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Auf dem Naturlehrpfad Alte Körne in Dortmund

Auf dem Naturlehrpfad Alte Körne in Dortmund

Von Ulrike Modrow

Der Naturlehrpfad führt durch ein Naturschutzgebiet im Dortmunder Nordosten. Er verläuft durch Felder, Wälder und Wiesen und folgt dem Bachbett der "Alten Körne", die dem vor langer Zeit trocken gelegten Sumpfgebiet den Namen gegeben hat.

Im Jahr 2007 wurde dieser besondere Spazier- und Wanderweg eröffnet. Angelegt haben ihn die ehrenamtlichen Umweltschützer vom "Initiativkreis Naturlehrpfad Alte Körne".

Übersichtstafel am Eingang. Der Pfad ist als Rundweg angelegt und führt insgesamt über 6,5 Kilometer, es gibt aber zahlreiche Abkürzungen und Alternativwege.

Der Weg ist gut ausgebaut und bequem zu laufen. Er wird ständig vom Initiativkreis gewartet und führt von einem Wohn- in ein idyllisches Wald-Gebiet hinein.

Das Fluss-Bett der "Alten Körne" ist immer gegenwärtig. Nur bei starkem Regen führt es Wasser.

Abzweig in den "Eiben-Weg", die immergrünen Gehölze wachsen heute nur noch als vereinzelte Sträucher. Eine Schautafel vermittelt Hintergrundinformationen: Insgesamt gibt es 100 Erklär-Schilder zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt.

Parallel zum Eiben-Weg verläuft der Ilex-Weg. Ilex ist auch als "Stechpalme" bekannt. Ihr winterlicher Beerenschmuck macht die heimischen Vögel glücklich, denn die leuchtend-roten Beeren sind eine begehrte Nahrungsquelle.

So nah an der Stadt, wirkt der Wald doch ursprünglich und fast mystisch mit seinen efeuumrankten Bäumen.

Der Lehrpfad führt an einem kleinen Weiher entlang. Die Schautafel informiert über die Teich-Bewohner und den Artenreichtum, den man hier finden kann.

Unbeachtet und ungeliebt stehen sie am Wegesrand – dabei sind Brennnesseln wertvolle Heilpflanzen und auch als Suppe oder Salat lecker und gesund. Man muss nur den Trick kennen, wie man die Blätter erntet, ohne sich an den Brenn-Haaren zu verletzen.

Mannshoch wächst Farn im Unterholz. Eine Info-Tafel erklärt die vielen unterschiedlichen Arten.

An vielen Stellen wachsen Holunder-Büsche direkt neben dem Weg. Jetzt im Herbst tragen sie Dolden voller tiefschwarzer Beeren. Sie sollten nur reif verzehrt werden, dann sind sie sehr aromatisch und enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe.

Ein sogenanntes "Dendrophon", eine Art Xylophon aus unterschiedlichen Baumsorten. Wer mit einem Stab dagegen schlägt, lernt: Je härter das Holz, umso heller der Klang.

Der Lehrpfad führt durch eine ganz unterschiedliche Natur – durch dichten schattigen Wald, vorbei an Feldern, hier geht es an einer sonnigen Wiese entlang.

Ein "Insektenhotel", eine Nist- und Überwinterungshilfe für Wildbienen und Käfer. Wer mag, kann sich hier auf einer Bank ausruhen und den "Hotelgästen" zuschauen.

Zum Verschnaufen eignet sich auch der Wald-Rastplatz. Hier kann man es sich auf abgestorbenen Baumstämmen gemütlich machen. Wer es aktiver mag, kann auf den Stämmen seine Balance testen oder aus den herumliegenden Ästen kreative Gebilde erschaffen.

Stand: 18.09.2020, 13:44 Uhr