Industriekultur-Landschaft in Herdecke

Industriekultur-Landschaft in Herdecke

Der "Energiewirtschaftliche Wanderweg Herdecke" ist ein 4 km langer Themen-Wanderweg und vermittelt mit seinen vielen interessanten Bauwerken aus der Welt des Stroms ein bisschen Physik-Unterricht – vor allem aber führt er vorbei an zwei Seen, der Ruhr und mitten durch eine wunderschöne Fluss-Landschaft.

Spaziergang auf dem Energiewirtschaftlichen Wanderweg Herdecke

Der Spazierweg führt vom Cuno-Kraftwerk am Harkortsee bis zum historischen Koepchenwerk am Hengsteysee. An insgesamt zehn Schautafeln werden verschiedene Bereiche der Energiewirtschaft erläutert; unter anderem wird die Stromerzeugung durch Wasserkraft oder die Verstromung von Faulgas erklärt.

Der Spazierweg führt vom Cuno-Kraftwerk am Harkortsee bis zum historischen Koepchenwerk am Hengsteysee. An insgesamt zehn Schautafeln werden verschiedene Bereiche der Energiewirtschaft erläutert; unter anderem wird die Stromerzeugung durch Wasserkraft oder die Verstromung von Faulgas erklärt.

Der Weg beginnt am Harkortsee; in der Nähe der Minigolfanlage findet sich die erste von zehn Schautafeln. Sie erklärt die Funktionsweise der Faulgasanlage auf der gegenüberliegenden Uferseite. In dem Klärwerk wird Biogas als umweltschonende Energiequelle nutzbar gemacht.

Nach wenigen Metern erreicht man das Cuno-Kraftwerk mit seinem weithin sichtbaren Kamin. Das Dampfturbinen-Kraftwerk wurde 1908 als modernstes seiner Art in ganz Deutschland errichtet. Damals wurde die Turbinenanlage mit Steinkohle betrieben, inzwischen ist sie auf die Verbrennung von Erdgas umgestellt.

Das historische Ruhr-Viadukt der Rheinischen Eisenbahn, gebaut in den 1870er Jahren; heute ein Wahrzeichen der Stadt Herdecke.

Die imposante Rundbogenbrücke überspannt die Ruhr auf 310 Metern Länge mit gemauerten Bögen, jeder einzelne ist an die 30 Meter hoch.

In den Ruhr-Auen fühlen sich Kanada-Gänse wohl. Der Familien-Nachwuchs wird Spaziergängern zwar stolz präsentiert, aber auch gut bewacht.

Der Weg führt vom Harkortsee weiter an der Ruhr entlang bis zum nächsten Ruhr-Stausee, dem Hengsteysee.

Auf dem Wasser zieht ein majestätischer schwarzer Schwan seine Bahnen.

Bänke am Ufer laden zum Ausruhen und auch zum Picknicken ein.

Das Laufwasser-Kraftwerk Stiftsmühle. Hier fließt auch noch die Volme in die Ruhr. Findige Ingenieure dachten sich bereits 1930, dass auch die Kraft des fließenden Wassers wunderbar geeignet ist, um Strom zu erzeugen.

Am Hengsteysee findet sich ein weiteres Laufwasser-Kraftwerk – quer über die Staustufe führt eine rustikale Eisenfachwerkbrücke. Sie bietet Spaziergängern die Möglichkeit, den See zu umrunden.

Schiffs-Anleger am Hengteysee. Wer mag, kann hier auch mit dem Boot über die Ruhr schippern.

Gegenüber dem Schiffsanleger verweist eine weitere Info-Tafel auf das restaurierte Mundloch der einstigen Steinkohlen-Zeche Gotthilf. Hier werden die Zusammenhänge von Erdgeschichte, Bergbau und dem Leben zur Zeit der Frühindustrialisierung erläutert.

Weithin sichtbar liegt das Ziel des Spazierweges: Das 2007 modernisierte Koepchenwerk. Die Pumpspeicheranlage ist für Stabilisierung des Stromnetzes in der Umgebung unverzichtbar.

Das Koepchenwerk wurde 1929 als erstes deutsches Pumpspeicherkraftwerk dieser Größenordnung errichtet und ist heute technisches Baudenkmal. Direkt daneben wurde eine neue Anlage gebaut, die weiterhin in Betrieb ist. Wasser wird durch Rohre in ein Becken hoch oben im Fels gepumpt, um bei Rückfluss Energie zu erzeugen.

Blick vom Koepchenwerk über den Hengsteysee, die Ruhr, das Ardeygebirge – der 4 Kilometer lange Spazierweg bietet nicht nur lehrreiches in Sachen Energiewirtschaft, sondern ist auch voller Naturschönheiten, die ihrerseits Energie zurückgeben.

Stand: 01.07.2020, 13:38 Uhr