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Wo Prinzessinnen reiten und spazieren gehen – unterwegs im Schlosspark Bad Berleburg

Wo Prinzessinnen reiten und spazieren gehen – unterwegs im Schlosspark Bad Berleburg

Von Andrea Klasen

Bad Berleburg ist umgeben von weiten herrlichen Wäldern, aber manchmal möchte man auch in feinem Zwirn und mit eleganten Schuhen flanieren und in kultivierter und gezähmter Natur unterwegs sein. Der Schlosspark Bad Berleburg eignet sich gut für einen solchen Sonntagsspaziergang.

Bad Berleburger Schlosspark

Die Kastanienallee im Schlosspark führt zur Orangerie. Wer Gutes tun will, sammelt die Kastanien vom Boden auf und bringt sie zur fürstlichen Rentkammer. Die Mitarbeiter verfüttern die Früchte an das Rot- und Schwarzwild in den fürstlichen Wäldern. Die Sammler – meist Kinder – bekommen für ihre Arbeit ein kleines Taschengeld.

Die Kastanienallee im Schlosspark führt zur Orangerie. Wer Gutes tun will, sammelt die Kastanien vom Boden auf und bringt sie zur fürstlichen Rentkammer. Die Mitarbeiter verfüttern die Früchte an das Rot- und Schwarzwild in den fürstlichen Wäldern. Die Sammler – meist Kinder – bekommen für ihre Arbeit ein kleines Taschengeld.

Die Könige und Fürsten des Barockzeitalters hatten alle prächtige Pferde in ihren Marställen und nahmen Unterricht bei ihren Reitmeistern. - Hier im Berleburger Schlosspark trainiert heute die Tochter des Hauses, Nathalie zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg ihre Pferde. Sie hat olympisches Gold 2008 in Peking gewonnen – leider für Dänemark, denn sie ist dänische Staatsangehörige.

Neben dem Dressurviereck steht die Orangerie. Eigentlich war es ein Lusthaus, doch die Berleburger sprechen lieber von der "Orangerie", obwohl hier nie Zitruspflanzen aus fernen Ländern kultiviert worden sind. Heute kann man in der Orangerie heiraten.

Eine der vier Musen vor der Orangerie. Amazonengleich mit einem Jagdfalken. Noch heute veranstaltet die fürstliche Familie Jagden mit vielen Gästen in ihren Wäldern.

Der Bad Berleburger Schlosspark ist zu jeder Jahreszeit schön. Im Herbst jedoch zieht der japanische Fächerahorn alle Blicke auf sich. Er verbreitet japanisches Flair und es fehlen nur noch Kraniche auf dem großen Teich im Park.

Doch dort sitzt nur ein bedröppelter Graureiher und ist bei Regenwetter nicht mal an den Karpfen interessiert, die um ihn herum schwimmen. Mit eingezogenem Kopf verschmilzt er mit dem Grau und wartet auf besseres Wetter.

Der Park liegt unterhalb des Schlosses. Ein Kleinod, in dem viele in Berleburg arbeitenden Menschen ihre Mittagspause verbringen. Manchmal trifft man auch Prinzessin Benedikte im Park, die sich hier die Beine vertritt.

Früher war der Schlosspark ein Tiergarten, in dem auch frei laufende Pferde lebten. In diesem Haus soll der Alchimist Johann Conrad Dippel zu Zeiten des Grafen Casimir im 18. Jahrhundert seine Experimente gemacht haben.

Dieses Haus hat – ebenfalls im 18. Jahrhundert – der Färber Bange gemeinsam mit einem anderen Berleburger gebaut. Quasi als Doppelhaushälfte mit einer gemeinsamen Eingangstür. Das schöne alte Haus entdeckt, wer den Schlosspark über die Tiergartenstraße verlässt.

Stand: 09.10.2020, 11:07 Uhr