Spaziergang auf dem "Wasser-Weg" durchs Essener Deilbachtal

Die "Wasser-Wege" wurden von den Naturfreunden NRW konzipiert – dieser Weg begleitet den Deilbach, einen Nebenfluss der Ruhr, der in Wuppertal entspringt und in Essen in den Baldeneysee mündet.

Übersichtstafel Nierenhof

An 13 Stationen gibt es unterwegs Infos und Interaktion zum Thema Wasser, zur Geschichte des Deilbachs und seinen Bewohnern.

An 13 Stationen gibt es unterwegs Infos und Interaktion zum Thema Wasser, zur Geschichte des Deilbachs und seinen Bewohnern.

Der Weg beginnt, wo der Fluss endet. Wenige Meter vom Bahnhof Essen-Kupferdreh fließt der Deilbach in die Ruhr und den Baldeneysee. Über eine kleine Brücke geht es von hier zunächst durch den Ort und ein Industriegebiet.

Schon bald wird die Landschaft idyllisch. Der Deilbach verbindet Essen und Wuppertal auf insgesamt 21 Kilometer Länge. Er war früher vor allem für die Energiegewinnung wichtig – sein Wasser trieb Mühlen und Hammerwerke an, wie z.B. den "Deilbach-Hammer", heute ein Museum.

Info-Tafeln erklären die einstige Nutzung und Veränderung der Landschaft – auch der Abbau und Transport von Sand- und Tonstein sowie Steinkohle veränderte die Flussregion. Über die "Hundebrücke" wurden einst Transport-Loren, sogenannte "Hunte", über den Deilbach zur parallel verlaufenden Eisenbahn gezogen.

Wenige Schritte weiter passiert man eine alte Ziegelei. In den denkmalgeschützten Gebäuden sind heute Kunstateliers untergebracht.

Wer genau hinschaut, kann um die Ziegelei herum überall auch Kunst entdecken.

Am Wegesrand stehen immer wieder Informationstafeln, die – wie hier – die heutigen Bewohner des Deilbach-Tals erklären.

Der Deilbach, in den vergangenen Jahrhunderten begradigt und stark durch Menschenhand verändert, wird derzeit renaturiert und fließt wieder ursprünglich und wild.

Der Weg führt nun an einer ausgedehnten Wiesenlandschaft entlang.

In wenigen Minuten und mit wenigen Schritten bewegen sich Spaziergänger durch gleich drei Stadtgebiete: Von Essen nach Hattingen und kurz darauf nach Velbert. Auf dem Boden sind die Stadtgrenzen markiert.

Immer wieder geht es über kleine Brücken, der Weg ist sehr gut ausgebaut, über die gesamte Strecke asphaltiert und barrierefrei.

An dieser Stelle können Spaziergänger ausruhen oder sich an der interaktiven Tafel versuchen. Hier geht es darum, Tier- und Pflanzenbilder zu erkennen und die richtigen Namen mit drehbaren Buchstabenwürfeln zuzuordnen.

Wer will, kann natürlich auch seine ganz eigene Kreation entwickeln und z.B. ein Tier erfinden, das es nur am Deilbach gibt …

Wie sich die Landschaft am Deilbach verändert hat und wie es künftig mit dem Tal weitergehen soll, auch darüber informieren die Naturfreunde NRW auf ihren Hinweis-Schildern.

Der Wasser-Weg ist insgesamt sechs Kilometer lang. Er endet schließlich direkt am Bahnhof Velbert-Nierenhof. Von hier kann man z.B. mit der S-Bahn durch das Deilbachtal zurück zum Ausgangspunkt fahren.

Stand: 02.07.2022, 00:00 Uhr