Zum höchsten Punkt von Wanne-Eickel

Wo einst Zechen-Abraum abgekippt wurde und Züge voller Stahl und Erz auf ihren Gleisen quietschten, zwitschern heute Vögel im Naturschutzgebiet: Die Pluto-Halde liegt direkt neben der ehemaligen Erzbahntrasse, die der Regionalverband Ruhr zu einem tollen Rad- und Spazierweg umgebaut hat.

Treppenstufen auf dem Spazierweg nahe der Pluto-Halde bei Herne

Die Erzbahntrasse führt von Gelsenkirchen bis nach Bochum; ein Abstecher zur Pluto-Halde lohnt sich – nicht nur wegen der Ausblicke von der Kanzel des 2014 errichteten Aussichtsturms.

Die Erzbahntrasse führt von Gelsenkirchen bis nach Bochum; ein Abstecher zur Pluto-Halde lohnt sich – nicht nur wegen der Ausblicke von der Kanzel des 2014 errichteten Aussichtsturms.

Die Erzbahntrasse beginnt am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen. Hier schwebt die "Grimberger Sichel" fast schwerelos über dem Wasser. Die filigrane, 150 Meter lange Hängebrücke wird an Stahlseilen von einem einzigen, 48 Meter hohen Stahlpylon gehalten. 2010 wurde die Brücke mit dem European Steel Bridges Award geadelt.

Über die alte Bahnstrecke geht es Richtung Herne, vorbei am Grimberger Hafen auf der rechten Seite und der Gelsenkirchener "Zoom Erlebniswelt" auf der linken Seite. Mit etwas Glück kann man an einigen Stellen durch den Zaun in den Zoo hineinschauen.

Über den "Hüller Bach", der gerade renaturiert wird, läuft man nun durch ein Gewerbegebiet.

Am Wegesrand trifft man mehrfach auf diese bemoosten Betonklötze – sogenannte "Ein-Mann-Bunker" aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie boten damals den Streckenbegleitern Schutz vor Luftangriffen und sollen heute als Mahnmal dienen.

Unter der A42 hindurch führt der Weg jetzt auf Herner Stadtgebiet weiter.

Linkerhand biegt nun ein kleiner Pfad zur Pluto-Halde ab.

Der Weg führt in ein idyllisches Naturschutzgebiet. Bänke am Wegesrand laden zum Genießen und Ausruhen ein.

Von weitem ist der Aussichtsturm auf dem Haldengipfel bereits zu sehen.

Rund einen Kilometer Luftlinie entfernt: die Zeche Pluto, ein Steinkohlebergwerk, das von 1860 bis 1976 in Betrieb war. Aus dem Zechen-Abraum entstand die Halde Pluto.

40 Stufen muss man bis zum Haldengipfel mit der Aussichtskanzel erklimmen: 75 Meter über dem Revier ragt sie in den Himmel.

Von der Plattform genießt man einen Panorama-Blick über die Haldenlandschaft und weite Teile des Ruhrgebiets.

Stand: 23.09.2022, 14:06 Uhr