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Ein Landschaftsidyll mit Vogelvielfalt

Ein Landschaftsidyll mit Vogelvielfalt

Neben zahlreichen Vogelstimmen-CDs gibt es inzwischen viele Apps fürs Handy, die helfen können, anhand des Zwitscherns den jeweiligen Vogel zu erkennen. Dazu reicht es schon, sich in den eigenen Garten zu setzen und genau zuzuhören. Auch in städtischen Parks gibt es zum Trainieren jede Menge Gelegenheit – hier gibt es mehr Vogelarten als in Wäldern!

Gedenkstein am Spazierweg im Gethmannschen Garten in Hattingen

Besonders empfehlenswert für einen Vogelstimmen-Spaziergang ist z. B. der "Gethmannsche Garten" in Hattingen-Blankenstein. Er wurde 1808 von einem wohlhabenden Unternehmer, Carl Friedrich Gethmann, als einer der ersten öffentlichen Volksgärten auf einem Hang hoch über der Ruhr errichtet.

Besonders empfehlenswert für einen Vogelstimmen-Spaziergang ist z. B. der "Gethmannsche Garten" in Hattingen-Blankenstein. Er wurde 1808 von einem wohlhabenden Unternehmer, Carl Friedrich Gethmann, als einer der ersten öffentlichen Volksgärten auf einem Hang hoch über der Ruhr errichtet.

Gut zu erkennen am hohen, leicht melancholischen Gesang, aber auch ein Farbtupfer in den Ästen: das Rotkehlchen.

Der Weg führt auf einer Anhöhe entlang, immer wieder bietet sich ein toller Panoramablick über das Ruhrtal.

Abstecher zur "Gertrudengrotte": An dieser Stelle war einst ein Gesteinsbrocken aus der Felswand gebrochen. Die so entstandene mystische Grotte inspirierte angeblich den Hattinger Geschäftsmann Carl Friedrich Gethmann zur Gestaltung eines Landschaftsgartens für die heimische Bevölkerung.

Wer genau hinschaut, erkennt die in den Fels gemeißelte Jahreszahl 1808 – das Entstehungsjahr der öffentlichen Parkanlage "zur Vergnügung und zur Freude am Schönen".

Spatzen tschilpen unermüdlich am Wegesrand.

Zum Garten gehören auch weitläufige Wiesenflächen, derzeit blühen hier die Osterglocken.

Die Rasenflächen sind auch für die Vögel wichtig – u. a. Amseln gehen hier auf Nahrungssuche und werden ganz offensichtlich fündig.

Der Gethmannsche Garten bietet auch mehrere künstlich angelegte Aussichtsplattformen – hier geht es zum "Friedrichsberg". Man erreicht ihn über einen spiralförmig angelegten "Schneckengang" oder eine Bogenbrücke.

Diese Bogenbrücke führt auf den Friedrichsberg, eine künstliche Anhöhe mit einem traumhaften Blick auf die gegenüberliegende Burg Blankenstein. Manchmal kreisen Turmfalken über dem alten Gemäuer.

Leicht zu erkennen ist auch der Specht an seinem charakteristischen Trommeln - in vielen Baumstümpfen sind zudem seine Behausungen, die typischen Höhlen, auszumachen.

Mit etwas Glück (und einem Fernglas) kann man ihm auch "bei der Arbeit" zuschauen – ein Buntspecht auf Futtersuche.

Eine Allee verbindet den Friedrichsberg mit der "Wilhelmshöhe", ebenfalls eine künstlich geschaffene Anhöhe. Sie bietet einen Ausblick nach Bochum-Linden und zur Burg Altendorf.

Durch die "Tannen-Allee" führt der Weg weiter durch ein Waldstück. Sträucher bieten ein gutes Versteck für Heckenbraunelle und Grünling.

Auch Meisenarten fühlen sich hier wohl – in diesem Fall ein Kohlmeise.

"Höhe"-Punkt der Gartenanlage: die kreisförmig ummauerte Panorama-Plattform "Belvédère", übersetzt "schöne Aussicht". 70 Meter hoch über dem Ruhrtal ist der Ausblick in der Tat spektakulär.

Ein Ruhr-Wehr rauscht in der Tiefe, entfernt schnattern Enten und Schwäne: Der Weitblick über das Ruhrtal ist zu jeder Jahreszeit atemberaubend schön.

Stand: 01.04.2020, 13:01 Uhr