.04.2022 02:14 Min. Verfügbar bis 23.04.2023 WDR 4 Von Angelika Gördes-Giesen


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Zu Gast bei Elisabeth Bremehr

Die ganze Familie Bremehr - inklusive Lieblings-Langhorn Tolstoi - erwartet die Landfrauen zum Dinner auf ihrem Hof in der Nähe von Verl.

Luder und Elisabeth Bremehr, Longhorn Tolstoi und die beiden Söhne Lorenz und Alexander.

Als Elisabeth vor über zwanzig Jahren zu ihrem Ludger auf den Hof Bremehr gezogen ist, war die Entwicklung zum vielfältigen Tierparadies noch nicht abzusehen. Vieles hat sich aus Zufall und unternehmerischer Kreativität entwickelt. Die Begeisterung für Tiere haben die beiden auch an ihre Söhne Alexander und Lorenz weitergegeben, die sich beide schon stark auf dem Hof miteinbringen.

Als Elisabeth vor über zwanzig Jahren zu ihrem Ludger auf den Hof Bremehr gezogen ist, war die Entwicklung zum vielfältigen Tierparadies noch nicht abzusehen. Vieles hat sich aus Zufall und unternehmerischer Kreativität entwickelt. Die Begeisterung für Tiere haben die beiden auch an ihre Söhne Alexander und Lorenz weitergegeben, die sich beide schon stark auf dem Hof miteinbringen.

Die Elche, Rentiere, Alpakas, Wasserbüffel und vielen andere Wildtierarten leben hier als "Testesser" auf dem Hof. Denn die Bremehrs entwickeln verschiedenste Tierfutter. Und so wissen sie sehr schnell, ob das Futter den Tieren schmeckt und gut tut oder nicht.

Auch die verschiedensten Schafrassen gibt es auf dem Hof. Zum Beispiel die Border Leicester-Schafe mit ihren langen Hasenohren. Die Tiere stammen ursprünglich auch aus England - dem Lieblings-Reiseziel der Bremehrs.

Die Bentheimer Schweine sind in großen offenen Ställen untergebracht. Artgerechte Tierhaltung und eine möglichst stressfreie Schlachtung für die Vermarktung ausschließlich auf dem eigenen Hof ist der Familie sehr wichtig.

Die rund 50 britischen Longhorn-Rinder leben bei den Bremehrs in kleinen Herden auf naturbelassenen Weiden. Durch das langsame Wachstum und die natürliche, ganzjährige Weidehaltung produzieren die Tiere ein besonders zartes, saftiges und aromatisches Fleisch. "Und geschmacklich ist es auch viel besser. Außerdem ist es reich an Omega-3-Fettsäuren", erklärt Sohn Lorenz.

Während die Damen den Hof erkunden, ist Elisabeth konzentriert bei der Küchenarbeit. Da sie stressige Tage gewöhnt ist, bleibt sie bei der Vorbereitung zum Dinner ziemlich entspannt.

Sie traut sich sogar eine Nachspeise anzubieten, die bei den Herren des Hauses keinen großen Anklang gefunden hat: Himbeer-Hirse-Dessert mit Joghurt. Eine Neuerfindung, weil Elisabeth ein Hirse-Fan ist. "Ich wirklich gespannt, wie den Damen das Dessert schmecken wird.“

Bauerngut Schiefelbusch

Helga Trimborn im Hühnerstall.

Helga Trimborn ist eine leidenschaftliche Bäuerin und kümmert sich mit Hingabe um ihre Schweine, Milchkühe, Rinder, Hühner, Gänse und Puten. Angefangen hat alles vor vielen Jahren in einer Garage. Damals zogen Helga und ihr Mann vier kleine Kinder groß und verkauften die eigenen Produkte im Garagenladen. Mittlerweile umfassen der Hofladen, der Hof und die dazugehörigen Acker-, Wiesen- und Waldfelder eine Fläche von rund 220 Fußballfeldern. Neben Kartoffeln und Erdbeeren liebt Helga ihren Spargel. Den isst sie am liebsten frisch gestochen, roh und noch auf dem Feld.

Land & lecker: Bauerngut Schiefelbusch

WDR 4 16.04.2022 01:54 Min. Verfügbar bis 16.04.2023 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Helga Trimborn

Vor den Toren Kölns und doch in idylischer Lage: Helga Trimborn freut sich, den Landfrauen ihren Hof zu zeigen...

Helga Trimborn steht in einem Feld

Bauerngut Schiefelbusch ist ein moderner Betrieb, der auf nachhaltige und artgerechte Landwirtschaft setzt. Das heißt auch: das Futter für die Tiere selbst anzubauen. So gehören zum Hof große Felder, auf dem alles für die hungrigen Mäuler wächst...

Bauerngut Schiefelbusch ist ein moderner Betrieb, der auf nachhaltige und artgerechte Landwirtschaft setzt. Das heißt auch: das Futter für die Tiere selbst anzubauen. So gehören zum Hof große Felder, auf dem alles für die hungrigen Mäuler wächst...

Die Trimborns halten Rinder und auch Milchkühe. Alle Tiere auf dem Hof werden artgerecht gehalten und können sogar von Besuchern gestreichelt und gefüttert werden. Eine Besonderheit auf dem Hof ist auch die offene Metzgerei, in die man vom Laden aus schauen kann. Transparenz wird hier wirklich gelebt!

Die Eier ihrer Hühner wird Helga für das Dessert verwenden. Die Hühner leben in Bodenhaltung mit einem großzügigen überdachten Auslauf. Außerdem werden die Tiere in "Familiennestern" gehalten. Diese begrenzte Gruppengröße je Stall sorgt für weniger Stress bei den Hühnern als in der konventionellen Massentierhaltung.

Auch die Schweine –eine alte robuste Landrasse – haben einen Stall und ein Freigehege. Maximal 75 Tiere sind immer auf dem Hof. Das Fleisch für den Schweinebraten, der am Abend auf den Tisch soll, kann sich Helga ganz praktisch in der hofeigenen Metzgerei holen.

Neben Kartoffeln, Erdbeeren und Blumen zum Selbstpflücken ist der Anbau von Spargel einer der Schwerpunkte auf dem Hof. In dieser Region ist das eigentlich nicht üblich. Normalerweise wird Spargel auf leichtem Boden, wie Sandboden, angebaut, weil man ihn dann besser ernten kann. Hier aber ist der Boden schwer - dafür allerdings auch mineralstoffreicher, was auch den Geschmack des Spargels kräftiger werden lässt.

Direkt vor dem Hof legt Familie Trimborn jedes Jahr ein Maislabyrinth an. Immer wieder konzipieren sie das Labyrinth neu – zeichnen Irrwege auf Papier und säen dann entsprechend den Mais. Mal wieder eine der kreativen Ideen der Trimborns, um Besucher glücklich zu machen. Und auch für die Landfrauen soll der „Irrgarten“ ein tolles Erlebnis werden.

Während die Damen durch das Maislabyrinth irren, bereitet Helga in der Küche das Dinner zu. Als Hauptgang serviert sie einen "Lummerbraten". Das Fleisch räuchert sie mit Buchenholzspänen, was ihm einen ganz speziellen Geschmack verleihen wird. Ob das den Landfrauen mundet?

Lisa und Kalle Anschütz aus Windeck

Lisa Anschütz rupft Jakobskreuzkraut.

Im Windecker Ländchen im Siegtal haben Lisa und Kalle Anschütz einen Arche-Hof. Arche-Höfe gibt es nur knapp 100 Mal in Deutschland. Das Konzept dieser Höfe ist es, vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen zu züchten und zu erhalten – wie zum Beispiel die kurzbeinigen "Krüper"-Hühner.

Land & lecker: Lisa und Kalle Anschütz aus Windeck

WDR 4 09.04.2022 01:25 Min. Verfügbar bis 09.04.2023 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Lisa Anschütz

Die zweite "Land und Lecker"- Fahrt bringt die Landfrauen in den südlichsten Zipfel von NRW. Hier in Windeck werden sie von Lisa und ihrem Mann "Kalle" bereits erwartet...

Lisa Anschütz und ihr mann Karl-Josef Groß.

Das Paar führt keinen gewöhnlichen Bauernhof, sondern einen Arche-Hof, mit alten und seltenen Nutztierrassen. Mit viel Leidenschaft setzen sich Lisa und Karl für diese Art der Landwirtschaft ein. Möglich ist dies nur, da sie beide noch anderen Jobs nachgehen: Lisa als Hauswirtschaftslehrerin in einer Schule und Karl bei der Deutschen Bahn. Der Nebenerwerbsbetrieb bedeutet eine ganz schöne Doppelbelastung, doch beide sind mit ihrem arbeitsreichen, aber naturnahen Leben zufrieden.

Das Paar führt keinen gewöhnlichen Bauernhof, sondern einen Arche-Hof, mit alten und seltenen Nutztierrassen. Mit viel Leidenschaft setzen sich Lisa und Karl für diese Art der Landwirtschaft ein. Möglich ist dies nur, da sie beide noch anderen Jobs nachgehen: Lisa als Hauswirtschaftslehrerin in einer Schule und Karl bei der Deutschen Bahn. Der Nebenerwerbsbetrieb bedeutet eine ganz schöne Doppelbelastung, doch beide sind mit ihrem arbeitsreichen, aber naturnahen Leben zufrieden.

Die Glanrinder auf Hof Windeck sind eine seltene Rinderrasse, die ursprünglich auch aus dieser Region stammt. Sie kommen hervorragend auf den steinigen und steilen Hängen zurecht, und sind auch mit dem Futter zufrieden, dass der magere Boden hergibt. Die Mutter-Kuh-Herde lebt überwiegend draußen und wird nur mit hofeigenem Futter ernährt. Das gehört unter anderem zu den Bedingungen, um als Arche-Hof anerkannt zu werden.

Außerdem gibt es hier noch die vom Aussterben bedrohten Krüper-Hühner. Das war einmal eine typische Hühner-Rasse im Bergischen Land. Heute gibt es nur noch ein paar Hundert von ihnen. Sie legen weniger Eier als andere Rassen, und lohnen sich daher für viele Bauern nicht. Kennzeichen sind die kurzen Beine - auch der ansonsten stolze Hahn ist etwas "tiefergelegt".

Auch die Schafe auf dem Hof sind eine ganz alte Rasse: Die Bentheimer Landschafe kommen ursprünglich aus der Region Bentheim im südwestlichen Niedersachsen. Aber auch bei uns in NRW fühlen sie sich sehr wohl. In den 70er Jahren gab es in ganz Deutschland nur noch 50 Tiere! Lisa und Karl züchten und schlachten die Tiere nicht nur. Sie versuchen wirklich alles zu verwerten. So spinnt Lisa auch die Wolle der Schafe selbst und strickt daraus Pullunder. Viel Arbeit, aber für ihre Mode mit Seltenheitswert ist sie sogar schon mit einem Preis ausgezeichnet worden.

Zum Hof gehört auch eine ganz besondere Blumenwiese. Sie ist Teil eines Naturschutzprogramms und außerdem ein Überlebensraum für noch viel mehr Tiere wie Insekten, Käfer und Vögel. Allerdings wachsen hier auch giftige Pflanzen, wie das Jakobskreuzkraut...

Das rupft Lisa dann Pflanze für Pflanze aus, denn wenn die Tiere zu viel davon fressen würden, könnte das zu einer schleichenden Vergiftung führen. Auch Lisa muss bei der Arbeit Handschuhe tragen, denn das Gift kann über die Haut in den Körper gelangen und sich in der Leber einlagern.

In der Küche ist Lisa eigentlich sehr entspannt - schließlich kocht sie gut, gerne und oft. Eine gewisse Anspannung sei aber doch da, gibt sie lachend zu. Ein Dinner für sechs Personen, bei dem alles pünktlich auf dem Tisch stehen soll, koche sie dann doch nicht so oft.

Ihre Schwester Ike hilft ihr bei den Vorbereitungen und ist auch die erste, die das Essen kosten darf. Ihre Wertung: lecker!

Lisa hat bewusst Rinderzunge und Rinderbäckchen für ihr Menü ausgewählt. Sie will zeigen, dass man auch aus nicht so „edlen“ Fleischstücken lecker kochen kann. Ob das rustikale Essen bei den Landfrauen ankommt?

Milchbauernhof Strothlüke

Eine lachende Frau schaufelt Kühen Futter hin

In dieser Folge von "Land & lecker" geht es auf den Hof Strothlüke bei Bielefeld. Hier managt Andrea Strothlüke einen 300 Jahre alten Familienbauernhof. Gemeinsam mit ihrem Mann Dennis führt sie einen Milchviehbetrieb mit 150 Kühen.

In der hofeigenen Molkerei produziert die Familie alles rund um die Milch. Angefangen bei Joghurt über Quark bis hin zu Käse bleibt alles in Strothlüke-Hand und muss den hohen Qualitätsansprüchen der Familie Genüge tun. Dies beinhaltet artgerechte Tierhaltung ebenso wie schonende und anspruchsvolle Herstellung der Produkte.

Und auch eine gehörige Portion Liebe fehlt nicht. Andrea und Dennis sind seit Teenagertagen ein Liebespaar und haben alle Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert. "Ich liebe Andrea, wenn sie schimpft, wenn sie lacht – ich liebe einfach alles an ihr!", fasst Dennis ihre Beziehung zusammen. Und Andrea geht es genauso: "Dennis bringt mich immer zum Lachen und erdet mich. Wir arbeiten und leben zusammen und lieben es. Das Leben mit ihm ist einfach schön!"

Land & Lecker: Milchbauernhof Strothlüke

WDR 4 02.04.2022 01:44 Min. Verfügbar bis 02.04.2023 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Andrea Strothlüke

Wo viele Milchkühe sind, da gibt es auch: Käse!
Andreas besonderer Stolz sind ihre Rohmilchprodukte, wie der Bergkäse. Und natürlich landet der auch im Menü, mit dem Andrea heute die Landfrauen verwöhnen möchte.

Andrea Strothlüke in ihrem Käsereiferaum.

Aber auch Butter, Sahne, Molke und Joghurt verwendet sie in ihrem Menü. Denn Andrea möchte ihre Gäste mit typischen Produkten aus der ostwestfälischen Region und vor allem mit hofeigenen Erzeugnissen begeistern.

Aber auch Butter, Sahne, Molke und Joghurt verwendet sie in ihrem Menü. Denn Andrea möchte ihre Gäste mit typischen Produkten aus der ostwestfälischen Region und vor allem mit hofeigenen Erzeugnissen begeistern.

„Hof Strothlüke“ ist bereits 300 Jahre alt - ein Bauernhof mit Tradition, der immer schon in Familienbesitz war. Die Eltern von Andrea leben auf dem Hof und ihre drei Schwestern ganz in der Nähe. Alle helfen mit, wann immer es nötig ist. Und an Andreas "Land und Lecker"-Tag zeigen sie, dass der Familien-Zusammenhalt bestens funktioniert.

Andrea und Ihr Mann Dennis bewirtschaften den Hof gemeinsam. Kennen- und liebengelernt haben sie sich bereits in der Teenager-Zeit. "Es war Liebe auf den ersten Blick", erzählt Dennis auch heute noch mit leuchtenden Augen. Und Andrea schwärmt: "Das Arbeiten und leben mit ihm macht einfach Spaß!" Und das ist gut, denn Arbeit gibt es auf einem Hof mit Milchviehwirtschaft genug.

Die 150 Kühe müssen morgens und abends gemolken werden - Ausnahmen gibt es da nicht. Nur Kühe, die sich wohlfühlen geben auch viel gute Milch - deswegen haben die Strothlükes ihren Tieren einen großzügigen Stall gebaut: "Wellness-Station" mit Schubberbürsten inbegriffen.

Rund 4000 Liter Milch pro Tag geben die Kühe. Früher haben die Strothlükes ihre gesamte Milch an eine Molkerei geliefert. Heute verkaufen sie einen Teil im eigenen Hofladen und in einer "Milchtankstelle" - zum Selbstzapfen. Den anderen Teil verarbeiten sie in ihrer eigenen Käserei...

Die Milch direkt auf dem Hof weiterzuverarbeiten, macht nur Sinn, wenn man viele verschiedene Produkte daraus herstellt. Nur so kann auch wirklich alles von der Milch verwertet werden, erklärt Andrea. Und so gibt es auf dem Hof auch eine breite Produktpalette: von Butter, über Molke, Joghurt bis zum Käse. Besonderer Liebling - sowohl bei den Kunden als auch bei Andrea - ist der Bergkäse. Bis vor kurzem hat Andrea den Käse noch in der Küche selbstgemacht - jetzt ist die neue Käserei ihr ganzer Stolz und Lieblingsort auf dem Hof.

Das Gemüse für das "Land und Lecker"-Dinner kommt aus dem eigenen Garten. Der ist eigentlich das Revier von Andreas Mutter Regine. Die beiden haben ein sehr enges Verhältnis, also darf Andrea sich natürlich an den üppigen Beeten ganz selbstverständlich bedienen.

Ein paar Hühner gibt es auf dem Hof auch. Die Eier sammelt Andrea ganz frisch ein, sie werden für das Dessert benötigt. Alle anderen Zutaten - wie das Rindfleisch oder die Wachteleier - kommen von Nachbarhöfen, denn Regionalität wird bei den Strothlükes wirklich gelebt.

Auch in der Küche bleibt Frohnatur Andrea entspannt. Sie sei keine Perfektionistin, verrät sie. Dennoch gibt sie ihr Bestes. Denn es liegt ihr sehr am Herzen, die anderen Landfrauen von den tollen Produkten ihres Hofes und ihrer Region zu überzeugen.

Ben Siegmund – Heidelbeerplantage in Herford

Ben Siegmund

Ben und Frauke Siegmund haben der Großstadt den Rücken zugekehrt und sich mit ihrer "Teichhofschmiede" und der zugehörigen Heidelbeerplantage einen Lebenstraum erfüllt. Ihren heutigen Hof fanden sie einst in den Kleinanzeigen. Bei Ben und Frauke landen ausschließlich Bio-Lebensmittel auf dem Teller – von befreundeten Höfen oder direkt aus dem eigenen Garten.

Land & lecker: Ben Siegmund – Heidelbeerplantage in Herford

WDR 4 26.03.2022 02:03 Min. Verfügbar bis 28.03.2023 WDR 4 Von Andrea Halter


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Mit süßen Früchten in eine nachhaltige Zukunft!

In Herford im Herzen Ostwestfalens hat Ben Siegmund seinen Lebenstraum verwirklicht und startet mit einer eigenen Heidelbeer-Plantage neu durch...

Ben Siegmund pflanzt Blaubeeren

Inspiriert durch ein Buch entstand der Wunsch nach eigenen Heidelbeeren. Gar nicht so einfach, denn diese Früchte und der ostwestfälische Boden sind keine Freunde. Für Heidelbeeren muss der Boden „sauer“ sein. Ben's Tipp: Sägemehl von Nadelbäumen in die Pflanzung einarbeiten.

Inspiriert durch ein Buch entstand der Wunsch nach eigenen Heidelbeeren. Gar nicht so einfach, denn diese Früchte und der ostwestfälische Boden sind keine Freunde. Für Heidelbeeren muss der Boden „sauer“ sein. Ben's Tipp: Sägemehl von Nadelbäumen in die Pflanzung einarbeiten.

Ben ist glücklich, dass er als Hufschmied in seiner neuen Heimat Fuß fassen konnte. Im ehemaligen Pferdestall hat er seine Werkstatt eingerichtet. In Ostwestfalen ist er als mobiler Hufschmied viel unterwegs.

Frauke und Ben haben ihren Sehnsuchtsort gefunden! Eingebettet zwischen den sanften Erhebungen des Ravensberger Hügellands liegt die Teichhofschmiede. Der rund 16000 Quadratmeter große denkmalgeschützte Hof liegt idyllisch, umgeben von Wäldern und Fischteichen. Der alte Hof ist ihr Paradies und sie sind angekommen in ihrem Leben auf dem Land.

Hier lebt die Familie zusammen mit den vier Gotlandschafen Tilda, Anni, Anton und Mimi und Kater Milkey. Da das Grundstück so groß ist, übernehmen die Schafe die Weidenpflege. Als „Samentaxen" helfen die Schafe übrigens die Artenvielfalt zu erhalten, denn die Samen bleiben in ihrer Wolle haften und werden so verteilt.

Mit Freunden und Familie sind 360 junge Heidelbeerpflänzchen gepflanzt. Doch bis die Plantage wirklich Geld abwirft, dauert es mindestens fünf bis sechs Jahre. Jetzt müssen Ben's Biobeeren gehegt und gepflegt werden.

Nachhaltig leben - das ist ihr Antrieb. Der Hof ist Bio zertifiziert. Alle Lebensmittel, die sie zum Kochen verwenden, kommen von einem befreundeten Demeter-Hof oder stammen aus ihrem Naschbeet, mit allem was das Herz begehrt – Salat, frische Kräuter und Gemüse.

Ben und Frauke kochen leidenschaftlich gern. Ein Quittenbaum liefert Früchte für selbstgemachtes Gelee und köstlichen Likör. Die Äpfel der alten Obstbäume werden zu Apfelwein verarbeitet.

Land und Lecker Lebenstraum zeigt Menschen mit großer Leidenschaft: Ben Siegmund hat sein Großstadtleben eingetauscht und züchtet Blaubeeren. Annika Ahlers, Landwirtin und Bloggerin, bringt die Stadtmenschen und Landwirte zusammen. Dorothee Dingebauer sattelt in die Tourismusbranche um und besitzt statt Kühe nun Hausboote. Georg Glitz-Ehringhausen brennt Edel-Korn und kümmert sich so um das 700-jährige Familienerbe.

Dorothee Dingebauer – Hausbootvermietung am Niederrhein

Dorothee mit Brötchentüte vor Hausboot

Am Diersfordter Waldsee, einem der größten Baggerseen in der Nähe von Wesel, gibt es einen Bauernhof mit ganz besonderem Ambiente: Dorothee Dingebauer vermietet hier Hausboote als Ferienwohnung. Für die Chefin auf dem Hof ging ein Lebenstraum in Erfüllung: Zehn Jahre haben Dorothee und ihr Mann Volker für ihre Ideen gekämpft und vieles verändert.

Land & lecker: Dorothee Dingebauer – Hausbootvermietung am Niederrhein

WDR 4 19.03.2022 02:34 Min. Verfügbar bis 19.03.2023 WDR 4


Auf dem Wasser zuhause!

Von der Milchwirtschaft zur Hausboot-Besitzerin! Dorothee Dingebauer wagte die Veränderung und hat aus einem konventionellen Betrieb einen schwimmenden Bauernhof gemacht. Und schafft so eine Zukunft für die ganze Familie.

Dorothee und Volker auf Hausboot

Schon immer lebt Dorothee dort, wo andere Urlaub machen! Ein glücklicher Zufall und der Kiesabbau am Diersforter Waldsee direkt vor ihrem Poothenhof ließ den Traum von eigenen Hausbooten wahr werden. 10 Jahre lang kämpfte die Familie um alle Genehmigungen ihres neuen Standbeins.

Schon immer lebt Dorothee dort, wo andere Urlaub machen! Ein glücklicher Zufall und der Kiesabbau am Diersforter Waldsee direkt vor ihrem Poothenhof ließ den Traum von eigenen Hausbooten wahr werden. 10 Jahre lang kämpfte die Familie um alle Genehmigungen ihres neuen Standbeins.

Dorothee kümmert sich nicht nur um die Vermietung - sie füllt auch den Kühlschrank, übernimmt den Frühstücksservice und reinigt die Boote, wenn Gäste abreisen. Alle Hausboote hat sie mit viel Liebe selber eingerichtet. Und sie sorgt auch dafür, dass es rund um die Hausboote schön aussieht.

Volker hat seine Milchkühe an einen Nachbarn verpachtet - so sind die Tiere weiterhin auf dem Hof. Und Volker kann seine geliebten Kühe immer noch ansehen, auch wenn er nicht mehr für sie verantwortlich ist.

Ohne eigenes Rindvieh geht es nicht. Daher hält die Familie eine kleine Herde schottische Highlandrinder auf ihrer Obstwiese. Die werden dominiert von Kuh Milka, die schon acht Jahre alt ist und auf der Tochter Nele früher geritten ist.

Dorothee liebt es zu kochen und immer wieder Neues auszuprobieren. Für das Land und Lecker-Dinner hat sie sich ihre 17jährige Tochter Nele als Küchenhilfe ausgesucht.

Neben der Familie leben außerdem auf dem Hof noch ein paar Fasane, zwei Pferde, drei Katzen und ein paar Hühner. Die Hühnereier werden nur für den Eigenbedarf und für die Hausboot-Gäste verwendet.

Momentan ist der Ackerbau noch erstes Standbein der Familie. Volker bewirtschaftet rund 65 Hektar Ackerflächen. Den ca. 100 Jahre alten Hof hat er von seinen Eltern geerbt.

Die anderen Teilnehmer: Ben Siegmund hat sein Großstadtleben eingetauscht und züchtet Blaubeeren. Annika Ahlers, Landwirtin und Bloggerin, bringt Stadtmenschen und Landwirte zusammen. Dorothee Dingebauer hat ihren klassischen Milchhof mit schwimmenden Hausbooten eingetauscht. Georg Glitz-Ehringhausen kümmert sich um das 700-jährige Familienerbe und brennt Edel-Korn.

Georg Glitz-Ehringhausen – Kornbrenner aus Leidenschaft

Georg und Theres Ehringhausen bei der Verkostung.

Georg Glitz-Ehringhausen aus Werne im Münsterland hat 2012 die Brennerei auf dem Bauernhof seiner Eltern übernommen. Die Kornbrennerei prägte schon seine Jugend und sein Landwirtschaftsstudium.

Bis heute experimentiert er weiter. Jeder Brennvorgang, jede Lagerung und jede Abfüllung sind etwas Besonderes für ihn und seine Schwester, mit der er immer wieder neue Destillate entwickelt.

Land & lecker: Georg Glitz-Ehringhausen – Kornbrenner aus Leidenschaft

WDR 4 12.03.2022 02:42 Min. Verfügbar bis 12.03.2023 WDR 4


Altes Handwerk und moderne Ideen

2012 haben die Geschwister Theres und Georg den Familien-Betrieb übernommen. Seither weht in der Brennerei ein neuer Wind, denn die beiden experimentieren viel mit den verschiedensten Getreidesorten, Aromen und Bränden …

Georg Ehringhausen

Dazu setzen sie auf: Qualität statt Quantität, Regionalität, nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Das ist ihr zeitgemäße Ansatz für die Kornbrennerei.

Dazu setzen sie auf: Qualität statt Quantität, Regionalität, nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Das ist ihr zeitgemäße Ansatz für die Kornbrennerei.

Ursprünglich hatten Georg und Theres andere Pläne für ihr Leben. Georg studierte Landwirtschaft und Theres Modedesign. Als sich kein Nachfolger für die Brennerei findet, ist klar: Die beiden Geschwister übernehmen und wollen gemeinsam etwas Neues und Modernes aufbauen.

Georg ist hauptsächlich in der Brennerei zu finden. Schon als Teenager hat er bei seinen Eltern mitgeholfen. Seinen ersten Korn destillierte er bereits mit fünfzehn Jahren.

Wissen und gutes Handwerk sind unerlässlich, sein Geheimrezept als Kornbrenner ist aber: üben, üben, üben, verrät Georg.

Der Look der Produkte aus der Kornbrennerei ist ein moderner Retro-Style. Als Designerin fällt das Marketing natürlich in den Aufgabenbereich von Theres.

In der Brennerei Ehringhausen wird alles selbst gemacht: angefangen vom Mahlen des Getreides, dem Brennen und dem Verfeinern mit Geschmacksnoten. Beim Verkosten der Brände kommt es übrigens mehr auf die Nase, als auf den Geschmacksinn an, erzählt Georg.

Besonders wichtig ist Georg, dass er die Bio‐Idee seiner Eltern weiterführt und hauptsächlich Dinkel verwendet. Gebrannt wird in der Zeit von Januar bis Mai, und dann wieder nach der Ernte.

Zum Hofgut Ehringhausen gehört nach wie vor auch klassische Landwirtschaft mit Tieren und Ackerbau. Zuständig dafür ist Heiner, der Bruder von Theres und Georg. Die landwirtschaftlichen Abfallstoffe von seinem Hof, wie Gülle und Mist, werden auf der hofeigenen Biogasanlage weiterverarbeitet und kommen schließlich auch der Brennerei zu Gute: Der ganze Hof wird so mit eigenem Strom versorgt.

Die anderen Teilnehmer der Lebenstraum-Reise sind: Ben Siegmund - er hat sein Großstadtleben eingetauscht und züchtet Blaubeeren. Annika Ahlers, Landwirtin und Bloggerin, bringt Stadtmenschen und Landwirte zusammen. Dorothee Dingebauer, die ihren klassischen Milchhof in ein schwimmendes Feriendorf umwandelt.

Annika Ahlers: Landleben analog und digital

 Annika Ahlers mit Hund Ella auf dem Arm.

Annika Ahlers ist eigentlich ein echtes "Stadtkind". Aufgewachsen ist sie in Münster, doch sie träumt vom "Leben auf dem Land" und irgendwann auch einem eigenem Bauernhof. Und sie setzt alles in Bewegung, um diesen Traum auch zu verwirklichen.

Dabei geht sie mutig einen ungewöhnlichen Weg. Die Münsteranerin beginnt zunächst ein agrarwissenschaftliches Studium – das ist ihr aber zu theoretisch. Sie bricht das Studium ab, macht stattdessen eine Ausbildung zur Landwirtin und sucht sich eine Anstellung auf einem Milchhof.

 Annika Ahlers

Gleichzeitig gründet sie einen Internetblog und beginnt mit ihren Beiträgen als "Erklärbäuerin" eine Brücke zwischen Landwirten und Kunden zu bauen. Bald ist auch die Idee einer Biokiste geboren. Ganz am Puls der Zeit können hier die Kunden ihre "Bauernbox" online selbst mit Produkten der Landwirte aus der Umgebung zusammenstellen.

Annikas Traum vom Landleben ist wahr geworden, er ist in Bewegung, findet Bestätigung und wächst aus dieser Energie immer weiter.

Land & lecker: Annika Ahlers – Landleben analog und digital

WDR 4 05.03.2022 01:45 Min. Verfügbar bis 05.03.2023 WDR 4


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Bäuerin ohne eigenen Hof

Im ländlichen Norden von Münster hat sich Annika Ahlers ihren Traum vom Landleben verwirklicht. Das Besondere: Annika ist Landwirtin ohne eigenen Betrieb - und dennoch Vollblutbäuerin ...

 Annika Ahlers pflückt Tomaten.

Annika arbeitet auf einem Milchbauernhof, ist landwirtschaftliche Beraterin und betreibt einen Online-Hofladen. Außerdem ist sie leidenschaftliche Bloggerin. Ihre Themen: natürlich alles rund um die Landwirtschaft. Auch so geht Bäuerin heutzutage!

Annika arbeitet auf einem Milchbauernhof, ist landwirtschaftliche Beraterin und betreibt einen Online-Hofladen. Außerdem ist sie leidenschaftliche Bloggerin. Ihre Themen: natürlich alles rund um die Landwirtschaft. Auch so geht Bäuerin heutzutage!

"Heimatgefühl bedeutet für mich, wo ich mich wohl fühle - und das ist hier im Münsterland." Annika lebt in Handorf auf einem Bauernhof, doch der gehört Verwandten ihres LebensgefährtenImmer mit dabei: Hund Ella.

Aber auch ohne eigenen Betrieb weiß Annika, dass das Leben auf dem Bauernhof nicht nur Idylle ist. Deswegen betreibt Annika auch einen Blog. Im Internet nennt sie sich selbst die „Erklärbäuerin“. Damit will sie die Bauern aus der Anonymität herausholen und gleichzeitig dem Verbraucher zeigen, was Landwirtschaft heute wirklich bedeutet. 

Das zweite Online-Projekt der kreativen Bäuerin: Die Bauernbox. Auf einer Internet-Plattform bündelt sie Produkte von Höfen aus der Region in einem Onlineshop.

Die Kunden holen ihre bestellte Kiste dann selbst ab, oder können sie liefern lassen. Das passiert natürlich umweltfreundlich mit dem Lastenrad. Den persönlichen Kontakt zu den Kunden liebt Annika dabei besonders.

Zu Annikas Wohnung auf dem Bauernhof gehört auch ein Garten. Natürlich wächst hier so einiges, was sie gut bei ihrem Land und Lecker-Menü gebrauchen kann. Regionales und Saisonales auf den Tisch zu bringen – das ist für Annika selbstverständlich.

Annikas persönliches Highlight im Land und Lecker-Menü ist der Nachtisch: Herrencrème à la Papa. Annika bereitet diese heute zum allerersten Mal (fast) alleine zu. Doch Papa steht zum Glück beratend zur Seite.

Die anderen Teilnehmer der Lebenstraum-Reise sind: Ben Siegmund- er hat sein Großstadtleben eingetauscht und züchtet Blaubeeren. Dorothee Dingebauer, die ihren klassischen Milchhof in ein schwimmendes Feriendorf umwandelt. Und Georg Glitz-Ehringhausen, der sich um das 700-jährige Familienerbe kümmert.

Zwei Brüder und ein Bauernhof in Ostwestfalen-Lippe

Eyke Pahmeyer mit Rindern.

Eyke führt den Bauernhof in Hüllhorst zusammen mit seinem älteren Bruder Hendrik. Bereits seit sieben Generationen ist der Hof in Familienhand. Erst vor rund zwei Jahren haben sie angefangen, den Familienbetrieb auf "Bio" umzustellen. Nicht weniger Arbeit, aber mehr Zufriedenheit bringt ihnen die ökologische Ausrichtung, erzählen die Brüder.

Eyke – Biohof Wiehenglück in Ostwestfalen-Lippe

WDR 4 13.09.2021 02:10 Min. Verfügbar bis 13.09.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Weniger ist mehr

Eyke Pahmeyer ist Bauer aus Leidenschaft. Seine Motivation: Mit der Natur arbeiten, nicht gegen sie. Und den nachfolgenden Generationen einen Hof hinterlassen, der zukunftsfähig ist.

Eyke Pahmeyer und sein Bruder Hendrik.

Deshalb haben Eyke und sein Bruder Hendrik sich schließlich dazu entschlossen, den lange konventionell geführten Betrieb auf ökologische Landwirtschaft umzustellen.

Deshalb haben Eyke und sein Bruder Hendrik sich schließlich dazu entschlossen, den lange konventionell geführten Betrieb auf ökologische Landwirtschaft umzustellen.

Früher wurden auf dem Hof rund 14.000 Schweine pro Jahr gemästet. Heute sind es noch etwa 4.200. Die Schweine leben in offenen Ställen mit drei Mal so viel Platz wie in einem konventionellen Betrieb. Auch ihre Ringelschwänze behalten die Tiere auf Hof Wiehenglück.

Die Angus- und Charolais-Herden grasen in den Sommermonaten auf idyllischen Weiden in der Nähe des Mittellandkanals. Wenn es kühler wird, haben auch sie großzügige Offenställe. Die Kälber werden auf dem Hof Wiehenglück kuhgebunden aufgezogen. Sie bleiben also nach der Geburt bei ihren Müttern.

Die rund 800 Hühner werden in modernen Hühnermobilen gehalten. Die Unterkünfte werden alle zehn Tage versetzt, damit die Hühner frisches Grün zum Fressen, Picken und Scharren haben.

Das Futter für die Tiere wird auf den eigenen Feldern angebaut. Das Getreide wird regelmäßig geprüft, damit die Landwirte wissen, wann die beste Erntezeit ist.

Eyke ist ein echter Genussmensch und er kocht auch gerne. Für seine Gäste hat er ein Menü zusammengestellt, dass die Vielfalt seines Hofs und der Region widerspiegeln soll.

Typisch für Westfalen ist auch das Schwarzbrot. Das wird ihm hofeigenen Backhaus im alten Steinbackofen, nach einem gut gehüteten Familienrezept gebacken. ​

Auenhof in Westbevern

Birgit Schulte-Bisping mit ihren Kühen.

Westfälisches Zaziki: Was ungewöhnlich klingt, gibt es auf dem Auenhof in Westbevern im Kreis Warendorf. Birgit Schulte Bisping hatte die Rezeptidee für den "Bauernhof-Jogurt", wie er wegen der Lebensmittel-Kennzeichnungspflicht offiziell heißt. Vor über 30 Jahren stellte sie auf Direktvermarktung um. Zum Hof gehören heute auch eine Käserei und ein Online-Shop, in dem die eigenen Erzeugnisse erworben werden können.

Land & lecker: Auenhof in Westbevern

WDR 4 19.02.2022 03:12 Min. Verfügbar bis 19.02.2023 WDR 4


Zu Gast bei Birgit Schulte-Bisping

Birgits Leidenschaft ist Käse - 70 unterschiedliche Sorten stellt sie in ihrer Käserei her...

Birgit Schulte-Bisping mit ihren Kühen.

Die rund 400.000 Liter Milch für den Käse liefern die eigenen Kühe.

Die rund 400.000 Liter Milch für den Käse liefern die eigenen Kühe.

Und die werden gehegt und gepflegt. Birgit ist es wichtig, dass es ihnen gut geht. Da wird auch schon mal gekuschelt...

... und ein Küsschen verteilt.

Auch um die Kälber kümmert sich Birgit liebevoll. Sie versucht von Geburt an eine enge Bindung zu ihren Tieren aufzubauen.

Aus der Milch stellt Birgit in ihrer eigenen Käserei viele verschiedene Käsesorten her...

Hier kann sich Birgit auch kreativ austoben - dann kann ein Käse auch mal grün sein.

Der Käse und die anderen Produkte vom Hof verkauft Birgit im eigenen Hofladen.

Neben ihren Kindern ist ihr bester Freund Mike die größte Hilfe für Birgit. Vor allem nach dem Tod ihres Mannes hat er Birgit tatkräftig auf dem Hof unterstützt.

Die leidenschaftliche Köchin hat einen Herd, der noch mit Holz betrieben wird. Ob ihr das "Land und lecker"-Menü darauf gelingt?

Gut Erpenbeck in Lengerich

Henner Erpenbeck zwischen Schinken mit den Händen voller Buchenspäne.

Ein Brötchen mit Westfälischem Knochenschinken: Das ist genau das Richtige für ein Samstagsfrühstück – und eine Spezialität von Henner Erpenbeck, dem Juniorchef auf dem 400 Jahre alten Gräftenhof im Münsterland. Erpenbeck kann nicht nur Knochenschinken machen, sondern auch richtig kochen: Deswegen wurde er von "Land und Lecker" auch als erster Mann dabei gefilmt.

Land & lecker: Gut Erpenbeck in Lengerich

WDR 4 05.02.2022 01:37 Min. Verfügbar bis 05.02.2023 WDR 4


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Starker Familienzusammenhalt...

...so haben die Erpenbecks bisher alle Herausforderungen gemeistert, uns so soll es auch in Zukunft sein. Der Generationswechsel findet in Etappen statt. Dadurch entsteht manchmal aber auch ein erhöhter Diskussionsbedarf, geben alle zu. Doch am Ende werden Firmenentscheidungen gemeinsam getroffen.

Henner Erpenbeck mit sener Mutter Freya und Vater Ulrich, plus den beiden Hunden.

Vater Ulrich kümmert sich vorrangig um den Anbau. Mutter Freya ist hauptsächlich für den Hofladen zuständig. Und Schwerpunkt von Henners Arbeit ist die Schinkenräucherei, der Ausbau des Vetriebs und die Modernisierung in allen Bereichen.

Vater Ulrich kümmert sich vorrangig um den Anbau. Mutter Freya ist hauptsächlich für den Hofladen zuständig. Und Schwerpunkt von Henners Arbeit ist die Schinkenräucherei, der Ausbau des Vetriebs und die Modernisierung in allen Bereichen.

 Gut Erpenbeck ist ein denkmalgeschützter Gräftenhof und soll der schönste im Münsterland sein. Die Familie ist stolz auf den Hof mit seiner langen Tradition.

Und auf Ulrichs Oma: Denn sie hat schon um 1920 mit dem Spargelanbau im Münsterland angefangen. Damals ein kritisch beäugtes Gemüse - heute eine begehrte Delikatesse!

Der Spargelanbau war schon immer eine aufwändige und anstrengende Angelegenheit. Heute erleichtern moderne Maschinen auf dem Hof die Arbeit. Bis zu drei Tonnen Spargel pro Tag werden in der Hochsaison auf Gut Erpenbeck geerntet!

Henner hat auf dem Hof schon viele Medernisierungsmaßnahmen angeschoben. Eine moderne Schinkenschneidemaschine gehört auch dazu.

Der Westfälische Knochenschinken ist eine echte Besonderheit - und wird natürlich auch in Henners Menü nicht fehlen.

In der alten Räucherei auf dem Hof werden die Schinken mit Buchenspänen geräuchert. Insgesamt acht Monate dauert es, bis ein echter Westfälischer Knochenschinken fertig ist. Echtes Slow Food - made in Münsterland!

Für Freya Erpenbeck ist es das zweite "Land und Lecker"-Dinner. 2015 war sie die Gastgeberin, heute ist ihr Sohn Henner der erste Landmann in der Geschichte von "Land und Lecker".

Henners Kochleidenschaft wurde einst von seiner Oma geweckt. Jetzt versucht er mit einem regionalen Menü mit Speziaitäten vom eigenen Hof beim "Land und Lecker"-Dinner zu überzeugen.

Landhof Hawig in Haltern am See

Mechthild Hawig lebt in Haltern am See auf einem Kürbishof.

Mechthild Hawig lebt in Haltern am See auf einem Kürbishof.

Mechthild Hawig hat zwei Berufe und zwei Berufungen: zum einen ihren Job als Krankenpflegerin, zum anderen den Landhof Hawig, den Mechthild mit ihrem Mann Stefan zusammen betreibt. Seit 30 Jahren sind die beiden ein Team. Gemeinsam züchten sie über 300 Kürbisarten, die man im Hofladen kaufen kann. Dazu gibt es bei den Hawigs noch ein Café mit regionalen Spezialitäten.

Land & lecker: Landhof Hawig in Haltern am See

WDR 4 15.01.2022 01:59 Min. Verfügbar bis 15.01.2023 WDR 4 Von Andrea Halter


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Wildpark Schmidt

Katja und Axel mit Sohn Jonas

Katja und ihr Mann Axel leben direkt am Rande des Nationalparks Eifel und kümmern sich in der dritten Generation um den Wildpark in Nideggen-Schmidt. Es gibt einen Streichelzoo mit Ziegen und Eseln, außerdem Wildscheine, einige Vögel und Rotwild.

Bevor die beiden den Wildpark übernommen haben, arbeiteten sie als Elektrotechniker und Bankkauffrau in Köln. Vor einigen Jahren entschieden sie, die sicheren Jobs in der Stadt aufzugeben. Denn beide haben sich ein Leben in der Natur gewünscht.

Land & lecker: Wildpark Schmidt

WDR 4 18.12.2021 01:55 Min. Verfügbar bis 18.12.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Katja Scheidtweiler

Zusammen mit ihrem Mann Axel besitzt Katja Scheidtweiler einen privat geführten Wildpark im Nationalpark Eifel.

Reherde

Gegründet wurde der Tier- und Naturpark von Axels Großvater. 2017 haben ihn Axel und Katja Scheidtweiler übernommen. Ein Wildpark in dritter Generation!

Gegründet wurde der Tier- und Naturpark von Axels Großvater. 2017 haben ihn Axel und Katja Scheidtweiler übernommen. Ein Wildpark in dritter Generation!

Der privat geführte Wildpark liegt weitab von lärmenden Straßen auf einem weitläufigem Gelände mit viel Platz für das heimische Wild.

Katja und Axel entschieden sich vor ein paar Jahren für den Ausstieg aus ihren sicheren Jobs hinein ins Abenteuer Wildpark. Jetzt sind sie "Hobby-Landwirte" mit Wildtierhaltung.

Axel ist im Wildpark großgeworden - für ihn gab es nichts Schöneres. Schon als Kind verbrachte er viel Zeit in der Natur und mit den Tieren. Das hat ihn geprägt und er möchte, dass seine Kinder ebenso schön aufwachsen.

Jeden Tag kontrollieren Axel und Katja ihre Tiergehege - oft begleitet sie dabei ein Esel. Ein fünf Kilometer langer Wanderweg durchsäumt den Park – der Fußmarsch dauert circa eine Stunde.

Die Gehege sind groß und weitläufig, ganz dem natürlichen Lebensraum der Tiere angepasst. Zu sehen gibt es ganzjährig Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Mufflons und Wildschweine.

Katjas Esel sind zutrauliche Gesellen und laden jeden zur Schmusestunde ein.

In einem großen Gehege leben Ziegen, Meerschweinchen, wilde Kaninchen zusammen. Man kann dort hineinklettern und Ziegen hautnah streicheln und füttern.

Jungferngut in Balve-Garbeck

Adelheid Lösse

Bei Familie Lösse auf dem Jungferngut in Balve-Garbeck dreht sich alles um Bäume und Holz. Es ist eine Herzensangelegenheit: Seit über 200 Jahren werden die 100 Baumarten bewirtschaftet. In der Weihnachtszeit kann man hier mit Glühwein in der Hand durch den Wald gehen und sich einen Tannenbaum aussuchen.

Land & lecker: Jungferngut in Balve-Garbeck

WDR 4 11.12.2021 02:50 Min. Verfügbar bis 11.12.2022 WDR 4 Von Angelika Gördes-Giesen


Zu Gast bei Adelheid Lösse

Das letzte Dinner steht an. Die Frauen machen sich mit einer Mischung aus Wehmut, Freude aber vor allem Neugier auf den Weg zu Adelheid ins Sauerland: Sie haben keine Ahnung, auf was für einem Hof sie empfangen werden...

Adelheid und Bernward Lösse auf einer Holzbank.

... doch schon auf den ersten Blick wird klar, dass sich bei Adelheid und ihrem Mann Bernward alles um Bäume und Holz dreht.

... doch schon auf den ersten Blick wird klar, dass sich bei Adelheid und ihrem Mann Bernward alles um Bäume und Holz dreht.

Das Holz wird nicht nur für als Baumaterial verkauft, sondern es entstehen daraus auch Skulpturen und Dekoartikel. Selbstgemacht von Adelheid und Bernward.

300 Hektar Wald bewirtschaftet die Familie. Zweidrittel des Bestandes wurde vom 2007 Orkan "Kyrill" zerstört. Die Bäume brauchen jetzt ihre Zeit, um wieder nachzuwachsen.

Adelheid und Bernward führen den Hof bereits in der 14. Generation: Tradition, die verpflichtet. Auch die Jagd gehört zur Tradition der Familie und zur Waldpflege: Der Rehrücken für den Hauptgang des "Land und lecker"-Menüs ist von Bernward selbst erlegt worden.

Wann immer es die Zeit zulässt, ist Adelheid hier zu finden: in ihrem großen Bauerngarten.

Fast alle Zutaten für das Dinner kann sie aus dem eigenen Garten holen. Den Salat gibt es in der Vorspeise...

... die Johannisbeeren haben im Dessert ihren Einsatz.

Adelheids Lieblingsbeschäftigung im Garten ist aber das Veredeln von alten Rosen.

Doch heute ist Küchenarbeit angesagt. Adelheid freut sich sehr auf den Abend mit den anderen Frauen, und ist gespannt, wie ihr Menü ankommt...

Meierhof Rassfeld in Gütersloh

Iris Haver Rassfeld mit einem Mini-Baum auf dem Arm.

Eine artgerechte Haltung aller Tiere: Darauf legen Iris und Friedrich-Wilhelm Haver-Rassfeld aus Gütersloh besonderen Wert. Die prächtigen dunklen Puten auf den Wiesen des alten Meierhofes Rassfeld leben fast das ganze Jahr draußen und wachsen nach den NEULAND-Richtlinien in natürlicher Umgebung auf.

WDR 4 Land & lecker: Meierhof Rassfeld in Gütersloh

WDR 4 04.12.2021 02:36 Min. Verfügbar bis 05.12.2022 WDR 4


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Zu Gast bei Iris Haver Rassfeld

"Land und lecker"-Fans kennen die Familie Haver Rassfeld und ihre beeindruckenden Bronzeputen bereits aus einer Sommerstaffel.

Iris Haver Rassfeld mit ihrem Mann vor dem Meierhof.

Gastgeberin Iris Haver Rassfeld ist auf einem Bauernhof groß geworden und wollte auch schon immer Bäuerin werden. Seit rund zwanzig Jahren führt sie jetzt den Meierhof zusammen mit ihrem Mann Friedrich Wilhelm.

Gastgeberin Iris Haver Rassfeld ist auf einem Bauernhof groß geworden und wollte auch schon immer Bäuerin werden. Seit rund zwanzig Jahren führt sie jetzt den Meierhof zusammen mit ihrem Mann Friedrich Wilhelm.

Der Hof ist spezialisiert auf Bronzeputen: eine der ältesten Haustierrassen, die sich perfekt für die Freilandhaltung eignen.

Neben den Tieren hat die Familie auch noch eine Tannenbaum-Plantage - hier gibt es Weihnachts-Bäume in jeder Größe...

Natürlich auch für das eigene Wohnzimmer...

... denn ein geschmückter Baum gehört für Iris zum Weihnachts-Fest einfach dazu.

Genauso wie ein festliches Essen. Iris kocht gerne, deswegen freut sie sich sehr auf den gemeinsamen Abend mit den anderen Frauen.

Als Vorspeise serviert sie einen besonderen Burger aus Putenleber und mit Apfel-Deckel...

Hof Klemme in Kalletal

Sabine Klemme vor dem Backofen mit einem Blech voll Brot

In Kalletal im Lipperland bewirtschaften Sabine und Werner Klemme einen 500 Jahre alten Hof. Gemeinsam mit Schwiegermutter Margarethe kümmern sie sich um Streuobstwiesen, Schweine und Gänse. Im alten Backhaus kreieren sie fünf Mal pro Woche heißbegehrte Brotspezialitäten.

Land & lecker: Hof Klemme in Kalletal

WDR 4 27.11.2021 02:25 Min. Verfügbar bis 27.11.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Advent auf dem idyllischen Klemme-Hof

Sabine freut sich sehr auf die anderen Landfrauen: "Ich will ihnen vor allem zeigen, wie wir hier mit unseren Tieren leben, wie wir Weihnachten feiern. Und vor allem möchte ich sie mit einem leckeren Weihnachtsmenü überraschen."

Sabine Klemme mit ihrem Mann Werner und Schwiegermutter Margarete.

Unterstützt wird die junge Gastgeberin von ihrem Mann Werner und ihrer Schwiegermutter Margarete. Die war 2011 selbst schon Gastgeberin bei "Land und Lecker" und kann ihr hilfreich zur Seite stehen.

Unterstützt wird die junge Gastgeberin von ihrem Mann Werner und ihrer Schwiegermutter Margarete. Die war 2011 selbst schon Gastgeberin bei "Land und Lecker" und kann ihr hilfreich zur Seite stehen.

Der denkmalgeschütze Hof der Familie Klemme liegt im östlichsten Zipfel von Nordrheinwestfalen – an der Grenze zu Niedersachen. Ein Highlight ist die alte Wassermühle. In dem urigen Gebäude wird Sabine das Dinner ausrichten.

Vorweihnachtszeit ist Gänsesaison. Sabine und ihr Mann Werner kümmern sich jeden Morgen um ihre Tiere. Füttern, misten, saubermachen. Im Herbst und in der Vorweihnachtszeit halten die Klemmes hier rund 100 Gänse. Neben den Gänsen gibt es auch noch Puten, Flugenten und Kaninchen. Alle Tiere laufen draußen frei herum, in den Stall kommen sie nur nachts.

Neuzugang auf dem Hof sind die Turopolje Schweine. Diese alte Rasse stammt ursprünglich aus Kroatien. Die Klemmes wollen mit ihnen einen neuen Weg einschlagen und eine Zucht aufbauen. Auch die Schweine leben auf einer Koppel und kommen nur im Winter in den Stall. „Tierwohl liegt uns sehr am Herzen“, sagt die studierte BWLerin, „Bis zu dem Tag, an dem sie hier am Hof geschlachtet werden, hatten alle Tiere bei uns ein tolles Leben. Das ist uns sehr wichtig.“

Das Lehmofenbrot und der süße Stuten sind zwei Klassiker vom Klemme-Hof. Sie werden nach alten Familienrezepten jeden Morgen frisch im alten Backhaus gebacken. Der urige Holzofen muss bereits nachts um drei ordentlich befeuert werden, damit am Morgen die Gluthitze für das Backen reicht.

Sabine kocht ausgesprochen gerne. Am liebsten lässt sie dabei ihrer Kreativität freien Lauf.

Für die Adventszeit - und für den "Land und Lecker"-Besuch - wird der Klemme-Hof besonders schön geschmückt. Das junge Paar hat sich während des Studiums in Passau kennengelernt. Werner hat dort Landwirtschaft studiert, Sabine Regional-Management. Die beiden ergänzen sich auf dem Hof perfekt.

Hof Püning in Everswinkel

Katharina Püning mit dackel zwischen Tannen.

Katharina Püning arbeitet auf dem elterlichen Hof in Everswinkel und liebt das Leben auf dem Land. Einen Monat vor Weihnachten hat sie alle Hände voll zu tun – denn die Familie Püning hat sich schon seit Generationen auf den Anbau von Fichten und Tannen spezialisiert.

Land & lecker: Hof Püning in Everswinkel

WDR 4 20.11.2021 02:09 Min. Verfügbar bis 20.11.2022 WDR 4 Von Angelika Gördes-Giesen


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Zu Gast bei Katharina Püning

Katharina liebt das Leben auf dem Land und die Arbeit in der Natur. Keine Zehn Pferde würden sie in die Stadt kriegen, sagt sie. Das ist gut so, denn auf dem Hof der Familie Püning gibt es jede Menge zu tun.

Katharina Püning auf dem Traktor.

Die Traktoren fallen hier etwas kleiner aus, damit man mit ihnen auch zwischen den Baumreihen fahren kann.

Die Traktoren fallen hier etwas kleiner aus, damit man mit ihnen auch zwischen den Baumreihen fahren kann.

Katharinas Vater hatte die Idee, auf dem Hof Weihnachtsbäume anzupflanzen. Die ganze Familie packt im Betrieb mit an - und Dackel Betty Lou ist auch immer mit dabei.

Die künftigen Weihnachtsbäume brauchen das ganze Jahr über Pflege: Die Austriebe müssen überprüft werden...

... und bei Bedarf gestutzt werden. Ein Weihnachtsbaum soll schließlich schön gerade und dicht gewachsen sein.

Tannenbäume wachsen sehr langsam. Bis zu sieben Jahre brauchen sie, um eine schöne Weihnachtsbaum-Größe zu erreichen. Der hier braucht noch ein bisschen....

Auch Katharinas Schwägerin hilft mit auf dem Hof. Eine Pause mit Plausch muss da auch mal sein.

Bei der Zubereitung des Dinners hilft Katharinas Mutter mit. Auf den Tisch kommen vor allem Leckereien aus der Region.

Hof Vortmann in Dorsten

Dorothee Vortmann in der Küche.

Wenn es draußen wieder richtig "usselig" ist, hat der Bratapfel Saison. Die leckeren warmen Seelenwärmer mit Nüssen und Marzipan sind auf dem Hof von Familie Vortmann in Dorsten ein Nachtisch-Highlight. Dorothee Vortmann hat dafür ihre eigenen Rezepte, alte und neue Kreationen, denn die gelernte Hauswirtschafts-Expertin stammt selbst vom Hof und konnte sich auch nie ein anderes Leben vorstellen.

Land & lecker: Hof Vortmann in Dorsten

WDR 4 13.11.2021 02:57 Min. Verfügbar bis 15.11.2022 WDR 4 Von Angelika Gördes-Giesen


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Zu Gast bei Dorothee Vortmann

Etwas anderes als auf einem Bauernhof zu leben und zu arbeiten, ist für Dorothee nie in Frage gekommen. Ihrem Mann Andreas geht das ganz genauso.

Dorothee Vortmann mit ihrem Mann und den vier Kindern.

Zusammen mit ihren vier Kindern leben die Vortmanns am Rand des Ruhrgebiets, bei Dorsten.

Zusammen mit ihren vier Kindern leben die Vortmanns am Rand des Ruhrgebiets, bei Dorsten.

Tiere gibt es jede Menge auf dem Hof - vor allem Hühner. In einem modernen Stall leben die Tiere in Bodenhaltung.

Jeden Morgen werden die Eier der fleißigen Hühner per Hand sortiert und verpackt.

Desweiteren wollen noch Bentheimer Schweine...

... und das Damwild versorgt werden.

Außerdem werden auf dem Hof noch leckere Beeren angebaut. In den Gewächshäusern kann man sie viel länger ernten, als im Freiland.

Dorothee pflanzt noch allerlei anderes Gemüse für den Eigenbedarf an. Fast alle Produkte für ihr Menü stammen so vom eigenen Hof.

Hansmanns Hof im Sauerland

Hildegard Hansmann-Machula in der Küche.

Hille Hansmann-Machula lebt gemeinsam mit ihrem Mann Thomas in einem 200 Jahre alten Fachwerkhaus, das sie von ihren Eltern übernommen hat. Zu ihrem Hof in Weringhausen bei Finnentrop gehören 30 Hektar Wald – das entspricht der Größe von 42 Fußballfeldern.

Neben der Forstwirtschaft bauen Hille und Thomas auch noch Getreide an und kümmern sich um Milchvieh und eine Schweinezucht. Tatkräftige Unterstützung bekommen sie von Hilles Mutter Lioba und Tochter Lisa.

Land & lecker: Hansmanns Hof im Sauerland

WDR 4 06.11.2021 01:53 Min. Verfügbar bis 06.11.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Die Botschafterin der Bäume aus dem Sauerland

Hildegard Hansmann-Machula hat viele Leidenschaften: Sie engagiert sich für ihre Familie und die Tiere auf dem Hof. Am liebsten aber sitzt sie auf dem Trecker oder arbeitet mit der Motorsäge im Wald.

Hildegard Hansmann-Machula fährt Trecker.

Die heutige Gastgeberin fährt gerne mit dem Trecker.

Die heutige Gastgeberin fährt gerne mit dem Trecker.

Während ihr Mann Thomas vormittags als Logistiker arbeitet, kümmert sich Hille um die Tiere. Nicht nur die Rinder wollen gefüttert werden,...

...sondern auch die Pferde, Ziegen, Schafe und Hühner.

Seit Kurzem gehören auch 11 Zuchtkälber zur "Familie".

Am besten entspannen kann Hille in ihrem 30 Hektar großen Wald.

Die Liebe zu den Bäumen teilt sie mit ihrem Mann.

Durch den Orkan Kyrill haben sie einen Teil ihres Baumbestandes verloren - und dafür neue Bäume in der "Kyrill-Allee" gepflanzt.

Beim heutigen Dinner will Hille mit Kürbissuppe, Rinderfilet und beschwipsten Pflaumen punkten.

Bauer Engels in Geseke

Christiane und Martin Engels aus Geseke halten auf ihrem Hof Schwäbisch-Hällische Landschweine – eine alte und seltene Rasse. Die Schweine dürfen selbst entscheiden, wann sie raus und wann sie wieder in den Stall hinein möchten. Und sie bekommen auch sehr besonderes Futter: Denn bei den Engels ist ausnahmslos alles bio.

Land & lecker: Bauer Engels in Geseke

WDR 4 16.10.2021 02:25 Min. Verfügbar bis 16.10.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Christiane Engels

Christiane und Martin Engels leben gerne auf dem Land: "Das Leben auf dem Land ist für uns eine große Bereicherung und spannende Herausforderung", sagt die Gastgeberin.

Christiane und Martin Engels schauen mit ihrem Hund nach ihren Kühen.

Christiane und ihr Mann Martin halten unter anderem Rinder.

Christiane und ihr Mann Martin halten unter anderem Rinder.

Die haben auf großen Weiden jede Menge Platz,...

...genauso wie die Schwäbisch-Hällischen Landschweine im neuen Offenstall.

Für die Aufzucht der Tiere ist Martin zuständig.

Christiane kümmert sich um alles rund um den Hofladen: Eier sammeln...

...Wurst herstellen...

...und die Ware einsortieren.

Drei Generationen leben auf dem Hof - und alle helfen mit. Zum Schlachten und Ernten kommen noch Freunde dazu und packen mit an.

Essen aus frischen und eigenen Zutaten zuzubereiten bereitet Christiane große Freude. Gerne kocht sie zusammen mit ihrer Schwiegermutter, die sie auch heute in der Küche unterstützt.

Zur Themenwoche "Stadt.Land.Wandel" haben wir wir Ihnen Landwirte vorgestellt, die mit ihren neuen Ideen und Ansätzen die Landwirtschaft verbessern möchten.

Stadt.Land.Wandel: Bio-Imkerei im Bergischen Land

Sebastian Klein an der Honigschleuder.

Sebastian Klein ist ein echter "Oberberger Jung'". Rund eine Stunde von Köln entfernt, hat er sich mit einer Bio-Imkerei selbständig gemacht. Der 43-jährige ist ein Multitalent: Nach einer Ausbildung zum Tischler wechselte er in eine Werbeagentur. Dann, nach einer Lebenskrise, krempelte er sein Leben um – und entdeckte die Liebe zu den Bienen. Der Vater von zwei Kindern möchte mithelfen, den nächsten Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen.

Seine Imkerei ist eine solidarische Imkerei: Hier teilen sich mehrere Menschen die Kosten, und jeder zahlt so viel er kann. Die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger – so gleicht sich das aus. Dafür bekommen alle einen Anteil des Honigertrags und natürlich eine "Beziehung" zu den Bienen.

Diese steht auch im Vordergrund, wenn es um Sebastians zweites Bienenprojekt geht. Gemeinsam mit einem Freund vermietet er Bienenkörbe an Privatpersonen, Vereine, Firmen und sonstige Einrichtungen. Hier dürfen die Mieter nicht nur den Honig ernten, sondern lernen noch eine Menge über Bienen, wofür sie wichtig sind und wie sich so ein Bienenkorb organisiert. Auch Fragen wie "Schlafen Bienen eigentlich?" oder "Wie wählen die ihre Königin?" beantwortet Sebastian gerne und freut sich über jeden neuen Bienenfreund.

Themenwoche "Stadt.Land.Wandel": Sebastian Klein, Bio-Imker in Fürken

WDR 4 08.11.2021 02:53 Min. Verfügbar bis 07.11.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Bienen statt Burnout

In einer Lebenskrise kommen glücklicherweise die Bienen in Sebastians Leben. Sie bewahren ihn vor einem Burnout und verändern sein Leben total.

Sebastian Klein in der Küche.

Seit rund zehn Jahren ist Sebastian jetzt schon Imker und diese Entscheidung hat er bisher noch keine Sekunde bereut. „Die Imkerei ist für mich eine total bereichernde Tätigkeit,“ schwärmt er.

Seit rund zehn Jahren ist Sebastian jetzt schon Imker und diese Entscheidung hat er bisher noch keine Sekunde bereut. „Die Imkerei ist für mich eine total bereichernde Tätigkeit,“ schwärmt er.

Bienen sind für Sebastian nicht nur Honiglieferanten, sondern sie helfen auch, den eigenen Fokus zu finden und das Bewusstsein für die Umwelt zu schärfen. Genau das möchte Sebastian auch seinen "Land & lecker"-Gästen vermitteln.

Einige der Bienenstöcke stehen auf seinem Hof, andere verteilt auf Solawi-Betrieben, Biolandhöfen und Streuobstwiesen in der Umgebung. Sebastians Bienen sind gefragt, denn Wildbienen werden immer seltener. Die Bienen helfen durch das Bestäuben von z.B. Apfelblüten mit, dass die Ernte ergiebiger ausfällt.

Regelmäßig kontrolliert Sebastian den Zustand seiner Bienenvölker. Sind die Waben ausreichend gefüllt, kann er den Honig ernten. Doch die Ernte fällt immer magerer aus. Besorgniserregend, findet Sebastian. Für ihn ist das eine spürbare Folge des Klimawandels.

Für 15 Kilo Honig muss ein Bienenvolk rund eine Million Mal ausfliegen! Um an den kostbaren Honig zu gelangen, werden die Waben zuerst von der schützenden Wachsschicht befreit und dann in eine Honigschleuder gespannt und geschleudert. Der herausfließende Honig wird in einem Behälter aufgefangen und noch mehrfach geklärt.

Der Imker lebt in einem alten Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert. Auf dem 2500 Quadratmeter großen Grundstück gibt es immer etwas zu tun.
Sebastian hat unter anderem einen Sinnesgarten mit unterschiedlichen Kräutern und Duftpflanzen angelegt. Dort erklärt er unter anderem Schulklassen die verschiedenen Pflanzen und die Aufgabe der Bienen in der Natur.

Hilfe beim Kochen bekommt Sebastian von seiner guten Freundin Sophie. Das Menü haben sie nicht probegekocht - es muss also alles beim ersten Versuch klappen.

Die Dekoration der Dinnertafel übernehmen Sebastians Mutter Ellie und Tochter Mathilda. Wild, natürlich und bunt soll es auf dem Tisch sein. Und natürlich zeigt auch die Deko die Bienen-Leidenschaft des Imkers.

Stadt.Land.Wandel: Bauernhof-WG in Ostwestfalen-Lippe

Anja Pötting auf einer Blumenwiese.

Im ostwestfälischen Scharmede, einem kleinen Ort zwischen Salzkotten und Paderborn, lebt die Erlebnispädagogin Anja Pötting. Zusammen mit ihrer Familie und einer großen Hofgemeinschaft bewirtschaftet sie den Vauß-Hof.

Dabei liegen ihr Ökolandbau, Erhalt seltener Obstsorten, Weidehaltung mit alten Nutztierrassen und ihre solidarische Landwirtschaftsgemeinschaft besonders am Herzen. In Anja Pöttings Hofladen findet man eigene Produkte des Vauß-Hofs sowie Produkte von Künstlern und Landwirten, die ihre Idee teilen.

Themenwoche "Stadt.Land.Wandel": Anja Pötting, Erlebnispädagogin aus Scharmede

WDR 4 09.11.2021 02:47 Min. Verfügbar bis 07.11.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Der Mitmach-Bauernhof

Der Vauß-Hof ist ein Bauernhof zum Anfassen und seit 2000 das zu Hause von Anja Pötting und ihrem Mann Marius. Gemeinsam haben sie vier Kinder. Das Paar lebt hier im Einklang mit der Natur, zusammen mit vielen anderen Menschen und mit immer wieder neuen Projekten. Von hier wollen sie nie wieder weg!

Anja Pötting und ihr Mann Marius auf der Kuhweide.

Das Projekt Bauernhof haben sie mit nur drei Rindern begonnen. Der Plan: langsam anfangen und langsam wachsen. Mittlerweile ist die Herde 100 Tiere groß und besteht ausschließlich aus alten Nutztierrassen wie Charolais, Limousin und Angus Rindern.

Das Projekt Bauernhof haben sie mit nur drei Rindern begonnen. Der Plan: langsam anfangen und langsam wachsen. Mittlerweile ist die Herde 100 Tiere groß und besteht ausschließlich aus alten Nutztierrassen wie Charolais, Limousin und Angus Rindern.

Auf den Feldern und in den Gewächshäusern wächst nur Bio-Gemüse. Vor ein paar Jahren haben Anja und Marius eine Solidarische Landwirtschaft gegründet: Menschen aus der Umgebung kaufen Anteile, helfen bei der Bewirtschaftung der Gemüseflächen und werden dann - je nach Saison und Ertrag - mit regionalen, ökologischen und nachhaltigen Produkten versorgt.

Der Hauptteil der täglichen landwirtschaftlichen Arbeit wird natürlich vom Team auf dem Vauß-Hof und auch von Anja gestemmt. Aber die Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft helfen auch mit und teilen sich mit den Landwirten auch die Verantwortung, Kosten und Erträge.

Mehr als 30 verschiedenen Pflanzen- und Gemüsesorten wachsen auf den großen Feldern und in den Gewächshäusern. Und das alles unter rein biologischen Bedingungen.

Ein paar "glückliche" Hühner gehören natürlich auch mit dazu. Die haben viel Platz im Freien und ihre Eier können sie in gemütlichen Ställen legen.

Für das Land und lecker-Menü schöpft Anja aus dem Vollen - das Gemüse und auch das Fleisch kommt natürlich vom eigenen Hof. Beim Kochen ist Anja gerne flexibel und kreativ: den typisch westfälischen Potthast bereitet sie so in der Tajine, einem nordafrikanischen Schmorgefäß, zu.

Stadt.Land.Wandel: Biohof Jacobi in der Warburger Börde

Kate Jacobi im Schweinestall.

Kate ist 30 und hat vor einigen Jahren den Hof der Schwiegereltern übernommen. Dafür – und für ihren Mann Julius – ist sie von der Großstadt aufs Land gezogen: in das kleine Dorf Körbecke in der Warburger Börde.  

Ein Job in einer coolen Agentur und das am liebsten in einer hippen Metropole. So sah der ursprüngliche Plan der gelernten Mediengestalterin aus. Doch dann verliebte Kate sich. Und ihr Traummann war nun einmal Landwirt ...

Nun heißt es statt Großstadt also Körbecke-Borgentreich. Dort managt sie mit ihrem Mann Julius den Biohof Jacobi, den sie vor zwei Jahren übernommen hat. Ihr Schwiegervater Josef Jacobi war in den 80er Jahren einer der Bio-Pioniere in der Warburger Börde. Diese Leidenschaft für Naturschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit haben auch Kate und Julius. Einen modernen, nachhaltigen Betrieb zu führen, hinter dem sie mit ganzem Herzen stehen können – das ist dem Paar sehr wichtig.

Der Biohof ist spezialisiert auf Saatgutvermehrung und Milchviehhaltung. Die Milch der Kühe wird dann in der hofeigenen Käserei zu regionalen Spezialitäten verarbeitet, und das schon seit mehr als 40 Jahren.

Themenwoche "Stadt.Land.Wandel": Kate Jacobi, Landwirtin in Körbecke

WDR 4 10.11.2021 03:10 Min. Verfügbar bis 07.11.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Biohof mit Tradition in jungen Händen

Im äußersten Südwesten von NRW, nahe der hessischen Grenze im Kreis Höxter, liegt der Biohof von Familie Jacobi. Hier lebt Kate mit ihrem Mann Julius, Sohn Joost und ihren Schwiegereltern.

Kate Jacobi mit mann Julius auf der Kuhweide.

Seit 13 Generationen ist der Hof bereits in Familienbesitz. Im Juli 2019 haben Kate und Julius geheiratet und kurz darauf auch den Hof von Julius Eltern übernommen. Die beiden haben viele Pläne, wie sie den Betrieb noch nachhaltiger und die Tierhaltung noch artgerechter gestalten können.

Seit 13 Generationen ist der Hof bereits in Familienbesitz. Im Juli 2019 haben Kate und Julius geheiratet und kurz darauf auch den Hof von Julius Eltern übernommen. Die beiden haben viele Pläne, wie sie den Betrieb noch nachhaltiger und die Tierhaltung noch artgerechter gestalten können.

Denn genau das ist ihr Ziel: regionale Produkte in Bioqualität zu produzieren und den Tieren ein glückliches Leben zu ermöglichen. Kates neuestes Projekt: der Kälberstall. Die Jungtiere werden jetzt von einer Ammenkuh aufgezogen. Und die männlichen Kälber werden nicht mehr an Tierhändler verkauft, sondern bleiben auf dem Hof.

Auf dem Hof leben rund fünfzig Milchkühe – in einem Offenstall mit viel Platz und Auslauf. Die Tiere können selbst entscheiden, ob sie lieber draußen auf der Weide, oder drinnen im Stall sein möchten. Jede Kuh kann so ihrem eigenen Rhythmus folgen. Die Milchkühe entscheiden auch selbst, wann sie gemolken werden.

Zum Hof gehört auch eine Käserei. Die ist das Reich von Kates Schwiegermutter Heike. Über 15 verschiedene Käsesorten werden hier regelmäßig hergestellt: vom Schnittkäse über Frisch- und Weichkäse, bis hin zu Käse aus Schafsmilch. Einen ganzen Liter Milch braucht es, um 100 Gramm Käse zu produzieren.

Die Molke, die beim Käsen übrigbleibt, wird an die Schweine verfüttert. So wird nichts weggeworfen und den Tieren schmeckt's. Auch die Schweine werden natürlich artgerecht gehalten – in einem großen, offenen Stall mit täglich frischem Stroh zum Wühlen.

Jeden Morgen und jeden Mittag essen alle zusammen: Kate und Julius, die Praktikanten, die Eltern, die Angestellten. Und Kate kocht für sie alle. Beim gemeinsamen Essen spricht das Team auch über die anstehenden Arbeiten und über neue Ideen und Strategien.

Ein weiteres Standbein auf dem Biohof ist die Saatgutvermehrung. Julius Vater Josef hat damit in den achtziger Jahren begonnen und Standards gesetzt. Bis zu 40 verschiedene Sorten Getreide werden von den Jacobis angebaut, vermehrt und dann als Saatgut verkauft. Auch das in Bio-Qualität.

Früher hat sie sich ein Leben in der Großstadt gewünscht, heute ist Kate auf dem Land ganz angekommen: „An dem Leben hier liebe ich die Freiheit, kein Tag ist wie der andere. Ich kann mir kein anderes Leben mehr vorstellen.“

Stadt.Land.Wandel: Neuhollandshof in Wesel

Leslie Clostermann kontrolliert enen Apfelbaum.

Leslie Clostermann zog vom Dorf in die Großstadt Hamburg, um dort Modedesign zu studieren. Inzwischen ist sie wieder auf den Hof der Eltern zurückgekehrt – und hat es nicht bereut.

Auf dem Neuhollandshof in Wesel baut die Familie auf einer Fläche von rund 20 Fußballfeldern Äpfel an – biodynamisch und im Einklang mit der Natur. Daraus stellen die Clostermanns Apfelspezialitäten wie das rheinische Apfelkraut oder alkoholfreien Sekt her.

Themenwoche "Stadt.Land.Wandel": Leslie Clostermann, Neuhollandshof in Wesel

WDR 4 11.11.2021 02:17 Min. Verfügbar bis 11.11.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Äpfel oder Mode?

Während ihres Mode- und Designmanagement-Studiums ist Leslie klar geworden, dass sie in den elterlichen Betrieb einsteigen will. Ihre Eltern freut's.

Leslie Clostermann mit ihren Eltern, Thea und Rolf.

Vater Rolf ist noch immer Obstbauer aus Leidenschaft. Und Mutter Thea organisiert Events auf dem Hof. Mit Leslie ist nunmehr die fünfte Generation am Start.

Vater Rolf ist noch immer Obstbauer aus Leidenschaft. Und Mutter Thea organisiert Events auf dem Hof. Mit Leslie ist nunmehr die fünfte Generation am Start.

Leslie kümmert sich hauptsächlich um den Vertrieb. Außerdem entwickelt sie die Produktpalette ständig weiter. Am Herzen liegen ihr dabei vor allem die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Aber auch in den Obstplantagen ist Leslie regelmäßig zu finden...

Im Frühsommer müssen zum Beispiel die Bäume ausgedünnt werden. Das ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen auf der Obstplantage. Wenn die Apfelbäume blühen, müssen die überschüssigen Äste entfernt werden, damit der Obstbaum später nur so viele Früchte trägt, wie er verkraftet.  

Auf 20 ha wachsen hier rund 30 verschiedene Apfelsorten und auf einem halben Hektar zusätzlich fünf Sorten Birnen. Rund 250 Tonnen Äpfel erntet die Familie pro Jahr. Das Obst wird dann zu einer breiten Palette an Produkten und Spezialitäten verarbeitet.

Leslies Mutter Thea hat bereits 2010 Jahren bei „Land und Lecker“ mitgekocht - heute wird sie ihre Tochter in der Küche unterstützen. Natürlich werden auch die Äpfel vom eigenen Hof eine große Rolle in ihrem Menü spielen.

Tochter und Mutter werden in der Küche gemeinsam alles geben, und hoffen die Jubiläums-Gäste überzeugen zu können.

Mit einer Bruschetta-Variation, einem fruchtig-frischen Risotto und einer Apfel-Mousse hat Leslie jedenfalls ein vielfältiges Menü zusammengestellt.