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Rund um die Obernautalsperre

Rund um die Obernautalsperre

Wer auf die ruhige Wasseroberfläche der Obernautalsperre blickt, der schaltet sofort in einen Entspannungsmodus um. Begibt man sich dann auf den Rundweg um das Trinkwasserreservoir, erlebt man eine wohltuende Weite und genießt eine einsame Natur.

Rund um die Obernautalsperre

Der Entnahmeturm empfängt den Besucher. Auf dem Staudamm entscheidet sich dann, ob man den Weg links oder rechts herum gehen möchte. Und egal wie oft man ihn geht: Wasser, Himmel und Landschaft sehen immer anders aus.

Der Entnahmeturm empfängt den Besucher. Auf dem Staudamm entscheidet sich dann, ob man den Weg links oder rechts herum gehen möchte. Und egal wie oft man ihn geht: Wasser, Himmel und Landschaft sehen immer anders aus.

Tafeln am Staudamm erzählen etwas über unser Trinkwasser und die Talsperre. Die Texte und Bilder sind auch für Kinder interessant. Hier können wir erfahren, wie und woher das Wasser aus dem Kran kommt und wie viel Wasser wir Menschen jeden Tag so verbrauchen.

Die Obernautalsperre ist zwischen 1967 und 1972 gebaut worden. Nach einer Trockenperiode in den 1950er Jahren wollte man die Wasserversorgung in der Region sicherstellen. Man gründete den Wasserverband Siegen-Wittgenstein und baute zuerst die kleinere Breitenbachtalsperre bei Hilchenbach, dann die Obernautalsperre.

Der Obernautalsperre mussten die Ortschaften Nauholz und Obernau weichen, außerdem Teile von Brauersdorf. Das Ortsschild erinnert daran, dass hier mal ein Dorf gestanden hat. Die Häuser wurden teilweise abgebrannt - als Übung für die Feuerwehr. Viele, die ihr Haus verlassen mussten, fanden das unpassend.

Der Entnahmeturm vor dem mächtigen Staudamm. Am Fuß ist der Damm 281 Meter, auf der Krone zehn Meter breit. Dahinter liegt die Ortschaft Brauersdorf. Über den Entnahmeturm wird aus verschiedenen Wassertiefen "Rohwasser" entnommen, das dann später in einer Aufbereitungsanlage zu Trinkwasser wird.

Der zehn Kilometer lange Obernau-Rundweg bietet immer wieder neue Perspektiven aufs Wasser. An der Obernautalsperre genießen Spaziergänger eine unglaublich entspannende Weite.

Im Winter wird wohl niemand auf die Idee kommen, ins Wasser zu steigen. Im Sommer schon eher. Doch das Baden in der Trinkwassertalsperre ist streng verboten. Wer baden will, kann ins Freizeitbad Netphen gehen. Das liegt weniger als einen Kilometer von der Talsperre entfernt.

Wem die Distanz des Rundweges nicht reicht - von der Obernautalsperre aus gehen weitere Wanderwege ab. Einer von ihnen führt zum Forsthaus Hohenroth, das immer einen Besuch wert ist.

Stand: 12.01.2019, 00:00 Uhr