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Im urwüchsigen Wehbachtal

Im urwüchsigen Wehbachtal

Wer die Zivilisation für ein paar Stunden mal verlassen möchte und wirklich tief in einen ganz besonderen Wald eintauchen will, der ist im Wehbachtal und dem benachbarten Hundsdrilltal genau am richtigen Ort.

Das urwüchsige Wehbachtal

An manchen Stellen ist das Wehbachtal beinahe dschungelartig. Man verliert sich im Grün. Der Weg wird gesäumt von urwüchsigen Baumgestalten. Es ist ein tolles Gefühl, die Rinde solcher Bäume anzufassen.

An manchen Stellen ist das Wehbachtal beinahe dschungelartig. Man verliert sich im Grün. Der Weg wird gesäumt von urwüchsigen Baumgestalten. Es ist ein tolles Gefühl, die Rinde solcher Bäume anzufassen.

In diesem Mischwald sind vor allem die Eichen eindrucksvoll. Ihre schiefen Stämme machen deutlich, dass nicht nur gerade Wege nach oben führen.

In einem solchen Buchenwald mit teils 200 Jahre alten Bäumen, herrscht immer eine besondere Stimmung. Auf dieser Fläche darf der Wald so wachsen wie er will. Er wird nicht mehr bewirtschaftet.

"Totholz macht den Wald lebendig", sagen die Förster. Sie lassen hier abgestorbene Bäume stehen oder liegen, da sie für Käfer, andere Insekten und Spechte Lebensraum und Nahrungsquelle bedeuten. Pilze zersetzen den Totholzbaum und er dient als Humus der nachfolgenden Generation.

Man glaubt gar nicht, wie vielen Insekten die Rinde eines Totholzbaumes als Unterschlupf dient. Die Borke ist schon ganz brüchig, wenn man sie in die Hände nimmt.

Künstlich angelegte Tümpel liegen am Wegesrand. Mit etwas Glück kann man hier im Frühjahr Eisvögel beobachten. Im Moment jedoch halten sie sich an den größeren Flüssen, wie der Eder, auf, wo sie in Brutröhren an der Uferböschung ihre Küken ausbrüten und aufziehen.

Der Wehbach kreuzt unseren Weg. Viel Wasser führt er in diesem trockenen Sommer nicht. Ein größerer Schritt genügt, um ihn zu überwinden.

Manchmal lohnt es, den Blick zu heben, um in sattes Grün zu schauen.

Kleinere Mähwiesen sind im Wehbachtal auch zu sehen. Ideales Gebiet für Wildkatzen, die auf den Wiesen Mäuse jagen, und im angrenzenden dichten Wald Unterschlupf finden und derzeit ihre Jungen aufziehen.

Eine Kreuzung im Wald: "Hasenbahnhof" heißt diese Stelle, weil sich hier so viele Wege kreuzen wie Gleise auf einem Rangierbahnhof. Ob die Hasen immer richtig abbiegen?

Stand: 11.07.2019, 10:01 Uhr