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Spaziergang durch den Gleispark Frintrop

Spaziergang durch den Gleispark Frintrop

Von Ulrike Modrow

Ein zwei Kilometer langer Rundweg führt durch das Naherholungsgebiet. Ruinen und Skulpturen am Wegesrand erinnern immer wieder an die Eisenbahnepoche, die in den 1960er Jahren zu Ende ging.

Spaziergang durch den Gleispark Frintrop

Einer der Eingänge, die in den Park hineinführen: Die Infotafel klärt über Geschichte, Hintergründe sowie die neu entstandene Fauna und Flora auf.

Einer der Eingänge, die in den Park hineinführen: Die Infotafel klärt über Geschichte, Hintergründe sowie die neu entstandene Fauna und Flora auf.

Eine Luftaufnahme des Gleisparks.

Ein weiterer Zugang zum Park beginnt unter der Ripshorster Brücke. Das Bauwerk mit seinen markanten roten Sinusbögen wurde 2010 mit dem Preis des Deutschen Stahlbaus ausgezeichnet.

Der Weg führt zunächst durch ein Birkenwäldchen. Birken zählen zu den sogenannten Pionierpflanzen, also zu den anspruchslosen Arten, die sich als erste Lebensraum zurück erobern.

Die Wege sind so angelegt, dass sie den Verlauf der einstigen Gleise nachzeichnen. Sitzbänke, wie hier am Ende eines Weges, symbolisieren Abstellgleise.

An vielen Stellen wurden Aussichtstreppen errichtet. Auch sie stehen genau an den Orten, an denen einst eine Schienenstrecke verlief.

Von den Aussichtspunkten sieht man gut, wie die Schneisen durch das Wäldchen verlaufen. Mit ein bisschen Fantasie kann man sich vorstellen, wie hier früher Züge entlang fuhren.

Um auch Amphibien in den Park zu locken, wurden kleine Tümpel angelegt. Sie bieten Kröten und Fröschen ideale Bedingungen zum Laichen. Der Park bietet inzwischen vielen Tierarten einen neuen Lebensraum, auch rund 250 Pflanzenarten haben sich mittlerweile hier angesiedelt.

Die früheren Gleise wurden aus dem Park entfernt, trotzdem erinnern die Wege immer wieder an ihren einstigen Verlauf.

Rostige Eisenschwellen als Kunstobjekt – auch sie erinnern an die Vergangenheit des Parks.

Ein sterbender Baum – er wird absichtlich in Ruhe gelassen und nicht gefällt. Im Gleispark ist die Natur in neuer Wildheit sich selbst überlassen.

Ein Großteil des Gleisparks besteht aus einer Wiesenlandschaft. Die Schotter-Flächen zeigen, dass auch hier einst Gleise entlangführten.

Ein Stapel alter Bahnschwellen als Symbol der Eisenbahn-Vergangenheit.

Zentraler Ort im Park ist diese steinerne Aussichtspyramide am sogenannten Drehberg. Hier gab es früher eine große Drehscheibe, auf der die Güterwaggons in unterschiedliche Richtungen verteilt wurden. Heute ist es ein wunderbarer Ort, um auf einer Ruhebank Platz zu nehmen, über das Gelände zu schauen und die Natur zu genießen, die sich selbst neu geschaffen hat.

Stand: 08.04.2021, 13:28 Uhr