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Geführter Waldbade-Spaziergang durch den Uhlenhorster Forst

Geführter Waldbade-Spaziergang durch den Uhlenhorster Forst

Von Ulrike Modrow

Gerade im heißen Hochsommer ist es angenehm, im kühlen Wald spazieren zu gehen. Dazu kommt: Die Bäume rundherum sorgen nicht nur für eine entspannende Atmosphäre, sie wirken auf uns Menschen auch heilend und immunstärkend, das haben asiatische Wissenschaftler in Studien belegt.

Waldbade-Spaziergang durch den Uhlenhorster Forst

Wald tut gut, er hat eine besondere Erholungsfunktion – allein schon durch die frische Luft, die Ruhe und die vielfältigen Sinneseindrücke. Wer einen Tag im Wald verbringt, hat nachgewiesenermaßen sieben Tage lang deutlich mehr natürliche Killerzellen im Blut.

Wald tut gut, er hat eine besondere Erholungsfunktion – allein schon durch die frische Luft, die Ruhe und die vielfältigen Sinneseindrücke. Wer einen Tag im Wald verbringt, hat nachgewiesenermaßen sieben Tage lang deutlich mehr natürliche Killerzellen im Blut.

Waldbaden kann man allein oder auch in der Gruppe. Bei diesem geführten Waldbade-Spaziergang geht es durch den Uhlenhorster Forst in Mülheim.

Schon nach wenigen Schritten ist der Straßenlärm verklungen, die Luft riecht würzig, das Spiel von Licht und Schatten und das Grün der Blätter wirken stressmindernd. Zudem setzen die Bäume Substanzen frei, die eigentlich dem Pflanzenschutz dienen, auf die aber auch unser menschliches Immunsystem reagiert, wenn wir sie einatmen. Diese sogenannten "Terpene" aktivieren unsere Selbstheilungskräfte und steigern unser Wohlbefinden.

Beim Waldbaden geht es auf eine Entdeckungsreise. Welche Früchte gehören zu welcher Pflanze, welche Blumen und Kräuter wachsen am Wegesrand, wie klingt das Summen der Wildbienen?

Der Waldspaziergang führt auch abseits der Wege ins Unterholz hinein. Ungestört kann man hier Lockerungs- und Atemübungen absolvieren, die entspannen, die Sinne öffnen und für die Natureindrücke sensibilisieren.

Orangeroter Farbtupfer am Waldboden – ein seltener Korallenpilz.

Das dichte Blätterdach sorgt für die besondere, geschützte Atmosphäre im Wald.

Bucheckern sind die Früchte der Rotbuchen. Die essbaren Nüsschen in der aufgeplatzten Schale sehen wie eine Blume aus.

Die Vegetation in einem Mischwald wie dem Uhlenhorster Forst ist variantenreich. Neben Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern gibt es essbare Beeren und Kräuter, Farne oder wie hier Ilex-Ranken, die sogenannte Stechpalme.

Beim Waldbaden wird pro Stunde maximal ein Kilometer zurückgelegt. Es geht ums Entschleunigen, Beobachten und Verweilen. Trink-Pausen sind dabei gerade im Sommer auch wichtig.

Roter Hingucker am Wegesrand – die Vogelbeere, auch Eberesche genannt. Für Tiere eine wertvolle Futterpflanze, gekocht und z.B. zu Marmelade verarbeitet ist sie auch für Menschen ein Genuss. Daneben eine hellgrüne Farnwiese im Unterholz

Wie weich ist das Moos unter den Füßen oder wie fühlt sich die Baumrinde an – wer mag, kann den Wald auch ertasten, erfühlen und vielleicht auch mal einen Baum umarmen.

Stand: 20.08.2020, 10:30 Uhr