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Spaziergang am Schwarzen Wasser in Wesel

Das "Schwarze Wasser" liegt landschaftlich reizvoll in einer durch Regenwasser gespeisten Senke, umgeben von bewaldeten Dünen. Sein Name rührt von der dunklen Färbung des Wassers her, die auf Huminstoffe der Moorvegetation zurückzuführen ist.

Wegweiser zum "Schwarzen Wasser" in Wesel

Rund um den Heideweiher führt ein Naturerlebnisweg, auf dem Spaziergänger die einzigartige und ganz besondere Tier- und Pflanzenwelt entdecken können.

Rund um den Heideweiher führt ein Naturerlebnisweg, auf dem Spaziergänger die einzigartige und ganz besondere Tier- und Pflanzenwelt entdecken können.

Das "Schwarze Wasser" ist schon seit 1936 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und gehört damit zu den ältesten Naturschutzgebieten in NRW.

Der Rundweg ist durchgängig beschildert; immer wieder finden sich informative Tafeln mit Erklärungen und Hinweisen.

Auf einer Lichtung wächst in Büscheln das sogenannte "Pfeifengras".

Das Gras wurde früher zum Reinigen von Lesepfeifen genutzt. Lesepfeifen hatten einen besonders langen Schaft, damit der Rauch beim Lesen nicht in die Augen geriet. Die langstieligen Halme des Pfeifengrases waren hier ideal – sie wurden durch den Schaft gezogen, die Rispe am Ende säuberte dann die Pfeife.

Diese Info-Tafel erläutert die Entstehungsgeschichte des "Schwarzen Wassers".

Einen besonders guten Überblick über das gesamte Areal hat man von der "Aussichtsdüne". Diese Treppe führt hinauf.

Circa drei Fußballfelder groß und nur anderthalb Meter tief ist das "Schwarze Wasser" – das momentan gar nicht schwarz, sondern eher grün erscheint. Grund ist eine Binsenart, die sich in den letzten Trockenjahren extrem ausgebreitet hat.

Das ist der Übeltäter – die Knotenbinse. Sie bildet besonders viele Ausläufer und kann sich damit schnell vermehren.

Im nähr- und sauerstoffarmen Wasser des Heideweihers gedeihen auch das seltene Froschkraut und der Fieberklee.

Der Weg führt nun aus dem schattigen Wald heraus, auf eine offene baumlose Fläche – diese wiederhergestellte Heide-Landschaft prägte einst das Gebiet um den Weiher.

Das Heidekraut steht derzeit in voller Blüte. Eine Herde Heidschnucken weidet ab und zu.

Der Rundweg führt nun am anderen See-Ufer zurück und wieder in den Wald hinein. An diesem Aussichtspunkt können Spaziergänger noch einmal verweilen.

Ausruhen und Natur genießen, seltene Pflanzen entdecken, Tiere beobachten, Wissenswertes an den Infotafeln lesen – das alles ist möglich bei einem Spaziergang am "Schwarzen Wasser", einem der der letzten ursprünglichen Heideweiher in der Region.

Stand: 31.07.2022, 00:00 Uhr