WDR 4 Land & lecker

Schriftzug "Land und Lecker" und sechs Landfrauen und -männer auf und vor einem Heuwagen

WDR 4 Land & lecker

"Land & lecker" im WDR Fernsehen – hier treffen sich Landfrauen und -männer, die sich gegenseitig besuchen und bekochen. WDR 4 ist dabei und begleitet die Bäuerinnen und Bauern.

Wir besuchen Landfrauen und -männer und zeigen, welche besonderen Betriebe und Ideen sie auf ihren Höfen in Nordrhein-Westfalen und in anderen Bundesländern verwirklicht haben. Und dann gibt es natürlich auch noch was zu essen und zu trinken – es heißt ja nicht umsonst "Land & lecker".

Hofkäserei Andres

Angela Andres im Ziegenstall.

Mit viel Herzblut betreiben Angela und Christoph Andres ihren kleinen Ziegenhof in der Nähe des Haltener Sees am Rande des Münsterlandes. Um 5.30 Uhr klingelt hier auf dem Hof der Wecker. Angela Andres arbeitet dann in der Hofkäserei, Ehemann Christoph außerdem noch in einer großen Molkerei. Denn: Eine Käsemanufaktur aufzubauen, ist gar nicht so einfach.

Land & lecker: Hofkäserei Andres

WDR 4 13.02.2021 02:15 Min. Verfügbar bis 13.02.2022 WDR 4 Von Angelika Gördes-Giesen


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Da gibt es nix zu meckern

Mit viel Herzblut betreiben Angela und Christoph ihren kleinen Ziegenhof.
"Wie wir das machen, wie unsere Tiere leben und wie vor allem unser Käse schmeckt, das möchte ich den Landfrauen gerne zeigen," freut sich Angela.

Angela Andres und ihr Mann Christoph.

Früher wurden auf dem Hof Schweine gehalten, die Umstellung auf "Ziege" erfolgte nach und nach. Ein durchaus riskantes Unterfangen, denn Ziegen-Käse oder Fleisch waren damals noch exotische Nischenprodukte. Doch die Andres haben es nicht bereut, denn sie sind mit ganzer Leidenschaft Ziegen-Fans.

Früher wurden auf dem Hof Schweine gehalten, die Umstellung auf "Ziege" erfolgte nach und nach. Ein durchaus riskantes Unterfangen, denn Ziegen-Käse oder Fleisch waren damals noch exotische Nischenprodukte. Doch die Andres haben es nicht bereut, denn sie sind mit ganzer Leidenschaft Ziegen-Fans.

Früher galt die Ziege als "Eisenbahnerkuh" - ein Nutztier für die weniger betuchte Bevölkerung, die sich keine Kuh leisten konnte. Heute gilt Fleisch und Käse von Ziegen als eine Delikatesse. Und als gesund, denn das feinfasrige Fleisch ist fett- und cholesterinarm und hat einen hohen Eiweißgehalt.

Morgens und abends werden die Ziegen gemolken. Jeden Tag produzieren sie rund 600 Liter Milch, die dann direkt auf dem Hof weiterverarbeitet werden.

Dafür ist immer Zeit: Die Kuscheleinheit macht allen Beteiligten sichtlich Freude.

Neben den Ziegen gibt es auf dem Hof auch noch ein paar Hühner, Gänse und Rinder. Auch die wollen natürlich gut versorgt werden.

Für das "Land und Lecker"-Menü will Angela so viele Produkte wie möglich vom eigenen Hof verwenden. So wird also auch der kleine Gemüsegarten geplündert ...

Petra Borrmann von der Alpaka-Zucht in Windeck

Alpaka-Fütterung auf Weide

Petra Borrmann lebt mit ihrem Mann in Windeck im Bergischen Land und betreibt dort ihre eigene Alpaka-Zucht. Auf der Zuchtfarm werden Interessierte in die Tierwelt der Alpakas eingeführt und können bei Wanderungen mit den Tieren entspannen und entschleunigen. 

Regendusche für Alpakas

2003 verliebte sich Petra Borrmann in die hübschen Tiere und wurde Hobby-Landwirtin im idyllischen Windecker Ländchen. Mittlerweile gehört ihr Hof zu einem der erfolgreichsten Alpakazuchtbetrieben Deutschlands.

Petra Borrmann von der Alpaka-Zucht in Windeck

WDR 4 08.05.2021 02:06 Min. Verfügbar bis 08.05.2022 WDR 4


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Zu Gast bei Petra Borrmann

Mit einem tiefen Blick in die großen Augen eines Alpakas fing 2003 alles an! Petra verliebte sich in die hübschen flauschigen Tiere, begann zu züchten und verwirklichte so gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang ihren Lebenstraum.

Zwei Alpakas schauen in die Kamera

Züchten aus Leidenschaft ist Petras Devise! Ihr Hof gehört zu einem der erfolgreichsten Alpakazuchtbetrieben Deutschlands. Bei Hof-Führungen klärt Petra über die Geschichte der Alpaka-Zucht auf.

Züchten aus Leidenschaft ist Petras Devise! Ihr Hof gehört zu einem der erfolgreichsten Alpakazuchtbetrieben Deutschlands. Bei Hof-Führungen klärt Petra über die Geschichte der Alpaka-Zucht auf.

Schmusen geht immer! Jeden Tag verbringt Petra mehrere Stunden mit ihren Alpakas - besonders, wenn niedliche Baby-Alpakas zur Welt kommen. Bis zu 20 Jahre werden diese hübschen Tiere alt.

Jeden Tag werden die Fellnasen auf die kräuterreichen Weiden getrieben. Doch Wiesengras reicht alleine nicht aus. Alpakas sind Wiederkäuer und benötigen zusätzlich Mineralfutter.

Auf sieben Hektar Weidefläche toben die Tiere tagein tagaus. Im Sommer werden sie täglich abgeduscht.

"Das war eine verrückte Idee meiner Frau, aber wir haben keinen Tag bereut", schmunzelt Wolfgang Borrmann. Heute lebt die Familie mit rund 70 Alpakas im idyllischen Windecker Ländchen. Dort bauten sie einen alten Hof wieder auf und brachten die Stallungen auf Vordermann.

"Hofkind" Annkatrin ist für Petra wie eine zweite Tochter. Sie hilft fast täglich bei der Alpaka-Pflege und kocht auch mittags für alle Mann.

Alina Schmittgen und Philipp Maaßen vom Bauernhof Maaßen in Kirchhellen

Alina und Philipp Schmittgen auf dem Feld.

Alina Schmittgen und Philipp Maaßen betreiben am Rande des Ruhrgebiets, in Kirchhellen, einen großen Bauernhof mit 250 Hühnern und einer großen Landwirtschaft mit Kartoffeln, Zwiebeln und sehr vielen Obstsorten. Für Alina ist das ihr Traumberuf.

Alina Schmittgen

Auf dem Maaßen-Bauernhof wird Familie groß geschrieben, seit 100 Jahren ist er ein Familienbetrieb. Und die Kinder Jannes, Frieda und Selina können sich keinen schöneren Spielplatz vorstellen. Im Moment sind die Kinder zwar noch alle sehr klein, aber die vierte Generation macht sich auf dem Bauernhof Maaßen schon mal warm.

Land & lecker: Alina Schmittgen und Philipp Maaßen aus Kirchhellen

WDR 4 24.04.2021 01:54 Min. Verfügbar bis 24.04.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Alina Schmittgen

Alina hat Philipp kennengelernt, als sie bei seiner Mutter auf dem Hof die Ausbildung zur Hauswirtschafterin gemacht hat. Und irgendwann hat es dann zwischen ihnen gefunkt. Beide ziehen an einem Strang, was die Neuerungen auf dem Hof angeht.

Alina und Philipp Schmittgen auf dem Feld.

Und auch bei der Arbeit packen beide nach Kräften mit an. Zwiebel sind neben Kartoffeln und Äpfeln eines ihrer Hauptprodukte auf dem Hof. Bis zu 4000 Tonnen produzieren sie im Jahr...

Und auch bei der Arbeit packen beide nach Kräften mit an. Zwiebel sind neben Kartoffeln und Äpfeln eines ihrer Hauptprodukte auf dem Hof. Bis zu 4000 Tonnen produzieren sie im Jahr...

Zwiebel gehören zu den gesündesten Gemüsesorten und können wegen ihrer Vitalstoffe bei vielerlei Beschwerden als Hausmittel eingesetzt werden. Aber Alina will ihren Gästen natürlich vor allem zeigen, dass Zwiebeln gut schmecken. Als Vorspeise bereitet sie aus ihnen herzhafte Törtchen zu.

Viel von ihrem Obst, den Kartoffeln und den Zwiebeln verkaufen sie an Großhändler weiter. Ein anderer Teil wandert frisch geerntet in den Hofladen - denn der Wunsch von vielen Kunden nach regionalen Produkten wächst stetig.

Neben der "normalen" Arbeit auf dem Hof steckt Alina viel Engagement in das "Schulobst-Projekt". Das ist ein Programm, das vom Land und der EU gefördert wird. Alina packt dazu frisches Obst und Gemüse in Tüten, die dann an Schulen weitergegeben werden. So können die Schüler immer etwas Frisches und Gesundes essen.

Das gute und gesunde Lebensmittel auch verdammt lecker sein können, davon ist Alina überzeugt, und das will sie auch mit ihrem "Land-und Lecker"-Menü beweisen. Die frisch geernteten Pflaumen haben ihren Einsatz in einem köstlichen Dessert...

An ihrem Menü hat Alina lange gefeilt und viel experimentiert. In der Küche wird ihr Freundin Natalie helfen, die auch Hauswirtschaft gelernt hat. Zusammen sind sie überzeugt, den Landfrauen ein tolles Menü anbieten zu können.

Süßer Höhepunkt ist der Pflaumencrumble mit einer kunstvollen Apfelrose - ob sie damit den Geschmack der Landfrauen trifft?

Ines und Jörg Neyer aus Tecklenburg

Jörg und Ines Neyer.

Der Windmühlenhof Neyer ist ein echter Familienbetrieb: Gleich drei Generationen leben und arbeiten dort. Ines Neyer kümmert sich um den Hofladen und die Schafe. Ihr Mann Jörg und Sohn Daniel sind wiederum geschickte Handwerker und bauen Hühner-Mobilheime aus recycelten Materialien. Besonderen Wert legt die Familie auf eine artgerechte Tierhaltung und den Schutz von Boden und Grundwasser.

Land & lecker: Ines und Jörg Neyer aus Tecklenburg

WDR 4 17.04.2021 02:38 Min. Verfügbar bis 17.04.2022 WDR 4 Von Angelika Gördes-Giesen


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Zu Gast bei Ines Neyer

Der Hof ist ein kleiner Biobetrieb mit Rindern, Hühnern und Schafen, die im Umland auf verschiedenen Wiesen und Weiden grasen.

Ines Neyer

Das Tierwohl steht für die ganze Familie an erster Stelle. Eine artgerechte Tierhaltung ist daher selbstverständlich, genauso wie die nachhaltige Erzeugung von Lebensmittel und dem schonenden Umgang mit der Natur. Bio total eben.

Das Tierwohl steht für die ganze Familie an erster Stelle. Eine artgerechte Tierhaltung ist daher selbstverständlich, genauso wie die nachhaltige Erzeugung von Lebensmittel und dem schonenden Umgang mit der Natur. Bio total eben.

Ines und Jörg haben den Familienbetrieb schnell auf Bio umgestellt. Das war nicht einfach, aber jetzt sagt Ines:"Ich bin richtig glücklich über unsere Produkte. Ich bilde mir ein, man schmeckt, dass es unseren Tieren ihr ganzes Leben lang gut ging."

Und das sieht man den Tieren auch an. Die Hühner haben einen mobilen Hühnerstall und viel Freilauffläche mit immer frischem Futter.

Um die zutraulichen Kühe kümmert sich hauptsächlich Jörg. Die Herde ist mit 20 - 30 Tieren eher klein. Aber die Neyers wollen nicht mehr Fleisch produzieren, als sie im eigenen Hofladen verkaufen können.

Der moderne Schafstall ist das Revier von Ines. Sie kümmert sich um die Aufzucht der Lämmer und das Wohlergehen der Muttertiere.

"Bio" bedeutet für die Neyers nicht nur, dass die Tiere ein möglichst artgerechtes Leben führen, sondern dass auch möglichst alle Teile des Tieres verwertet werden. Die Felle der Schafe schmücken daher am Dinnertag die Sitzbänke und sollen eine behagliche Atmosphäre schaffen.

In der Küche wird Ines von ihrem Sohn Daniel unterstützt. Die beiden kochen oft zusammen und sind daher ein eingespieltes Team. Vor allem auf das Fleisch der Lämmer ist die Familie besonders stolz. Denn durch das langsame Wachstum mit fast ausschließlicher Weidehaltung ist es besonders zart, mager und schmackhaft.

Als Hauptgang serviert Ines daher sowohl ein Lammkotelett und auch einen Lammburger. Dazu gibt es Grillgemüse - natürlich alles aus dem eigenen Garten.

Als Nachtisch gibt es einen Klassiker aus dem benachbarten Niedersachsen. Die "Welfenspeise" darf aber auch bei ihnen auf keiner Feier fehlen, erzählt Ines. Ein weiteres Highlight: Zitroneneis in Schäfchenform...

Elisabeth und Ludger Bremehr aus Verl

Elisabeth Bremehr streichelt ein Langhorn Rind.

Autofahrer in der Nähe von Verl sind schon mal verdutzt, wenn sie plötzlich Alpakas sehen. Sie tummeln sich auf den Weiden von Elisabeth und Ludger Bremehr. Direkt nebenan stehen Rinder auf der Wiese, aber nicht die klassischen Schwarz- oder Rotbunten, sondern die auffällig gemusterten Longhorn-Rinder, die über lange und spitze Hörner verfügen. Einer der Stars der Herde ist Bulle Tolstoi, der liebevoll von Ludger Bremehr gepflegt wird.

Land & lecker: Elisabeth und Ludger Bremehr aus Verl

WDR 4 10.04.2021 02:14 Min. Verfügbar bis 10.04.2022 WDR 4 Von Angelika Gördes-Giesen


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Zu Gast bei Elisabeth Bremehr

Die ganze Familie Bremehr - inklusive Lieblings-Langhorn Tolstoi - erwartet die Landfrauen zum Dinner auf ihrem Hof in der Nähe von Verl.

Luder und Elisabeth Bremehr, Longhorn Tolstoi und die beiden Söhne Lorenz und Alexander.

Als Elisabeth vor über zwanzig Jahren zu ihrem Ludger auf den Hof Bremehr gezogen ist, war die Entwicklung zum vielfältigen Tierparadies noch nicht abzusehen. Vieles hat sich aus Zufall und unternehmerischer Kreativität entwickelt. Die Begeisterung für Tiere haben die beiden auch an ihre Söhne Alexander und Lorenz weitergegeben, die sich beide schon stark auf dem Hof miteinbringen.

Als Elisabeth vor über zwanzig Jahren zu ihrem Ludger auf den Hof Bremehr gezogen ist, war die Entwicklung zum vielfältigen Tierparadies noch nicht abzusehen. Vieles hat sich aus Zufall und unternehmerischer Kreativität entwickelt. Die Begeisterung für Tiere haben die beiden auch an ihre Söhne Alexander und Lorenz weitergegeben, die sich beide schon stark auf dem Hof miteinbringen.

Die Elche, Rentiere, Alpakas, Wasserbüffel und vielen andere Wildtierarten leben hier als "Testesser" auf dem Hof. Denn die Bremehrs entwickeln verschiedenste Tierfutter. Und so wissen sie sehr schnell, ob das Futter den Tieren schmeckt und gut tut oder nicht.

Auch die verschiedensten Schafrassen gibt es auf dem Hof. Zum Beispiel die Border Leicester-Schafe mit ihren langen Hasenohren. Die Tiere stammen ursprünglich auch aus England - dem Lieblings-Reiseziel der Bremehrs.

Die Bentheimer Schweine sind in großen offenen Ställen untergebracht. Artgerechte Tierhaltung und eine möglichst stressfreie Schlachtung für die Vermarktung ausschließlich auf dem eigenen Hof ist der Familie sehr wichtig.

Die rund 50 britischen Longhorn-Rinder leben bei den Bremehrs in kleinen Herden auf naturbelassenen Weiden. Durch das langsame Wachstum und die natürliche, ganzjährige Weidehaltung produzieren die Tiere ein besonders zartes, saftiges und aromatisches Fleisch. "Und geschmacklich ist es auch viel besser. Außerdem ist es reich an Omega-3-Fettsäuren", erklärt Sohn Lorenz.

Während die Damen den Hof erkunden, ist Elisabeth konzentriert bei der Küchenarbeit. Da sie stressige Tage gewöhnt ist, bleibt sie bei der Vorbereitung zum Dinner ziemlich entspannt.

Sie traut sich sogar eine Nachspeise anzubieten, die bei den Herren des Hauses keinen großen Anklang gefunden hat: Himbeer-Hirse-Dessert mit Joghurt. Eine Neuerfindung, weil Elisabeth ein Hirse-Fan ist. "Ich wirklich gespannt, wie den Damen das Dessert schmecken wird.“

Bauerngut Schiefelbusch

Helga Trimborn im Hühnerstall.

Helga Trimborn ist eine leidenschaftliche Bäuerin und kümmert sich mit Hingabe um ihre Schweine, Milchkühe, Rinder, Hühner, Gänse und Puten. Angefangen hat alles vor vielen Jahren in einer Garage. Damals zogen Helga und ihr Mann vier kleine Kinder groß und verkauften die eigenen Produkte im Garagenladen. Mittlerweile umfassen der Hofladen, der Hof und die dazugehörigen Acker-, Wiesen- und Waldfelder eine Fläche von rund 220 Fußballfeldern. Neben Kartoffeln und Erdbeeren liebt Helga ihren Spargel. Den isst sie am liebsten frisch gestochen, roh und noch auf dem Feld.

Land & lecker: Bauerngut Schiefelbusch

WDR 4 03.04.2021 01:54 Min. Verfügbar bis 03.04.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Helga Trimborn

Vor den Toren Kölns und doch in idylischer Lage: Helga Trimborn freut sich, den Landfrauen ihren Hof zu zeigen...

Helga Trimborn steht in einem Feld

Bauerngut Schiefelbusch ist ein moderner Betrieb, der auf nachhaltige und artgerechte Landwirtschaft setzt. Das heißt auch: das Futter für die Tiere selbst anzubauen. So gehören zum Hof große Felder, auf dem alles für die hungrigen Mäuler wächst...

Bauerngut Schiefelbusch ist ein moderner Betrieb, der auf nachhaltige und artgerechte Landwirtschaft setzt. Das heißt auch: das Futter für die Tiere selbst anzubauen. So gehören zum Hof große Felder, auf dem alles für die hungrigen Mäuler wächst...

Die Trimborns halten Rinder und auch Milchkühe. Alle Tiere auf dem Hof werden artgerecht gehalten und können sogar von Besuchern gestreichelt und gefüttert werden. Eine Besonderheit auf dem Hof ist auch die offene Metzgerei, in die man vom Laden aus schauen kann. Transparenz wird hier wirklich gelebt!

Die Eier ihrer Hühner wird Helga für das Dessert verwenden. Die Hühner leben in Bodenhaltung mit einem großzügigen überdachten Auslauf. Außerdem werden die Tiere in "Familiennestern" gehalten. Diese begrenzte Gruppengröße je Stall sorgt für weniger Stress bei den Hühnern als in der konventionellen Massentierhaltung.

Auch die Schweine –eine alte robuste Landrasse – haben einen Stall und ein Freigehege. Maximal 75 Tiere sind immer auf dem Hof. Das Fleisch für den Schweinebraten, der am Abend auf den Tisch soll, kann sich Helga ganz praktisch in der hofeigenen Metzgerei holen.

Neben Kartoffeln, Erdbeeren und Blumen zum Selbstpflücken ist der Anbau von Spargel einer der Schwerpunkte auf dem Hof. In dieser Region ist das eigentlich nicht üblich. Normalerweise wird Spargel auf leichtem Boden, wie Sandboden, angebaut, weil man ihn dann besser ernten kann. Hier aber ist der Boden schwer - dafür allerdings auch mineralstoffreicher, was auch den Geschmack des Spargels kräftiger werden lässt.

Direkt vor dem Hof legt Familie Trimborn jedes Jahr ein Maislabyrinth an. Immer wieder konzipieren sie das Labyrinth neu – zeichnen Irrwege auf Papier und säen dann entsprechend den Mais. Mal wieder eine der kreativen Ideen der Trimborns, um Besucher glücklich zu machen. Und auch für die Landfrauen soll der „Irrgarten“ ein tolles Erlebnis werden.

Während die Damen durch das Maislabyrinth irren, bereitet Helga in der Küche das Dinner zu. Als Hauptgang serviert sie einen "Lummerbraten". Das Fleisch räuchert sie mit Buchenholzspänen, was ihm einen ganz speziellen Geschmack verleihen wird. Ob das den Landfrauen mundet?

Lisa und Kalle Anschütz aus Windeck

Lisa Anschütz rupft Jakobskreuzkraut.

Im Windecker Ländchen im Siegtal haben Lisa und Kalle Anschütz einen Arche-Hof. Arche-Höfe gibt es nur knapp 100 Mal in Deutschland. Das Konzept dieser Höfe ist es, vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen zu züchten und zu erhalten – wie zum Beispiel die kurzbeinigen "Krüper"-Hühner.

Land & lecker: Lisa und Kalle Anschütz aus Windeck

WDR 4 27.03.2021 01:27 Min. Verfügbar bis 27.03.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Lisa Anschütz

Die zweite "Land und Lecker"- Fahrt bringt die Landfrauen in den südlichsten Zipfel von NRW. Hier in Windeck werden sie von Lisa und ihrem Mann "Kalle" bereits erwartet...

Lisa Anschütz und ihr mann Karl-Josef Groß.

Das Paar führt keinen gewöhnlichen Bauernhof, sondern einen Arche-Hof, mit alten und seltenen Nutztierrassen. Mit viel Leidenschaft setzen sich Lisa und Karl für diese Art der Landwirtschaft ein. Möglich ist dies nur, da sie beide noch anderen Jobs nachgehen: Lisa als Hauswirtschaftslehrerin in einer Schule und Karl bei der Deutschen Bahn. Der Nebenerwerbsbetrieb bedeutet eine ganz schöne Doppelbelastung, doch beide sind mit ihrem arbeitsreichen, aber naturnahen Leben zufrieden.

Das Paar führt keinen gewöhnlichen Bauernhof, sondern einen Arche-Hof, mit alten und seltenen Nutztierrassen. Mit viel Leidenschaft setzen sich Lisa und Karl für diese Art der Landwirtschaft ein. Möglich ist dies nur, da sie beide noch anderen Jobs nachgehen: Lisa als Hauswirtschaftslehrerin in einer Schule und Karl bei der Deutschen Bahn. Der Nebenerwerbsbetrieb bedeutet eine ganz schöne Doppelbelastung, doch beide sind mit ihrem arbeitsreichen, aber naturnahen Leben zufrieden.

Die Glanrinder auf Hof Windeck sind eine seltene Rinderrasse, die ursprünglich auch aus dieser Region stammt. Sie kommen hervorragend auf den steinigen und steilen Hängen zurecht, und sind auch mit dem Futter zufrieden, dass der magere Boden hergibt. Die Mutter-Kuh-Herde lebt überwiegend draußen und wird nur mit hofeigenem Futter ernährt. Das gehört unter anderem zu den Bedingungen, um als Arche-Hof anerkannt zu werden.

Außerdem gibt es hier noch die vom Aussterben bedrohten Krüper-Hühner. Das war einmal eine typische Hühner-Rasse im Bergischen Land. Heute gibt es nur noch ein paar Hundert von ihnen. Sie legen weniger Eier als andere Rassen, und lohnen sich daher für viele Bauern nicht. Kennzeichen sind die kurzen Beine - auch der ansonsten stolze Hahn ist etwas "tiefergelegt".

Auch die Schafe auf dem Hof sind eine ganz alte Rasse: Die Bentheimer Landschafe kommen ursprünglich aus der Region Bentheim im südwestlichen Niedersachsen. Aber auch bei uns in NRW fühlen sie sich sehr wohl. In den 70er Jahren gab es in ganz Deutschland nur noch 50 Tiere! Lisa und Karl züchten und schlachten die Tiere nicht nur. Sie versuchen wirklich alles zu verwerten. So spinnt Lisa auch die Wolle der Schafe selbst und strickt daraus Pullunder. Viel Arbeit, aber für ihre Mode mit Seltenheitswert ist sie sogar schon mit einem Preis ausgezeichnet worden.

Zum Hof gehört auch eine ganz besondere Blumenwiese. Sie ist Teil eines Naturschutzprogramms und außerdem ein Überlebensraum für noch viel mehr Tiere wie Insekten, Käfer und Vögel. Allerdings wachsen hier auch giftige Pflanzen, wie das Jakobskreuzkraut...

Das rupft Lisa dann Pflanze für Pflanze aus, denn wenn die Tiere zu viel davon fressen würden, könnte das zu einer schleichenden Vergiftung führen. Auch Lisa muss bei der Arbeit Handschuhe tragen, denn das Gift kann über die Haut in den Körper gelangen und sich in der Leber einlagern.

In der Küche ist Lisa eigentlich sehr entspannt - schließlich kocht sie gut, gerne und oft. Eine gewisse Anspannung sei aber doch da, gibt sie lachend zu. Ein Dinner für sechs Personen, bei dem alles pünktlich auf dem Tisch stehen soll, koche sie dann doch nicht so oft.

Ihre Schwester Ike hilft ihr bei den Vorbereitungen und ist auch die erste, die das Essen kosten darf. Ihre Wertung: lecker!

Lisa hat bewusst Rinderzunge und Rinderbäckchen für ihr Menü ausgewählt. Sie will zeigen, dass man auch aus nicht so „edlen“ Fleischstücken lecker kochen kann. Ob das rustikale Essen bei den Landfrauen ankommt?

Birgit und Christof Backhaus aus Hückeswagen

Stallarbeit bei Buckhurst Duke of Nengreaves

Im Oberbergischen züchtet Birgit Backhaus mit ihrem Mann Christof seit rund zehn Jahren ihre "Shire Horses". Die im Volksmund auch "Gentle Giants" – "sanfte Riesen" genannten englischen Kaltblüter sind die größte Pferderasse der Welt. Die passionierte Hobby-Köchin liebt die englische Küche und will beim "Land und Lecker"-Menü mit einem Mix aus regionaler Küche und "English Kitchen" die Landfrauen begeistern.

Land & lecker: Birgit und Christof Backhaus aus Hückeswagen

WDR 4 20.03.2021 02:27 Min. Verfügbar bis 20.03.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Birgit Backhaus

Die zweite Fahrt im "Land und Lecker" Bus bringt die Landfrauen zu der größten Pferderasse der Welt… bei Birgit leben sie im Offenstall.

Birgit mit Fohlen Herkules Mistress

Ganz schön imposant! Auch Fohlen Herkules Mistress hat schon eine gigantische Statur. Der Größe entsprechend bringt ein Shire Horse auch ein beachtliches Gewicht auf die Waage: Um die 1.000 Kilogramm sind üblich.

Ganz schön imposant! Auch Fohlen Herkules Mistress hat schon eine gigantische Statur. Der Größe entsprechend bringt ein Shire Horse auch ein beachtliches Gewicht auf die Waage: Um die 1.000 Kilogramm sind üblich.

Shire Horses haben es Birgit angetan. Wegen ihrer sehr menschenbezogenen Art und ihrem freundlichen Wesen werden die Riesenpferde auch „Gentle Giants“ genannt.

Mit Deckhengst Buckhurst Duke of Nangreaves hat die Hobbyzucht vor fast zehn Jahren angefangen.

Shire Horses können auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie wurden früher als Ritterpferde und in der Landwirtschaft eingesetzt. Groß, stark, aber auch schnell und wendig. Aber in den 60iger Jahren wären die Shire Horses beinah ausgestorben. Auch ein Grund, warum Christof und Birgit sich der Zucht gewidmet haben.

Birgit und Christof arbeiten rund um die Uhr an ihrem Traum: Morgens um 4.45 Uhr ist ihre Nacht vorbei. Nur so bekommen die beiden Arbeit und Landleben unter einen Hut. Immer mit dabei ist Falli, der Deutsche Großspitz und Hütehund Murhy, ein Maremmano, das ist eine alte Schäferhundrasse.

40 Hühner unterschiedlicher Rasse und Wachteln leben auf dem Hof und schenken der Familie und den Nachbarn regelmäßig bunte Eier.   

Stallarbeit ist Erholung und Entspannung. Landfrau Birgit kümmert sich jeden Nachmittag um Tiere und Hof.

Kochen ist Birgits zweite große Leidenschaft. Besonders ungewöhnliche Gericht haben es ihr angetan. Auf Pulled Pork und Cookie Dough, das ist halb gebackenen Keksteig, können sich die Landfrauen freuen. Regionale Küche meets „english kitchen“!

Die Wupper-Talsperre ist eine Brauchwassertalsperre und liegt zwischen den Städten Remscheid, Radevormwald und Hückeswagen. Hier gibt es viele Freizeitmöglichkeiten z.B. zahlreiche Wanderwege, Rastplätze und Bootsverleih.

Victoria Schubert-Rapp Kulinarische Schätze aus dem Blauen Land

Victoria Schubert-Rapp trägt Bierkasten

Nicht nur NRW ist bekannt für seine Biere, auch in Bayern gibt es noch viele kleine regionale Brauereien wie z. B. in Murnau. Victoria Schubert-Rapp ist voller Überzeugung in den Familienbetrieb eingestiegen, obwohl sie ursprünglich Lehrerin werden wollte. Die Tradition der 100 Jahre alten Familienbrauerei ist ihr wichtig, aber gleichzeitig hat die Brauerin viele neue Ideen, um den Bier-Geschmack junger Leute zu treffen. Nur die Grundzutaten bleiben stets die gleichen.

Land & lecker: Victoria Schubert-Rapp – Kulinarische Schätze aus dem Blauen Land

WDR 4 15.03.2021 01:53 Min. Verfügbar bis 15.03.2022 WDR 4 Von Gördes-Giesen, Angelika


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Traditionelles Familienwissen und ein altes Brauhandwerk

Victoria Schubert-Rapp ist leidenschaftliche Brauerin und Bier-Sommelière und fühlt sich in gleichen Teilen der Tradition und Innovation verpflichtet.

Victoria Schubert-Rapp kontroliert Bierfarbe

Hopfen, Malz, Wasser und Hefe - nur vier Zutaten braucht es für ein Bier und doch ergeben sich daraus fast unendlich viele gestalterische Möglichkeiten beim Brauen. Der Hopfen ist das sogenannte Gold der Brauer. Er liefert das besondere Aroma und die gewünschte Bitternote. Täglich kontrolliert Victoria ihre Arbeit.

Hopfen, Malz, Wasser und Hefe - nur vier Zutaten braucht es für ein Bier und doch ergeben sich daraus fast unendlich viele gestalterische Möglichkeiten beim Brauen. Der Hopfen ist das sogenannte Gold der Brauer. Er liefert das besondere Aroma und die gewünschte Bitternote. Täglich kontrolliert Victoria ihre Arbeit.

Victorias Hopfen wächst in den Hopfengärten in der Hallertau – das ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und Bayerns Hopfen-Schatzkammer. Die Qualität ist abhängig vom Klima und anderen natürlichen Faktoren.

Victoria ist fasziniert vom Hopfen. Neben der traditionellen Braukunst kreiert sie gerne neue Brau-Kreationen. Die Brauerin nutzt überlieferte Tricks, die sie von ihrem Papa hat - solche, wie sie schon vor hunderten von Jahren angewendet wurden.

Mitten im historischer Ortskern von Murnau, eingebettet im Alpenvorland und am Staffelsee, liegt die Brauerei von Victoria und ihrer Familie. Ursprünglich hat sie Englisch und Sport auf Lehramt studiert. Doch eines Tages überraschte Victoria ihren Vater mit dem Wunsch, das Lehramtstudium an den Nagel zu hängen und die Brauerei zu übernehmen.

Von Kindesbeinen an ist Victoria in die Braukunst hineingewachsen, kennt alte Brauergeheimnisse und traditionelle Rezepte. Bis heute hat die Faszination nicht nachgelassen. Es bedeutet ihr viel, den Familienbetrieb weiter zu führen und mit ihren Eltern Seite an Seite zu arbeiten.

Mit einem Bier-Menü überrascht die kreative Bierbrauerin ihre Gäste. Dafür nutzt sie auch Treber - das ist ausgekochtes Malzschrot, das bei der Bier-Produktion übrigbleibt. Daraus backt sie ein traditionelles Trebernbrot.

Von Victorias Heimat können die Landfrauen auf die Zuspitzregion blicken. Bei gutem Wetter begreift man hier schnell, warum die expressionistische Künstlergruppe rund um Wassily Kandinsky und Gabriele Münter die Region vor gut 100 Jahren als „Blaues Land“ benannt hat. Der Name ist bis heute geblieben.

Stand: 14.05.2021, 13:42