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Ullas Kochbuchwoche: Ein Lob des Wochenmarktes

Ullas Kochbuchwoche: Ein Lob des Wochenmarktes

Von Ulla Scholz

WDR 4-Köchin Ulla Scholz hat sich in der Region umgesehen und schöne Wochenmärkte gefunden, die sich mit neuen Konzepten den Bedürfnissen Ihrer Kunden anpassen.

Wochenmarkt

Mittlerweile sehen wir auf dem Wochenmarkt die Händler, die aus den Stadtteilen und Ortschaften verschwunden sind. Viele Fachgeschäfte haben aufgegeben, weil entweder die Ladenmieten zu hoch sind oder Metzger und Co. keine Nachfolger oder Lehrlinge finden. Selbst der Wochenmarkt hat es schwer, wenn er nicht mit der Zeit geht, da er gegen Onlinehandel und Lieferdienste und eine sich wandelnde Arbeitswelt konkurrieren muss.

Mittlerweile sehen wir auf dem Wochenmarkt die Händler, die aus den Stadtteilen und Ortschaften verschwunden sind. Viele Fachgeschäfte haben aufgegeben, weil entweder die Ladenmieten zu hoch sind oder Metzger und Co. keine Nachfolger oder Lehrlinge finden. Selbst der Wochenmarkt hat es schwer, wenn er nicht mit der Zeit geht, da er gegen Onlinehandel und Lieferdienste und eine sich wandelnde Arbeitswelt konkurrieren muss.

Im Urlaub können wir von schönen Märkten in aller Welt nicht genug bekommen. Der Markt ist schließlich so etwas wie die Visitenkarte einer Region. Auch bei uns in NRW kann das Einkaufen auf dem Markt ein richtiger Genuss sein. Es gibt neben Lebensmitteln auch noch andere Dinge, wie Wolle, Wäsche, Stoffe, Kochlöffel und Bürsten. Marktbetreiber versuchen mit modernen Konzepten und verlängerten Öffnungszeiten jüngere Kunden anzulocken.

Wochenmärkte haben einen großen sozialen Faktor. Um die City zu beleben, wurden in einigen Innenstädten – zum Beispiel in Bocholt – die Öffnungszeiten bis in den frühen Abend verlängert. Wenn sich noch ein Streetfood-Angebot dazu gesellt, ist es auch Berufstätigen möglich, nach Feierabend auf dem Markt frische Produkte aus der Region einzukaufen. Dabei kann man dann schnell etwas Leckeres essen und sich mit Freunden auf ein Glas Bier oder Wein verabreden.

Der Wochenmarkt, auf dem Ulla Scholz ihre Lebensmittel einkauft, ist eher der solide Klassiker am Vormittag. Er bietet einen Fischwagen aus dem Bergischen, zwei gut sortierte Käsestände, einen Händler mit Wild aus der Eifel, Bio-Gemüse vom Bauern aus dem Vorgebirge, einen Gewürzstand und es gibt zwei Metzger, bei denen man Ochsenbäckchen und frisches Eisbein bekommt. Der trendige Kaffee- und Gebäckwagen, der vor einigen Jahren dazukam, ist jetzt ein beliebter Treffpunkt, wo sich die Marktbesucher an Stehtischen bei Milchkaffee und Keksen munter unterhalten.

Stand: 20.10.2019, 00:00 Uhr