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WDR 4 Land & lecker

Schriftzug "Land und Lecker" und sechs Landfrauen und -männer auf und vor einem Heuwagen

WDR 4 Land & lecker

"Land & lecker" im WDR Fernsehen – hier treffen sich Landfrauen und -männer, die sich gegenseitig besuchen und bekochen. WDR 4 ist dabei und begleitet die Bäuerinnen und Bauern.

Schönes aus Holz: Zu Besuch bei Barbara Hillejan

Gerade jetzt im Homeoffice wird wieder mehr gekocht und der Esstisch ist ein beliebter Familientreffpunkt. Es ist eben gemütlich – und praktisch, wenn neben dem Laptop auch mal schnell was gegessen werden kann.

Barbara Hillejan in der Werkstatt

Große, rustikale, urwüchsige Tische, aus alten Eichen gefertigt, sind derzeit der Renner auf dem Holzbauernhof von Barbara Hillejan in Ramsdorf nahe der niederländischen Grenze. In der Scheune, in der Remise oder auf dem Hofplatz: Überall trifft man hier auf Holz. Die in der Holzwerkstatt gefertigten Kunstobjekte und Möbel sind allesamt Unikate. Damit das so bleibt, setzt Barbara Hillejan auf nachhaltige Waldbewirtschaftung. Der Klimawandel und die trockenen Sommer hinterlassen schon Spuren.

Der Wald aber bietet auch etwas für die Küche. Alle Familienmitglieder sind Jäger – auch Barbara Hillejan: Sie liebt leckere Wildgerichte, besonders Rehrücken. Im Alltag sind ihr regionale Produkte sehr wichtig und so startete sie im vergangenen Jahr ein neues Projekt namens "Hofgeflüster". Beim Hofgeflüster-Markt auf ihrem Bauernhof werden alle zwei Wochen lokale Produkte angeboten. Fast alle Nachbarn sind mit dabei.

Land & lecker: Holzbäuerin Barbara Hillejan

WDR 4 16.01.2021 01:52 Min. Verfügbar bis 16.01.2022 WDR 4 Von Angelika Gördes-Giesen


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Zu Gast bei Barbara Hillejan

Im westlichen Münsterland, nahe der holländischen Grenze emfängt Barbara Hillejan die Landfrauen zum zweiten Dinnertag.

Barbara Hillejan mit ihrem Mann auf einem Holzstamm.

Die Hillejans sind Holzbauern aus Leidenschaft - zu ihrem Hof gehört ein 40 Hektar großer Wald.

Die Hillejans sind Holzbauern aus Leidenschaft - zu ihrem Hof gehört ein 40 Hektar großer Wald.

Hier im Wald stehen Bäume, die bereits von Georgs Opa angepflanzt worden sind.

Aus den Bäumen wird unter anderem Kaminholz.

Das Fällen der Bäume und Sägen des Holzes ist Georgs Job...

... Barbara hingegen ist für die dekorativen Dinge aus Holz zuständig.

Die anderen Landfrauen können sich über ein selbgemachtes Platzset aus Holz freuen - ein schönes Andenken an den Hof.

Der schöne Gräftenhof ist jetzt schon in der 18. Generation im Familienbesitz der Hillejans.

Alle in der Familie besitzen einen Jagdschein - so stammt das Rehfleisch für das Menü auch aus der eigenen Jagd.

Die Äpfel für Oma Theodoras berühmtes Apfelmus plückt Barbara auf der eigenen Obstwiese.

Und dann geht es ab in die Küche, das Menü vorbereiten...

Bauer Engels in Geseke

Christiane Engels mit Mann, Tochter udn Schwiegereltern

Christiane und Martin Engels aus Geseke halten auf ihrem Hof Schwäbisch-Hällische Landschweine – eine alte und seltene Rasse. Die Schweine dürfen selbst entscheiden, wann sie raus und wann sie wieder in den Stall hinein möchten. Und sie bekommen auch sehr besonderes Futter: Denn bei den Engels ist ausnahmslos alles bio.

Land & lecker: Bauer Engels in Geseke

WDR 4 16.10.2021 02:25 Min. Verfügbar bis 16.10.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Christiane Engels

Christiane und Martin Engels leben gerne auf dem Land: "Das Leben auf dem Land ist für uns eine große Bereicherung und spannende Herausforderung", sagt die Gastgeberin.

Christiane und Martin Engels schauen mit ihrem Hund nach ihren Kühen.

Christiane und ihr Mann Martin halten unter anderem Rinder.

Christiane und ihr Mann Martin halten unter anderem Rinder.

Die haben auf großen Weiden jede Menge Platz,...

...genauso wie die Schwäbisch-Hällischen Landschweine im neuen Offenstall.

Für die Aufzucht der Tiere ist Martin zuständig.

Christiane kümmert sich um alles rund um den Hofladen: Eier sammeln...

...Wurst herstellen...

...und die Ware einsortieren.

Drei Generationen leben auf dem Hof - und alle helfen mit. Zum Schlachten und Ernten kommen noch Freunde dazu und packen mit an.

Essen aus frischen und eigenen Zutaten zuzubereiten bereitet Christiane große Freude. Gerne kocht sie zusammen mit ihrer Schwiegermutter, die sie auch heute in der Küche unterstützt.

Forstmannshof in Lüdinghausen

Benedikt Böcker mit einer Kiste Himbeeren.

Auf dem Forstmannshof in Lüdinghausen produziert die Familie Böcker von Himbeeren über Weihnachtsbäume bis hin zu hausgemachtem Whiskey alles, was das Herz begehrt. Die Brüder Benedikt und Julius Böcker treten in die Fußstapfen ihrer Eltern und bringen dabei neues Wissen und neue Ideen ein. Diese werden jetzt mit alten Familientraditionen und den wertvollen Erfahrungen der Böckers gemischt.

Land & lecker: Forstmannshof in Lüdinghausen

WDR 4 27.09.2021 01:56 Min. Verfügbar bis 27.09.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Familie, Tradition und hochprozentige Ideen

Das Gut Forstmannshof existiert seit mehr als 200 Jahren und zählt zu einem der schönsten Höfe im Münsterland. Seit fünf Generationen ist er im Besitz der Familie Böcker.

Benedikt Böcker mit seiner Mutter Agnes.

Benedikt wird den Hof einmal komplett übernehmen, schon heute kümmert er sich um die Landwirtschaft und das Tagesgeschäft.

Benedikt wird den Hof einmal komplett übernehmen, schon heute kümmert er sich um die Landwirtschaft und das Tagesgeschäft.

Auf rund 50 Hektar Land gedeihen - neben Spargel - Erdbeeren und Himbeeren in vielen verschiedenen Sorten. Manche der Beeren pflanzen und ernten die Böckers im Freilandanbau. Das ist deutlich aufwändiger, doch die Beeren schmecken intensiver. Der andere Teil der sensiblen Beerenfrüchte steht in speziellen Gewächshäuser. Darin wachsen die Beeren wettergeschützt und ohne Zusatz von Pestiziden.

Die Ernte der empfindlichen Beeren ist reine Handarbeit - jede Beere wird einzeln mit der Hand gepflückt. Zur Erntezeit helfen alle mit. Zur Unterstützung werden aber auch Saisonarbeiter eingestellt, denn dann müssen rund tausenden Tonnen Beeren fast zeitgleich gepflügt werden.

Nach der Ernte müssen die Beeren schnellstmöglich ausgeliefert werden, damit sie noch im besten Zustand beim Verbraucher ankommen. Drei Tage Lagerung ist das Maximum. Die Böckers beliefern Supermärkte in der Umgebung oder verkaufen die Beeren im eigenen Hofladen. Manche der Früchte wandern aber auch in die Brennerei.

Auf dem Forstmannshof hat das Brennen eine lange Tradition: Seit 1848 existiert die Brennerei. Der Schnaps, der hier produziert wurde, wurde einst in die naheliegenden Zechen geliefert. Damals war die imposante Brennerei das wichtigste Standbein des Hofes. Im Laufe der Zeit verlor das Schnapsbrennen aber immer mehr an Relevanz. Lange war die schöne historische Brennerei daher stillgelegt und das Brennrecht ruhte.    

Schnaps, Liköre und Bitter werden auf dem Forstmannshof zwar immer noch hergestellt. Nur werden die Spirituosen nicht mehr selbst gebrannt, sondern der Grundalkohol zugekauft und dann veredelt. Die Brüder möchten künftig auch Whiskey produzieren und sogar die Gerste dafür selbst anbauen.

Inklusiver Bauernhof in Mechernich

Nicole Nassiry mit Yvonne, beide halten Ferkel auf dem Arm.

Auf ihrem Eifelhof in Mechernich bekommt Nicole Nassiry Unterstützung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Manche Klienten kümmern sich um die Tiere, andere helfen lieber in der Küche oder im eigenen Hofladen aus. Der "Eifelhofladen Sanden" ist mittlerweile weit über Mechernich hinaus bekannt.

Land & lecker: Inklusiver Bauernhof in Mechernich

WDR 4 20.09.2021 01:38 Min. Verfügbar bis 20.09.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Bauernhof mal anders

Nicole ist hier auf dem Bauernhof groß geworden und so in den Umgang mit Menschen im Betreuten Wohnen ganz natürlich hineingewachsen. „Ich bin ganz gespannt, ob meine Gäste so ein Konzept aus Inklusion und Landwirtschaft schon mal kennen gelernt haben.“

Nicole Nassiry

Die Erkrankungen der Bewohner:innen sind sehr unterschiedlich. Die Diagnose steht aber nicht im Fokus. Jeder Mensch wird hier nach seinen persönlichen Fähigkeiten und Interessen eingesetzt und gefördert.

Die Erkrankungen der Bewohner:innen sind sehr unterschiedlich. Die Diagnose steht aber nicht im Fokus. Jeder Mensch wird hier nach seinen persönlichen Fähigkeiten und Interessen eingesetzt und gefördert.

Tobias zum Beispiel hilft Nicole vor allem bei der Arbeit rund um den Hofladen: Regale einräumen, Kartoffeln wiegen, alles schön herrichten. Nach den Tieren auf dem Hof muss natürlich auch regelmäßig geschaut werden. „Tobi ist absolut meine rechte Hand, ohne ihn wäre ich aufgeschmissen,“ erzählt Nicole.

Yvonne ist die „Schweineflüsterin“ auf dem Hof. Vormittags hilft sie unter anderem beim Füttern der 200 Mastschweine und 20 Zuchtsauen. Die Arbeit mit den Tieren macht ihr Freude und gibt ihrem Tag eine Struktur.

Die Tiere auf dem Hof werden artgerecht gehalten - in großzügigen Offenställen oder auf der Weide. Und das Futter stammt komplett aus eigener Produktion.

Im eigenen Backhaus auf dem Hof wird jede Woche frisches Brot gebacken. Die Landwirtschaft gehörte schon immer zur Wohnanlage Sanden dazu. Zunächst diente sie nur dem Zweck der Selbstversorgung der Gemeinschaft und der Familie. Vor rund zehn Jahren entstand dann die Idee, zu expandieren und die Produkte vom Hof auch außerhalb des Wohnprojekts anzubieten.

Zum Hof gehören auch rund 50 Black Angus-Rinder, die ganzjährig draußen auf Weiden in der Umgebung leben. Nicoles Ehemann Kava hilft hier mit, wann immer er kann. Kava stammt gebürtig aus Afghanistan. Dass er einmal auf einem Bauernhof in der Eifel landen wird, hätte er nie gedacht.

Die Tiere bleiben von der Zucht über die Mast bis hin zur Verwertung auf dem Hof. Das Fleisch wird in der hofeigenen Metzgerei verarbeitet. Alles, was hier produziert wird, ist für den Eigenbedarf und für den Hofladen. Nicole ist hauptsächlich für den Hofladen zuständig, hilft aber dennoch in allen Bereichen mit. Denn es ist ihr wichtig zu wissen, was auf dem Hof passiert und was produziert wird.

Zwei Brüder und ein Bauernhof in Ostwestfalen-Lippe

Eyke Pahmeyer füttert eine Kuh.

Eyke führt den Bauernhof in Hüllhorst zusammen mit seinem älteren Bruder Hendrik. Bereits seit sieben Generationen ist der Hof in Familienhand. Erst vor rund zwei Jahren haben sie angefangen, den Familienbetrieb auf "Bio" umzustellen. Nicht weniger Arbeit, aber mehr Zufriedenheit bringt ihnen die ökologische Ausrichtung, erzählen die Brüder.

Eyke – Biohof Wiehenglück in Ostwestfalen-Lippe

WDR 4 13.09.2021 02:10 Min. Verfügbar bis 13.09.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Weniger ist mehr

Eyke Pahmeyer ist Bauer aus Leidenschaft. Seine Motivation: Mit der Natur arbeiten, nicht gegen sie. Und den nachfolgenden Generationen einen Hof hinterlassen, der zukunftsfähig ist.

Eyke Pahmeyer und sein Bruder Hendrik.

Deshalb haben Eyke und sein Bruder Hendrik sich schließlich dazu entschlossen, den lange konventionell geführten Betrieb auf ökologische Landwirtschaft umzustellen.

Deshalb haben Eyke und sein Bruder Hendrik sich schließlich dazu entschlossen, den lange konventionell geführten Betrieb auf ökologische Landwirtschaft umzustellen.

Früher wurden auf dem Hof rund 14.000 Schweine pro Jahr gemästet. Heute sind es noch etwa 4.200. Die Schweine leben in offenen Ställen mit drei Mal so viel Platz wie in einem konventionellen Betrieb. Auch ihre Ringelschwänze behalten die Tiere auf Hof Wiehenglück.

Die Angus- und Charolais-Herden grasen in den Sommermonaten auf idyllischen Weiden in der Nähe des Mittellandkanals. Wenn es kühler wird, haben auch sie großzügige Offenställe. Die Kälber werden auf dem Hof Wiehenglück kuhgebunden aufgezogen. Sie bleiben also nach der Geburt bei ihren Müttern.

Die rund 800 Hühner werden in modernen Hühnermobilen gehalten. Die Unterkünfte werden alle zehn Tage versetzt, damit die Hühner frisches Grün zum Fressen, Picken und Scharren haben.

Das Futter für die Tiere wird auf den eigenen Feldern angebaut. Das Getreide wird regelmäßig geprüft, damit die Landwirte wissen, wann die beste Erntezeit ist.

Eyke ist ein echter Genussmensch und er kocht auch gerne. Für seine Gäste hat er ein Menü zusammengestellt, dass die Vielfalt seines Hofs und der Region widerspiegeln soll.

Typisch für Westfalen ist auch das Schwarzbrot. Das wird ihm hofeigenen Backhaus im alten Steinbackofen, nach einem gut gehüteten Familienrezept gebacken. ​

Hof Spinne in Selm

Petra Balster-Spinne sammelt Eier ein.

In Selm – zwischen Dortmund und Münster – liegt der Hof von Petra Balster-Spinne. Gemeinsam mit ihrem Mann Richard kümmert sie sich hier um rund 2000 Legehennen und 200 Weidehähnchen. Außerdem ist Petra begeisterte Bauernhofpädagogin: Mit ihren "Showhühnern" besucht sie Schulen und Kindergärten im Münsterland und bringt den Kindern die Natur, die Landwirtschaft und deren Zusammenhänge wieder näher.

Land & lecker: Hof Spinne in Selm

WDR 4 06.09.2021 02:08 Min. Verfügbar bis 06.09.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Pädagogin aus Leidenschaft

Petra hat auf dem Hof Spinne für sich ein großes Herzensprojekt verwirklicht: Kindern auf spielerische Art und Weise die Landwirtschaft nahezubringen und ihr Bewusstsein gegenüber Natur und Umwelt zu stärken.

Petra Balster-Spinne.

Dafür hat die studierte Betriebswirtin ihren ursprünglichen Beruf aufgegeben und sich zur Bauernhofpädagogin fortgebildet.

Dafür hat die studierte Betriebswirtin ihren ursprünglichen Beruf aufgegeben und sich zur Bauernhofpädagogin fortgebildet.

Eine typische Woche startet für Petra montagmorgens damit, dass sie mit ihrem kleinen Hühnermobil und einigen Hühnern einen Kindergarten in der Region ansteuert. Die Hühner bleiben dann eine Woche lang dort und die Kinder kümmern sich in dieser Zeit um die Tiere.

Wie das genau geht, erklärt ihnen Petra natürlich - zusammen mit ihrer Handpuppe Agathe. Freitags holt Petra die Hühner dann wieder ab und für die Kinder gibt es ein „Hühnerdiplom“.

Auf dem Hof leben noch Hunde, zwei Mini-Schweine, Ponys, Ziegen und Esel. Bei Workshops auf dem Hof werden auch die von den Kita- und Schulkinder mitbetreut und versorgt. Natürlich dürfen alle gestreichelt und gekuschelt werden.

Während sich Petra hauptsächlich mit der Pädagogik für Kinder beschäftigt, kümmert sich ihr Mann Richard um die Tiere. Auf drei Hühnermobile verteilen sich rund 2000 Legehennen. Alle zwei Wochen werden die Ställe umgestellt, damit die Hühner immer frisches Gras zu picken haben.

Auch Petras drei Jungs sind bereits Feuer und Flamme für die Landwirtschaft. Seit sie laufen können, helfen sie auf dem Hof mit und packen an. Gemeinsam mit ihren Eltern prüfen sie zum Beispiel, ob alle Hühner gesund sind, und sammeln die Eier ein. "Es ist natürlich schön, dass die Kinder mit Begeisterung dabei sind," freut sich Petra.

Petra will ihr Dinner am offenen Feuer zubereiten. Sie liebt es einfach draußen zu sein und kocht auch oft mit den Kindern in den Workshops oder bei Ferienfreizeiten in der Outdoor-Küche.

Bio-Imkerei im Bergischen Land

 Bio-Imker Sebastian Klein bei der Arbeit an seinen Bienenstöcken.

Sebastian Klein ist ein echter "Oberberger Jung'". Rund eine Stunde von Köln entfernt hat er sich mit einer Bio-Imkerei selbständig gemacht. Der 43-jährige ist ein Multitalent: Nach einer Ausbildung zum Tischler wechselte er in eine Werbeagentur. Dann, nach einer Lebenskrise, krempelte er sein Leben um – und entdeckte die Liebe zu den Bienen. Der Vater von zwei Kindern möchte mithelfen, den nächsten Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen.

Sebastian Klein mit seinen Gästen bei den Bienenstöcken.

Seine Imkerei ist eine solidarische Imkerei: Hier teilen sich mehrere Menschen die Kosten, und jeder zahlt so viel er kann. Die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger – so gleicht sich das aus. Dafür bekommen alle einen Anteil des Honigertrags und natürlich eine "Beziehung" zu den Bienen.

Diese steht auch im Vordergrund, wenn es um Sebastians zweites Bienenprojekt geht. Gemeinsam mit einem Freund vermietet er Bienenkörbe an Privatpersonen, Vereine, Firmen und sonstige Einrichtungen. Hier dürfen die Mieter nicht nur den Honig ernten, sondern lernen noch eine Menge über Bienen, wofür sie wichtig sind und wie sich so ein Bienenkorb organisiert. Auch Fragen wie "Schlafen Bienen eigentlich?" oder "Wie wählen die ihre Königin?" beantwortet Sebastian gerne und freut sich über jeden neuen Bienenfreund.

Land & Lecker: Bio-Imker Sebastian Klein

WDR 4 30.08.2021 02:45 Min. Verfügbar bis 30.08.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


Bienen statt Burnout

In einer Lebenskrise kommen glücklicherweise die Bienen in Sebastians Leben. Sie bewahren ihn vor einem Burnout und verändern sein Leben total.

Sebastian Klein in der Küche.

Seit rund zehn Jahren ist Sebastian jetzt schon Imker und diese Entscheidung hat er bisher noch keine Sekunde bereut. „Die Imkerei ist für mich eine total bereichernde Tätigkeit,“ schwärmt er.

Seit rund zehn Jahren ist Sebastian jetzt schon Imker und diese Entscheidung hat er bisher noch keine Sekunde bereut. „Die Imkerei ist für mich eine total bereichernde Tätigkeit,“ schwärmt er.

Bienen sind für Sebastian nicht nur Honiglieferanten, sondern sie helfen auch, den eigenen Fokus zu finden und das Bewusstsein für die Umwelt zu schärfen. Genau das möchte Sebastian auch seinen "Land & lecker"-Gästen vermitteln.

Einige der Bienenstöcke stehen auf seinem Hof, andere verteilt auf Solawi-Betrieben, Biolandhöfen und Streuobstwiesen in der Umgebung. Sebastians Bienen sind gefragt, denn Wildbienen werden immer seltener. Die Bienen helfen durch das Bestäuben von z.B. Apfelblüten mit, dass die Ernte ergiebiger ausfällt.

Regelmäßig kontrolliert Sebastian den Zustand seiner Bienenvölker. Sind die Waben ausreichend gefüllt, kann er den Honig ernten. Doch die Ernte fällt immer magerer aus. Besorgniserregend, findet Sebastian. Für ihn ist das eine spürbare Folge des Klimawandels.

Für 15 Kilo Honig muss ein Bienenvolk rund eine Million Mal ausfliegen! Um an den kostbaren Honig zu gelangen, werden die Waben zuerst von der schützenden Wachsschicht befreit und dann in eine Honigschleuder gespannt und geschleudert. Der herausfließende Honig wird in einem Behälter aufgefangen und noch mehrfach geklärt.

Der Imker lebt in einem alten Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert. Auf dem 2500 Quadratmeter großen Grundstück gibt es immer etwas zu tun.
Sebastian hat unter anderem einen Sinnesgarten mit unterschiedlichen Kräutern und Duftpflanzen angelegt. Dort erklärt er unter anderem Schulklassen die verschiedenen Pflanzen und die Aufgabe der Bienen in der Natur.

Hilfe beim Kochen bekommt Sebastian von seiner guten Freundin Sophie. Das Menü haben sie nicht probegekocht - es muss also alles beim ersten Versuch klappen.

Die Dekoration der Dinnertafel übernehmen Sebastians Mutter Ellie und Tochter Mathilda. Wild, natürlich und bunt soll es auf dem Tisch sein. Und natürlich zeigt auch die Deko die Bienen-Leidenschaft des Imkers.

Biohof Jacobi in der Warburger Börde

Kate Jacobi im Schweinestall.

Kate ist 30 und hat vor einigen Jahren den Hof der Schwiegereltern übernommen. Dafür – und für ihren Mann Julius – ist sie von der Großstadt aufs Land gezogen: in das kleine Dorf Körbecke in der Warburger Börde.  

Ein Job in einer coolen Agentur und das am liebsten in einer hippen Metropole. So sah der ursprüngliche Plan der gelernten Mediengestalterin aus. Doch dann verliebte Kate sich. Und ihr Traummann war nun einmal Landwirt ...

Nun heißt es statt Großstadt also Körbecke-Borgentreich. Dort managt sie mit ihrem Mann Julius den Biohof Jacobi, den sie vor zwei Jahren übernommen hat. Ihr Schwiegervater Josef Jacobi war in den 80er Jahren einer der Bio-Pioniere in der Warburger Börde. Diese Leidenschaft für Naturschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit haben auch Kate und Julius. Einen modernen, nachhaltigen Betrieb zu führen, hinter dem sie mit ganzem Herzen stehen können – das ist dem Paar sehr wichtig.

Der Biohof ist spezialisiert auf Saatgutvermehrung und Milchviehhaltung. Die Milch der Kühe wird dann in der hofeigenen Käserei zu regionalen Spezialitäten verarbeitet, und das schon seit mehr als 40 Jahren.

Land & lecker: Biohof Jacobi

WDR 4 23.08.2021 03:49 Min. Verfügbar bis 23.08.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Biohof mit Tradition in jungen Händen

Im äußersten Südwesten von NRW, nahe der hessischen Grenze im Kreis Höxter, liegt der Biohof von Familie Jacobi. Hier lebt Kate mit ihrem Mann Julius, Sohn Joost und ihren Schwiegereltern.

Kate Jacobi mit mann Julius auf der Kuhweide.

Seit 13 Generationen ist der Hof bereits in Familienbesitz. Im Juli 2019 haben Kate und Julius geheiratet und kurz darauf auch den Hof von Julius Eltern übernommen. Die beiden haben viele Pläne, wie sie den Betrieb noch nachhaltiger und die Tierhaltung noch artgerechter gestalten können.

Seit 13 Generationen ist der Hof bereits in Familienbesitz. Im Juli 2019 haben Kate und Julius geheiratet und kurz darauf auch den Hof von Julius Eltern übernommen. Die beiden haben viele Pläne, wie sie den Betrieb noch nachhaltiger und die Tierhaltung noch artgerechter gestalten können.

Denn genau das ist ihr Ziel: regionale Produkte in Bioqualität zu produzieren und den Tieren ein glückliches Leben zu ermöglichen. Kates neuestes Projekt: der Kälberstall. Die Jungtiere werden jetzt von einer Ammenkuh aufgezogen. Und die männlichen Kälber werden nicht mehr an Tierhändler verkauft, sondern bleiben auf dem Hof.

Auf dem Hof leben rund fünfzig Milchkühe – in einem Offenstall mit viel Platz und Auslauf. Die Tiere können selbst entscheiden, ob sie lieber draußen auf der Weide, oder drinnen im Stall sein möchten. Jede Kuh kann so ihrem eigenen Rhythmus folgen. Die Milchkühe entscheiden auch selbst, wann sie gemolken werden.

Zum Hof gehört auch eine Käserei. Die ist das Reich von Kates Schwiegermutter Heike. Über 15 verschiedene Käsesorten werden hier regelmäßig hergestellt: vom Schnittkäse über Frisch- und Weichkäse, bis hin zu Käse aus Schafsmilch. Einen ganzen Liter Milch braucht es, um 100 Gramm Käse zu produzieren.

Die Molke, die beim Käsen übrigbleibt, wird an die Schweine verfüttert. So wird nichts weggeworfen und den Tieren schmeckt's. Auch die Schweine werden natürlich artgerecht gehalten – in einem großen, offenen Stall mit täglich frischem Stroh zum Wühlen.

Jeden Morgen und jeden Mittag essen alle zusammen: Kate und Julius, die Praktikanten, die Eltern, die Angestellten. Und Kate kocht für sie alle. Beim gemeinsamen Essen spricht das Team auch über die anstehenden Arbeiten und über neue Ideen und Strategien.

Ein weiteres Standbein auf dem Biohof ist die Saatgutvermehrung. Julius Vater Josef hat damit in den achtziger Jahren begonnen und Standards gesetzt. Bis zu 40 verschiedene Sorten Getreide werden von den Jacobis angebaut, vermehrt und dann als Saatgut verkauft. Auch das in Bio-Qualität.

Früher hat sie sich ein Leben in der Großstadt gewünscht, heute ist Kate auf dem Land ganz angekommen: „An dem Leben hier liebe ich die Freiheit, kein Tag ist wie der andere. Ich kann mir kein anderes Leben mehr vorstellen.“

"Kräutermagie Keller"

Gregor Keller mit seiner Frau Simone

Gregor Keller ist Gärtner und kennt sich bestens mit Kräutern aus. Deshalb trägt seine Gärtnerei in Datteln auch den Namen "Kräuter- und Gartenmagie Keller". Seit gut 15 Jahren beliefert er ganz Deutschland mit seinen Pflanzen, seinen Kräutern und seinem Saatgut. Wobei er viele besondere Sorten selber gezüchtet hat.

Gregor Keller inmitten von roten Tomaten

Am liebsten möchte man hier gar nicht mehr weg: Die Vögel zwitschern, der Duft von Blumen liegt in der Luft. Überall sieht man Blumen, Kräuter und Bäumchen in verschiedensten Farben und Formen. Und mittendrin steht Gregor Keller, der Kräutermagier.

Land & lecker: "Kräutermagie Keller"

WDR 4 16.08.2021 02:29 Min. Verfügbar bis 16.08.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Die Welt der Kräuter am Rande des Ruhrpotts

1001 Kräuter und noch viel mehr! Bei Gregor Keller aus Datteln dreht sich alles um Kräuter- und Gemüsepflanzen.

Gregor Keller knotrolliert schwarze Chili-Pflanze

Gregor Keller ist selbständiger Gärtner. Vor sechs Jahren hat er seine Biogärtnerei auf 5000 Quadratmetern Freifläche und mit mehreren Gewächshäusern gegründet.

Gregor Keller ist selbständiger Gärtner. Vor sechs Jahren hat er seine Biogärtnerei auf 5000 Quadratmetern Freifläche und mit mehreren Gewächshäusern gegründet.

Mitten im Herzen von Nordrheinwestfalen lebt der Kräutergärtner mit seiner Frau Simone , Tochter Naomi und Hund Emma in einer verwunschenen Gärtnerei.

Gemeinsam mit Tochter Naomi bereitet der Kräuter-Fan sein Landmenü vor. Mediterrane Kräuter aus der eigenen Gärtnerei geben Gregors Rezepten das besondere Aroma.

Alle Pflanzen zieht der Kräutergärtner selbst und ist stolz auf seine Vielfalt und darauf, dass alles Bio ist! Von Hand müssen die Pflanzen ständig von Unkraut befreit werden. Über 600 Kräuter hegt und pflegt er.

Gregors Herz schlägt für außergewöhnliche und fast verschwundene Kräuter- und Gemüsepflanzen aus der ganzen Welt - besonders Küchen-Heilkräuter, besondere Tomaten- und Chilisorten und auch skurrile Kräuter wie Lakritzkraut begeistern ihn.

Alles begann vor sechs Jahren ganz zufällig. Da hat Gregor bei einer Gärtnerei-Auflösung ein Sammelsurium unterschiedlichster Kräuter übernommen.

Regelmäßig sammelt Gregor mit seiner Familie die Samen der vielen unterschiedlichen Kräuterpflanzen ein. Sie sind der Schatz seiner Biogärtnerei, sie garantieren auch für die nächsten Jahre gesunde Pflanzen.

Kräuter besitzen für den Gärtner eine ganz besondere Magie. Das Besondere an Gregors Gärtnerei: Man darf sich Blätter abzupfen und probieren. Als Biobetrieb arbeitet die Kräuterei pestizidfrei.

Sonja Girndt – "Zur lachenden Ziege"

Sonja Girndt mit Ziege

Sonja Girndt bezeichnet sich selbst als Ziegenflüsterin. Knapp 30 Ziegen hält sie auf ihrem Hof in Neukirchen-Vluyn am Niederrhein. Die 53-Jährige hat ein besonderes Ziel: Man soll es schmecken, dass ihre Tiere glücklich mit und in der Natur leben. Deshalb heißt ihr Hof auch "Zur lachenden Ziege".

Ihre Eltern haben ursprünglich Schafe gehalten, aber die waren Sonja zu langweilig. Mit ihrer kleinen Ziegenherde hat sie ihren Lebenstraum verwirklicht. Halbtags arbeitet sie in der Altenpflege, aber ihre freie Zeit gehört ihren Tieren. Zweimal täglich steht sie im Melkstall und aus der Milch stellt Sonja verschiedene Sorten Käse her.

Auch ihre Geschwister sind nach berufsbedingten Ausflügen in die Welt mit ihren Familien auf den elterlichen Hof zurückgekehrt – und so leben hier inzwischen vier Generationen.

Sonja Girndt mit Mann Carsten und Hund

Natürlich helfen alle mit beim "Land & lecker"-Abenteuer. Gemeinsam ernten sie das Obst für den Nachtisch: Ziegenkäse-Apfel-Tiramisu. Als Hauptgang serviert Sonja gefüllte Zicklein-Keule. Für das Dinner hat sich die Gastgeberin einen besonderen Ort ausgesucht: Getafelt wird ganz romantisch unter einem alten Walnussbaum.

Land & lecker: Sonja Girndt -"Zur lachenden Ziege"

WDR 4 09.08.2021 02:16 Min. Verfügbar bis 09.08.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Ziegen-Paradies am Niederrhein

Auf dem Buschmannshof zwischen Rheurdt und Neukirchen-Vluyn leben die glücklichen Ziegen von Sonja Girndt. Aus ihrer Milch stellt die Ziegen-Bäuerin Käse her.

zwei Ziegen kämpfen

Entspannter könnte ein Ziegenleben kaum sein. Sonjas Ziegen leben artgerecht in der Natur am unteren Niederrhein. Zu jedem Tier hat die Ziegenflüsterin eine besondere Beziehung und eine eigene Geschichte.

Entspannter könnte ein Ziegenleben kaum sein. Sonjas Ziegen leben artgerecht in der Natur am unteren Niederrhein. Zu jedem Tier hat die Ziegenflüsterin eine besondere Beziehung und eine eigene Geschichte.

Eigentlich ist Sonja Altenpflegerin und arbeitet im Sozialen Dienst. Hof, Ziegenkäserei und Hofladen betreibt sie gemeinsam mit der Familie im Nebenerwerb. Auf dem Buschmannshof leben vier Generationen unter einem Dach.

Den Hof aus dem 18. Jahrhundert hatte Sonjas Vater Anfang der 80er Jahre durch Zufall entdeckt und gekauft. Seit fünf Jahren hält die geprüfte Ziegenhalterin ihre Tiere dort. Früher war die Ziege die Kuh der Armen.

Eine Ziege gibt am Tag drei bis vier Liter Milch. Sonja und ihr Mann Carsten melken sie jeden Morgen und jeden Abend mit einer Melkmaschine. Daraus stellt die Ziegenbäuerin dann Käse her – vorwiegend Frischkäse, aber auch Feta und Schnittkäse.

Im Gemüsegarten wächst allerlei Gemüse und Kräuter. Der Kräutergarten ist eine Erbe von Sonjas Vater und wird nun von Geli, Sonjas Mutter, gehegt und gepflegt. Auch Hühner, Laufenten, Puten und Gänse leben auf dem Hof.

Sonja kocht gerne mit Ziegenkäse. Das Besondere daran ist, dass Ziegenmilch einen deutlich niedrigeren Laktosegehalt hat als Kuhmilch. Somit ist sie besser verträglich. Zum Hof gehört auch ein Backhaus, dort wird regelmäßig Brot gebacken und auch Sonjas Zickleinbraten gart darin.

Sonjas Ziegen lieben die Äpfel von der eigenen Streuobstwiese. Am liebsten bedienen sich die Ziegen an den jungen Blättern, denn, wenn sie sich auf zwei Beine stellen, können sie an den Obstbäumen knabbern.

Die Ziegen und Sonja haben eine innige Verbindung - das ist Entspannung für die Altenpflegerin.Täglich werden die Tiere persönlich beggrüßt und gekrault. Die Ziegen sind nicht nur Ziegen, sondern wertvolle Mitarbeiterinnen und haben alle einen Namen.

Martin Riffelmann – Senfmühle in Schmallenberg

Martin Riffelmann zeigt Senfsaat

Martin Riffelmann ist ein Genießer und er isst leidenschaftlich gern Senf. Der 37-Jährige hat seinen kulinarischen Lebenstraum verwirklicht und eine Senfmühle aufgebaut. Von der ersten Idee bis zur Umsetzung vergingen sieben Jahre. In Eigenarbeit baute Martin mit Familie und Freunden das ehemalige Bienenhaus auf dem Resthof in Schmallenberg zur Senfmühle um.

Familie und Freunde waren auch die ersten Test-Esser. Denen hat es geschmeckt und heute stellen die Riffelmanns sieben verschiedene Sorten her: von süß bis scharf. Und das so erfolgreich, dass sich inzwischen ein Angestellter um den Senf kümmert. Denn Martin arbeitet hauptberuflich als Allgemeinmediziner in seinem Heimatort.

Er und seine Frau Sabine sind Sauerländer durch und durch. Nach Ausbildung und Studium zog es beide wieder zurück in die Heimat, wo sie eine Familie gründeten und jetzt mit zwei Kindern leben.

Auch Sabine hat sich von der Senf-Lust anstecken lassen. Abends, wenn die Kinder im Bett sind, probiert das Paar an neuen Rezepturen und Mischungen. Als nächstes wollen sie einen Whisky-Senf kreieren.

Senfkörner nah

Die Senfsaat – darauf ist Martin ganz besonders stolz – bezieht er von ausgesuchten Bauern direkt aus der Umgebung. Sämtliche Zutaten für Martins "Land & lecker"-Menü stammen aus dem Sauerland: von der selbstgeangelten Forelle über das Wildschwein im Hauptgang bis hin zum Senf-Sorbet im Dessert.

Land & lecker: Martin Riffelmann - Senfmühle in Schmallenberg

WDR 4 02.08.2021 01:51 Min. Verfügbar bis 02.08.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Würziges Gold aus Schmallenberg

Im Herzen des Hochsauerlands stellt Martin Riffelmann in Handarbeit Senfe nach dem traditionellen Kaltmahlverfahren her.

Martin Riffelmann vor Senfmühle

Das alte Bienenhaus im Garten von Oma Riffelmann wurde mithilfe der gesamten Familie aufwendig renoviert. Jetzt wird es als Senfmühle genutzt und Familie Riffelmann stellt dort auf nur zwanzig Quadratmetern sieben unterschiedliche Senfsorten in ihrer Mühle her.

Das alte Bienenhaus im Garten von Oma Riffelmann wurde mithilfe der gesamten Familie aufwendig renoviert. Jetzt wird es als Senfmühle genutzt und Familie Riffelmann stellt dort auf nur zwanzig Quadratmetern sieben unterschiedliche Senfsorten in ihrer Mühle her.

Schon als Kind mochte Martin Riffelmann Senf gern. Zuerst hat er zu Hause klein angefangen, viel experimentiert und sich sein Wissen über die Senfherstellung selbst angeeignet.

Martin Riffelmann ist die Qualität der Zutaten wichtig, so kommen die Bio-Senfkörner aus Deutschland und zum Teil aus der Region.

Der Senfliebhaber hat sich der traditionellen Herstellung verschrieben, denn Senf verliert Aroma, wenn er zu warm wird. So verarbeitet er die Maische im Kaltmahlverfahren zwischen zwei massiven Granitsteinen, die jeweils dreihundert Kilogramm wiegen.

Die Senfkörner werden mit einer speziellen Maschine grob geschrotet und zu Maische verarbeitet. Dafür müssen noch Wasser, Salz, Essig und je nach Sorte auch noch andere Zutaten zugefügt werden. Durch das Vermahlen bekommen die Zutaten ihre cremige Konsistenz.

Martin ist tief verwurzelt mit seiner Heimat. Nur für Ausbildung und Studium musste er "sein" Sauerland verlassen. Hauptberuflich ist Martin Allgemeinmediziner. Gekocht wird viel mit Zutaten aus dem eigenen Garten und aus der Region.

Der Hof ist seit Generationen in Familienhand. Zum Resthof gehören auch ein Stück Forst, alte Obstbäume, Bienenvölker und eigene Hühner. Hier lebt der Senfmacher mit Frau und zwei Kindern.

Sarah Küper – Trüffelwerk in Recklinghausen

Sarah Küper

In dieser Folge geht es ins Ruhrgebiet nach Recklinghausen. Hier lebt Sarah Küper für ihre Pilzzucht. Vor rund zehn Jahren zog die Diplom-Pädagogin mit Mann und Familie in eine ehemalige Gärtnerei am Rande der Stadt. Um die dazugehörigen Flächen zu nutzen, kam die heute 38-Jährige auf die Idee, Edelpilze zu züchten und brachte sich in Eigenregie das gesamte Wissen bei.

Seither bestimmen Austern- , Rosen- und Zitronenseitlinge ihr Arbeitsleben. Die gesamte Anlage haben sie und ihr Mann Joe selbst entworfen und gebaut. Die Pilzzucht ist eine Wissenschaft für sich, denn nur unter perfekten Bedingungen wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur gedeihen die edlen Früchte.

Sarah mit Baby und Mann Josef

Der Erfolg kam schneller als gedacht, und so musste sich Sarah um Verstärkung kümmern: Drei Angestellte unterstützen sie, damit noch genug Zeit für die Familie bleibt. Vor wenigen Monaten wuchs die Kinderschar auf vier an. Und trotzdem hat Sarah noch Energie für ein weiteres Projekt: Rund zweihundert Laubbäume hat sie mit Trüffelsporen geimpft. Diese edelsten aller Speisepilze werden erst in fünf bis zehn Jahren bereit zum Ernten sein. Für Sarah kein Problem: "Ich hoffe, dass die Generationen nach uns dann sagen: Die Trüffelzucht hat damals meine Uroma ins Leben gerufen."

Land und lecker: Sarah Küper - Trüffelwerk in Reckinghausen

WDR 4 02.08.2021 02:38 Min. Verfügbar bis 02.08.2022 WDR 4


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Bunte und exotische Pilzgewächse aus dem Ruhrpott

Frische Pilze das ganze Jahr! Edelpilze sind die Leidenschaft von Sarah Küper. Rosen-, Zitronen-, Austern- und Kräuterseitlinge, Shiitake und Pioppino. Alles aus biologischem Anbau.

Sarah Küper kontrolliert Austernsseitlinge

Alles fing mit dem Kauf eines Hauses am Stadtrand von Recklinghausen an. Es stellte sich heraus, dass die Nutzung allein als Wohnhaus nicht erlaubt ist. Es musste Landwirtschaft in irgendeiner Form her und so beschloss Sarah Pilze anzubauen.

Alles fing mit dem Kauf eines Hauses am Stadtrand von Recklinghausen an. Es stellte sich heraus, dass die Nutzung allein als Wohnhaus nicht erlaubt ist. Es musste Landwirtschaft in irgendeiner Form her und so beschloss Sarah Pilze anzubauen.

Vor über fünf Jahren führte Sarah ihre ersten Experimente in der Pilz-Zucht durch. Eine klassische Ausbildung dazu gibt es nicht. Die studierte Pädagogin hat sich ihr Wissen selber beigebracht. Mittlerweile wird Sarah von drei Mitarbeiterinnen unterstützt.

In Fruchträumen finden die Edelgewächse optimale Bedingungen: konstante Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Acht bis zehn Wochen dauert es von der Spore bis zur Ernte. Das Mycel – der eigentliche Pilz – braucht zwei Wochen, bis es das Stroh durchwachsen hat und sich Früchte ausbilden.

Sarah kocht gerne und viel, am liebsten gemeinsam mit Ehemann Joe. Sie gibt auch Kochkurse - natürlich spielen Pilze dann die Hauptrolle. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema für Sarah. Gerade tüftelt sie an den Möglichkeiten, ihre empfindlichen Edelpilze länger haltbar zu machen. 

Ein anderes "Großprojekt" im Leben der 38-Jährigen ist ihre Familie. Sarah und ihr Mann Joe haben vier Kinder. Nesthäkchen Wilhelmine ist erst wenige Monate alt.

Ein weiteres Standbein wächst noch im Untergrund: Sarah hat zweihundertzwanzig Laubbäume mit Sporen von Burgunder-Trüffeln gepflanzt. Geschützt von Holzpellets entsteht auf diese Weise eine unterirdische Trüffel-Zucht.

Wachteln und Buntleger-Hühner leben ebenfalls auf dem Hof. Dort haben sie ein extra großes Gehege und werden artgerecht gehalten. Wachteleier sind kleiner als Hühnereier, haben aber einen intensiveren Geschmack.

Schäferin Dunja Berendsen

Dunja Berendsen ist Schäferin und Naturpädagogin aus Leidenschaft. Auf ihrem Naturhof in Witten kümmert sie sich mit ihrer Familie um vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen. In den letzten zwölf Jahren hat sie eine Herde von 140 Schafen der seltenen Rasse "Coburger Füchse" gezüchtet, die mit ihrem dichten rotbraunen Fell an – ja, der Name sagt es schon – Füchse erinnern.

Außerdem leben auf dem Hof der Familie prachtvolle Orpington-Hühner und -Hähne (auch sie sind eine aussterbende Rasse), die mit ihrem wundervollen Gefieder wahre Schönheiten sind. Der Naturhof beherbergt außerdem noch Laufenten, Pferde, Katzen und fünf Hütehunde. Die aus der Tierhaltung entstehenden Produkte verkauft Dunja online, ebenso wie weitere Produkte von lokalen Betrieben.

Mit den Tieren im Einklang leben

Mit ihrem Traumberuf Schäferin die Natur erlebbar machen, das ist Dunjas größter Wunsch. Schon als Kind begeisterte sie sich für die Tier- und Pflanzenwelt.

Schäferin mit Border Collie auf Weide

Auf Schafe ist Dunja per Zufall gestoßen. Alles begann vor zehn Jahren mit drei Flaschenlämmern. Die meiste Zeit verbringt die Naturpädagogin draußen bei den Tieren. Vier Border Collies helfen ihr bei der Arbeit.

Auf Schafe ist Dunja per Zufall gestoßen. Alles begann vor zehn Jahren mit drei Flaschenlämmern. Die meiste Zeit verbringt die Naturpädagogin draußen bei den Tieren. Vier Border Collies helfen ihr bei der Arbeit.

Über 100 Tiere grasen meist an den Ruhrauen und betreiben dort ökologische Landschaftspflege. Jedes Jahr kommen im Frühjahr Lämmer auf die Welt. Das ist Dunjas schönste und gleichzeitig anstrengendste Zeit auf dem Hof, denn bei fast jeder Lämmergeburt ist sie mit dabei.

Gemeinsam mit ihrem Mann Stefan lebt sie an einem Ort, wo Mensch und Tier noch in harmonischem Einklang miteinander leben: ein Biotop abseits des Alltagstrubels. Beide konzentrieren sich auf vom Aussterben bedrohte Tierrassen. Neben den Coburger Füchsen leben noch Orpington Hühner auf dem Hof – eine imposante, englische Hühnerrasse, die auf der Roten Liste steht.

Dunja kocht gerne und versucht nur regional einzukaufen. Gutes Essen ist ihr wichtig. Gemeinsam mit Ehemann Stefan, beiden Kindern Lennart und Marla und Oma Elfriede verbringen alle jeden Tag viel Zeit miteinander.

Vieles wächst im eigenen großen Garten mit Gewächshaus und verschiedenem Gemüse. Mitten im Garten liegt ein großes Insektenbeet als Futterquelle für die eigenen Bienen. Auch viele Beeren und Pflaumenbäume säumen das Grundstück.

Auf dem Naturhof geht es nicht nur um Tiere – soziales Engagement ist Dunja extrem wichtig. Für Kinder und besonders für ältere Menschen bieten die Ausflüge auf den Naturhof die Möglichkeit Kraft zu tanken.

In diesem Sommer macht der Land und lecker-Oldtimerbus Pause. Coronabedingt reisen Lukas Tölkes, Dunja Berendsen, Patrick Balster, Katrin Nowicki-Heßmann, Anja Pötting und Manuela Zimmermann mit dem Fahrrad kreuz und quer durch Nordrhein-Westfalen und laden sich gegenseitig zum Hoffest ein.

Biobauer Lukas Tölkes

 Lukas Tölkes kontrolliert die Nutzhanfpflanzen.

Lukas Tölkes aus Ruppichteroth im Rhein-Sieg-Kreis hat rund 30 Kilometer von Bonn entfernt seinen Biohof. Dort baut er Nutzhanf an, produziert ökologischen Dünger, stellt Biolebensmittel her und verkauft diese im eigenen Hofladen. Seine Tiere lässt er artgerecht aufwachsen: Die Kälber dürfen bei der Mutterkuh auf der Weide bleiben. Und bei den Freilandhühnern werden auch die männlichen Küken aufgezogen.

Jung und voller Ideen

Lukas wollte schon immer Bauer werden. Also hat er direkt nach der Schule eine Ausbildung zum Landwirt gemacht. Vor zehn Jahren hat er Gut Fußberg dann eher zufällig entdeckt. Der vorherige Pächter wollte den Hof aufgeben - und Lukas hat zugegriffen …

 Lukas Tölkes und Frau Miriam auf der Kuhweide.

Als Lukas und Miriam den Hof 2010 gepachtet haben, waren beide gerade erst Anfang zwanzig und Miriam steckte noch mitten im Studium. Ein bisschen verrückt, ein bisschen naiv – aber die beiden sind sehr glücklich mit ihrer Entscheidung von damals.

Als Lukas und Miriam den Hof 2010 gepachtet haben, waren beide gerade erst Anfang zwanzig und Miriam steckte noch mitten im Studium. Ein bisschen verrückt, ein bisschen naiv – aber die beiden sind sehr glücklich mit ihrer Entscheidung von damals.

Mit viel Leidenschaft und aus ganzer Überzeugung hat das Paar den Bauernhof konsequent auf „bio“ umgestellt. Der respektvolle Umgang mit den Tieren ist auf Gut Fussberg daher selbstverständlich. Die Mutterkuherde verbringt so die meiste Zeit im Jahr draußen auf der Weide – mit ihren Kälbern. Lukas ist jeden Tag bei den Tieren, um zu überprüfen, wie es ihnen geht.

Auch im offenen Stall haben die Tiere ausreichend Platz zur Verfügung – dazu gehört auch eine mit Stroh eingestreute Liegefläche.

Ein weiteres Standbein auf dem Hof sind Hühner. Auch die sollen es hier gut haben und werden daher in mobilen Ställen mit reichlich Freilauffläche gehalten. Neben den Legehennen möchte Lukas noch eine weitere Geflügel-Herde aufbauen: sogenannte Zwei-Nutzungshühner. Sie sollen dann sowohl Eier, als auch Fleisch liefern.

Die Eier der glücklichen Bio-Hühner sind mit die wichtigste Einnahmequelle für Lukas und Miriam. Der leidenschaftliche Landwirt entwickelt aber auch immer neue Ideen für den Hof …

So baut Lukas nun seit einigen Jahren auch verschiedene Sorten Hanf an. Auf einer Fläche von vier Fußballfeldern wächst der Nutzhanf prächtig. Die Pflanze enthält keine Rauschmittel und ist laut Lukas eine „eierlegende Wollmilchsau“. Denn der Nutzhanf kann komplett verarbeitet werden: die Körner zu Öl, die Blätter zu Tee und die Stängel zu stabilen Stoffen.

Für den Eigenbedarf baut Familie Tölkes auch Gemüse an, denn das Paar kocht leidenschaftlich gerne.

Für sein Land und lecker-Dinner hat sich Lukas etwas Besonderes einfallen lassen: Er kocht sein Menü komplett unter freiem Himmel und vorwiegend auf dem Lagerfeuer - sogar die Waffeln ...

Theresa Coßmann – Stautenhof Willich

Theresa Coßmann

Vier Generationen leben auf dem Stautenhof in Willich-Anrath unter einem Dach. Gastgeberin Theresa ist 28 Jahre jung und ist, zusammen mit ihrem Ehemann, gerade in den Hof ihrer Eltern mit eingestiegen. Die Agrarwirtin kümmert sich um die Aufzucht der Schweine. Jedes Schwein, das auf dem Stautenhof geboren wird, lebt in Gruppen – mit viel Auslauf ins Freie. Für die Familie ist es wichtig, dass auch die Schlachtung und Verarbeitung auf ihrem eigenen Hof stattfindet und das Fleisch in die Direktvermarktung geht

Gemeinsam mit Ehemann Christoph, dem kleinen Sohn Carlo, ihren Eltern und Großeltern kümmert sich Theresa außerdem noch um die Kühe, Puten, Gänse, Enten und Freiland-Hühner und um den hofeigenen Streichelzoo. Hier möchten Ponys, Schafe und Esel regelmäßig betüddelt werden.

Theresa Cossmann mit fertigen Schinken

Theresas luftgetrockneter Schinken vom Schwein ist eine echte Spezialität und mit diesem kulinarischen Schatz tritt sie beim gastlichen Kochwettbewerb an. Kreativ und doch traditionell serviert sie ihren luftgetrockneten Schinken und Reibeküchlein mit Schinken- und Lachscreme als Vorspeise. Zum Hauptgang bereitet sie Schweinebäckchen nach Uromas Rezept mit Wickelkloß und Haselnussbutterbrösel zu. Als typisches Dessert vom Niederrhein gibt es Grillagetorte neu interpretiert.

Land & lecker: Theresa Coßmann – Stautenhof Willich

WDR 4 22.02.2021 01:32 Min. Verfügbar bis 22.02.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Liebevolle Handarbeit und große Tierliebe

Von der Zucht bis hin zur fertigen Fleisch-Spezialität! Bei Landwirtin Theresa Coßmann kommt alles aus einer Hand. Auf dem Stautenhof führen die Tiere ein gesundes und artgerechtes Leben.

Theresa Cossmann mit Zuchtbulle im Stall

Schweine sind Theresas Lieblingstiere. Sie ist oft bei ihnen, bürstet und streichelt sie. Jedes Schwein, das auf dem Stautenhof geboren wird, lebt bis zu seiner Schlachtung in der hofeigenen Schlachterei, im Gruppenverband auf Stroh und mit viel Auslauf ins Freie.

Schweine sind Theresas Lieblingstiere. Sie ist oft bei ihnen, bürstet und streichelt sie. Jedes Schwein, das auf dem Stautenhof geboren wird, lebt bis zu seiner Schlachtung in der hofeigenen Schlachterei, im Gruppenverband auf Stroh und mit viel Auslauf ins Freie.

Theresa kümmert sich um die Zucht der Schweine - eine Duroc-Chester-Kreuzung. Besonders stolz ist sie auf ihre Spezialität vom Hof - ihr luftgetrockneter Landschinken, der 6 bis 8 Monate reifen darf und dann perfekt schmeckt.

Verliebt haben sich Theresa und Christoph auf dem Hof, als er hier seine Ausbildung zum Landwirt gemacht hat. Nun haben sie eine kleine Familie gegründet und Wunschkind Carlo schnuppert jeden Tag Landluft.

Für die Kinder auf dem Hof gibt es einen Streichelzoo mit Eseln, Schafen und ein paar Ponys. Außerdem leben dort noch Puten, Gänse, Enten ... und Freiland-Hühner auf einer Fläche von großzügigen 2500 Quadratmetern.

Schon als Kind war sie überall mit dabei, ob mit Papa auf dem Traktor, im Stall oder auf der Obstwiese. Für Theresa war es keine Frage, dass sie nach ihrer Ausbildung zur Agrarbetriebswirtin wieder auf den Stautenhof zurückkehrt. Der alte Birnbaum stand schon, als vor 70 Jahren ihre Oma auf den Hof kam – und noch immer trägt der Baum reichlich Früchte.

Theresa kocht Schweinebäckchen nach einem alten Originalrezept von Oma Sophie, die mit 87 Jahren immer noch für die gesamte Hofmannschaft kocht. Insgesamt leben vier Generationen auf dem Hof. Vor rund 60 Jahren führten die Großeltern den Hof noch als konventionellen Mischbetrieb, heute ist der rund 170 Jahre alte Stautenhof ein reiner Bio-Betrieb.

Aus ganz Deutschland sind die Landfrauen an den Niederrhein gereist, um Theresa, ihre erste Gastgeberin, kennen zu lernen. Die vier Landladies freuen sich auf die gegenseitigen Besuche und die Heimat der Anderen. Theresa trifft ihre Mitstreiterinnen zum ersten Mal an ihrem Lieblingsfluss Niers.

Islandpferdegestüt Birkenhof

Britta Hassel  mit Islandpferden.

Am Rande des Biggesees bei Drolshagen im Sauerland hat Britta Hassel ein Gestüt für Islandpferde. Gemeinsam mit ihrer Familie führt sie den Birkenhof. Als Kind hat sie hier selbst das Reiten gelernt.

Britta und Willibert Hassel mit Hund.

Britta hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und zum Beispiel die französische Nationalmannschaft der Islandpferde-Reiter betreut. Auch ihren Mann hat sie über die Islandpferde kennengelernt: Willibert Hassel hat den Birkenhof vor knapp 25 Jahren übernommen. Das Paar versteht sich privat und beruflich blind.

Land & lecker: Islandpferdegestüt Birkenhof

WDR 4 10.07.2021 01:27 Min. Verfügbar bis 10.07.2022 WDR 4 Von Andrea Halter


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Zu Gast bei Britta Hassel

Die Landfrauen sind heute zu Gast auf einem Gestüt für Islandpferde. Hier werden sie schon von Britta und ihrem Mann Willibert erwartet.

Britta und Willibbert Hassel mit Islandpferden.

Vor 20 Jahren hat Willibert den Hof übernommen und lernte dort Britta kennen. Sie verliebten sich, trotz des großen Altersunterschieds.

Vor 20 Jahren hat Willibert den Hof übernommen und lernte dort Britta kennen. Sie verliebten sich, trotz des großen Altersunterschieds.

Auch wenn 20 Jahre sie trennen, sowohl privat als auch bei der gemeinsamen Arbeit auf dem Gestüt ergänzen sie sich perfekt.

Britta lebt einen Mädchentraum: Seit ihrer Kindheit reitet sie und ist überglücklich, dass sie hier auf dem Hof ihre Bestimmung gefunden hat.

Islandpferde sind sehr robust - sie können das ganze Jahr über draußen sein.

Auf dem großen Weiden haben die Pferde viel Freiraum.

Der Birkenhof ist neben den Reiterferien und Unterricht auch bekannt für seine Zucht von reinrassigen Islandpferden.

Wann immer es geht, macht Britta einen Ausflug in die Umgebung - natürlich mit Pferd.

Heute ist dafür keine Zeit, denn die Vorbereitungen für das Land und lecker-Dinner fordern ihren ganzen Einsatz...

Als Hauptgang gibt es ein Hirschragout. Der besondere Wildgeschmack ist nicht jedermanns Sache, doch Britta hofft, dass ihr Menü gut ankommt.

Stand: 22.10.2021, 11:59