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Vier Fragen an Wolke Hegenbarth

Wolke Hegenbarth

Vier Fragen an Wolke Hegenbarth

Von Ralf Gödde

Bekannt wurde sie durch die Serie "Mein Leben und ich" - die Schauspielerin Wolke Hegenbarth gewann dafür auch den Deutschen Comedypreis. Im Ersten war die gebürtige Meerbuscherin jahrelang in der Krimireihe "Alles Klara" zu sehen.

Dass sie Wolke mit Vornamen heißen darf, haben ihre Eltern sogar vor Gericht erstreiten müssen. Am 8. und 15. Februar spielt die 38-Jährige nun eine Frauenärztin, die eine Gemeinschaftspraxis eröffnet zusammen mit einer Hebamme. Die heißt allerdings Toni und ist ein Mann. Da haben wir mal nachgefragt.

Wären Sie selbst als werdende Mutter überrascht darüber?

"Nach diesem Film nicht mehr, davor sicher ja. Aber ich würde immer und überall nach Fachkompetenz gehen und nicht nach Geschlecht, sprich, wenn Toni die beste Hebamme ist oder mir meine Freundin die empfehlen würde und es ist ein Mann, würde ich überhaupt nicht zucken, dann würde ich auch den nehmen."

Wolke Hegenbarth über einen Mann als Hebamme

WDR 4 Vier Fragen 08.02.2019 00:18 Min. Verfügbar bis 08.02.2020 WDR 4

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Ihr Vorname "Wolke" ist ziemlich ungewöhnlich. Hat sich der in irgendeiner Form besonders ausgewirkt?

"Ich glaube, dass sich Menschen natürlich besser an mich erinnern konnten schon früh, weil sie den Namen noch nicht gehört hatten. Dementsprechend bleibt man mehr im Gedächtnis und hat es eventuell leichter, dass man sich an die Person erinnert, egal eigentlich, was man macht. Jetzt kommt das Fernsehen natürlich so dazu, am Anfang dachten natürlich alle, das ist ein Künstlername. Das war mir geradezu unangenehm, weil ich so dachte, ich würde gar nicht auf die Idee kommen, meinen Namen zu verändern für einen möglichen Berufswunsch. Der war halt einfach zuerst da. Also man kann sagen, vielleicht bin ich auch in meinen Namen, so gesehen, hineingewachsen. Jetzt passt er halt, weil ich im Fernsehen bin, aber er hätte auch gepasst, wenn ich Ärztin oder Anwältin geworden wäre, also das hätte ja dann auch gehen müssen."

Wolke Hegenbarth über Auswirkungen ihres Namens

WDR 4 Vier Fragen 08.02.2019 00:44 Min. Verfügbar bis 08.02.2020 WDR 4

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Schweben Sie öfter sozusagen auf Wolke 7?

"Ich habe auf jeden Fall oft das Gefühl, dass es mir gut geht. Ich bin oft dankbar für mein Leben, für die Dinge, die darin passieren, auch für meinen Beruf, für mein Umfeld, meine Familie. Also, ich gehe auf jeden Fall mit viel Dankbarkeit durchs Leben und dadurch, glaube ich, kann man einen sehr glücklichen Zustand erreichen, wenn einem bewusst ist, wie gut es einem geht. Und das habe ich tatsächlich wirklich häufig. Das letzte Mal heute morgen, dass ich dachte: Wie schön, ich kann einen Interviewtag geben. Es kommt überhaupt jemand und möchte wissen, was ich zu sagen habe. Das ist ja schon ziemlich spektakulär."

Schwebt Wolke Hegenbarth eigentlich auf Wolke 7?

WDR 4 Vier Fragen 08.02.2019 00:32 Min. Verfügbar bis 08.02.2020 WDR 4

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Gibt es etwas, was Sie selbst an sich nicht leiden mögen?

"Ja, meine Ungeduld, das ist schon anstrengend, manchmal für mich selber auch und für mein Umfeld auch. Es geht mir halt nichts schnell genug, das ist einfach grundsätzlich ein bisschen anstrengend. Dass ich gefühlt immer auf etwas warte, immer zuerst an der Tür stehe, immer denke, wann kommt die Antwort, wann meldet sich der? Also, es ist eine grundsätzliche Erwartungshaltung an Kommunikation, an eigentlich an alles und das ist eigentlich nicht gut."

Was Wolke Hegenbarth an sich nicht leiden kann

WDR 4 Vier Fragen 08.02.2019 00:30 Min. Verfügbar bis 08.02.2020 WDR 4

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Stand: 07.02.2019, 09:50

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