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"Bäume des Jahres" mit Schautafeln am Wegesrand

"Bäume des Jahres" mit Schautafeln am Wegesrand

Seit 1989, also seit 30 Jahren, werden die "Bäume des Jahres" von einem Expertengremium gekürt, Schirmherrin der Aktion ist die Bundesministerin für Landwirtschaft Julia Klöckner. Jeweils im Oktober wird eine neue Baumart mit dem Titel ausgezeichnet und dann im darauffolgenden Frühling in einer Pflanzaktion in den Essener Wald gesetzt. So ist inzwischen ein "Waldlehrpfad" entstanden, der auf Schautafeln am Wegesrand über Bedeutung und Besonderheiten des jeweiligen Baumes informiert. Startpunkt für einen Spaziergang ist der Waldfriedhof "An der Nittlau", hier gibt es auch eine Übersichtstafel.

Revierförster Armin Wuttke betreut den Waldlehrpfad von Anfang an – der errichtet wurde, um zu zeigen, wie viele tolle Bäume es gibt.

Mittlerweile sind es 30 gekürte Baumexemplare, die es auf dem Rundweg zu entdecken gilt.

Bänke am Wegesrand laden immer wieder zum Verweilen und Verschnaufen ein, Schautafeln informieren über die Besonderheiten der "Titelträger".

2017 wurde die Fichte zum "Baum des Jahres" erklärt – und in den Waldlehrpfad gepflanzt. Obwohl schnellwüchsig sind die Setzlinge noch klein. Auf der Infotafel erfährt man, dass sie 50 Meter hoch werden kann; zudem ist einiges über ihre Bedeutung in der Mythologie zu lesen.

Die Schilder am Weg informieren nicht nur über die mythologische und wirtschaftliche Bedeutung der Bäume. Sie erklären auch, woran die Bäume zu erkennen sind, was sie besonders und einzigartig macht.

Die Eibe, "Baum des Jahres 1997", ist eine immergrüne Pflanze. Ihre Nadeln und Früchte sind für Rehe und Hasen eine Delikatesse, für Menschen dagegen tödlich. Ein Stück Eibenholz am Körper getragen, wehrt böse Geister ab – so glaubte man früher …

Im Jahr 2004 wurde die Weißtanne gekürt. Einige der größeren Exemplare wurden leider schon von Baumräubern gefällt – vermutlich mussten sie als kostenlose Weihnachtsbäume herhalten.

Zum "Millenium"-Baum wurde im Jahr 2000 die Birke gewählt.

Der Rundweg führt an dieser Stelle durch eine ganze Birkenallee, vorbei an einer Lichtung.

Die Stürme der letzten Jahre haben viele der "ausgezeichneten" Bäume auf dem Gewissen. Hier eine umgestürzte Vogelkirsche, "Baum des Jahres 2010" – ein recht stabiles Exemplar, dass sich trotzdem nicht behaupten konnte.

Die Lärche ist eine der wenigen Nadelbäume, die im Winter ihre Nadeln verlieren. Achtung, auf dem Weg besteht hier Stolpergefahr aufgrund der vielen herumliegenden Lärchenzapfen!

Der Weg wird nun von einem leise plätschernden Flüsschen begleitet, "Kahlensiepen" heißt der kleine Bach, der von einer höher liegenden Quelle gespeist wird.

Der Bach führt in eine Talsohle, hier gedeihen Schwarzerlen, die "Bäume des Jahres 2003", ganz prächtig. Denn sie haben gerne "nasse Füße".

Der Weg steigt nun steil an und wird von immergrünem Wacholder gesäumt. 2002 bekam er seinen Titel zuerkannt. Viele Tiere lieben das duftende Holz und reiben ihr Fell am Wacholder – für die Pflanzen nicht sehr vorteilhaft, sie verkahlen an diesen Stellen, wie man hier deutlich sieht.

Der Wald öffnet sich urplötzlich zu einem Plateau mit einem wunderbaren Ausblick. Hoch über der Ruhr schaut man weit ins Tal hinein.

Stand: 14.03.2019, 11:54 Uhr