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Duisburg-Ruhrort: Deutschlandweit einzigartige "Horst-Schimanski-Gasse"

Duisburg-Ruhrort: Deutschlandweit einzigartige "Horst-Schimanski-Gasse"

Wer heute durch das Hafenviertel spaziert, kann nicht nur sehen, wie sich das einstige "St. Pauli des Ruhrgebietes" wandelt, natürlich ist auch überall Tatort-Kommissar Horst Schimanski gegenwärtig.

Auf den Spuren von "Schimmi" – Spaziergang durch Duisburg-Ruhrort

Einen Rundgang durch das alte Hafenviertel beginnt man am besten direkt am Wasser, am Pegel Ruhrort unterhalb der Friedrich-Ebert-Brücke.

Einen Rundgang durch das alte Hafenviertel beginnt man am besten direkt am Wasser, am Pegel Ruhrort unterhalb der Friedrich-Ebert-Brücke.

Auf dem alten Leinpfad wurden früher die Transportschiffe von Pferden stromaufwärts gezogen.

An genau dieser Stelle wurde es im ersten "Schimmi-Krimi" blutig: Im Tatort "Duisburg Ruhrort" von 1981 wurde hier die erste Leiche gefunden.

Die Ruhrorter Brückentürme sind ein Wahrzeichen des Hafenstadtteils und stehen seit 1985 unter Denkmalschutz. Für den Tatort waren sie auch Filmkulisse; hier hatte Schimmis Kollege Thanner seine Wohnung.

Mittendrin im alten Hafen-Viertel: Viele Fassaden zeugen von Seemanns-Traditionen und tragen Schiffs-Symbole.

In der Fabrikstraße gab es im 19. Jahrhundert tatsächlich eine Fabrik, viele Häuser stammen noch aus dieser Zeit.

Dieser Brunnenschacht wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut – er wurde 1985 zufällig bei Straßenbauarbeiten entdeckt und anschließend restauriert.

Im Herzen von Ruhrort, auf dem Neumarkt. Viele prächtige Häuserfassaden spiegeln den Wohlstand des einst dicht bevölkerten Viertels dank des Hafengewerbes wieder.

Seit 1900 gibt es am Neumarkt die Traditionskneipe "Alt Ruhrort", auch "Zum Itze" genannt. Sie zeugt noch von einer Zeit, als Ruhrort das "St. Pauli des Ruhrgebiets" war. Bis in die 60er Jahre hinein gab es hier mehr als 120 Kneipen und jede Menge Rotlicht.

Der legendäre "Anker", Schimmis Lieblingskneipe. Hier lernte der Tatort-Kommissar seine erste Liebe, die fesche Wirtin Lilo, kennen, hier aß er mit seinem Kollegen Thanner Muscheln und hier prügelte er sich zum ersten Mal.

Auch im Inneren der einstigen Schifferkneipe ist Schimmi allgegenwärtig – mit Portraits an den Wänden, aber auch auf der Speisekarte mit der "XXL-Schimanski-Currywurst".

Der Rundgang führt über die deutschlandweit einzige "Horst-Schimanski-Gasse" zurück zum Wasser. Vor sechs Jahren wurde die namenlose Straße nach langem Hin und Her so getauft. Die Stadtoberen haderten lange Zeit mit dem Schmuddel-Image des Duisburger Tatort-Kommissars.

Auch gehäkelte Exemplare des Straßenschildes existieren, angefertigt von der "Duisburger Strickguerilla".

Stand: 12.03.2020, 13:44 Uhr