Spaziergang im Naturschutzgebiet Mühlenstrang in Schwerte

Die langen Gräser wiegen sich im Wind, ein Kuckuck ruft und die Kälber der Mutterkuhherde spielen miteinander. Die Ruhraue rund um den Mühlenstrang und den Ruhrfeldgraben ist idyllisch und ein Kleinod, obwohl viele Menschen dort Erholung suchen.

Der Ruhrfeldgraben

Der Ruhrfeldgraben fließt durch das Naturschutzgebiet Mühlenstrang, das zahlreichen Wasservögeln Lebensraum bietet und Rastplatz für durchziehende Vögel ist. Sogar Störche kann man hier manchmal beobachten. Das Fließgeräusch des Ruhrfeldgrabens begleitet uns auf unserem Spaziergang.

Der Ruhrfeldgraben fließt durch das Naturschutzgebiet Mühlenstrang, das zahlreichen Wasservögeln Lebensraum bietet und Rastplatz für durchziehende Vögel ist. Sogar Störche kann man hier manchmal beobachten. Das Fließgeräusch des Ruhrfeldgrabens begleitet uns auf unserem Spaziergang.

Parallel zum Ruhrfeldgraben zwischen Schwerte und Geisecke verläuft der Ruhrtalradweg, der auch für Spaziergänger frei ist. Die Hecke macht ein Nebeneinander dieses stark frequentierten Weges und der Naturschutzflächen möglich. Die Tiere, die hier leben, wissen, dass die Hecke aus Weißdorn, Traubenkirsche und Hagebutte sie schützt. Auch vor Hunden, die leider nicht angeleint sind.

Die Dorngrasmücke, deren Lied hier oft erklingt, wenn man seine Sinne dafür öffnet. Auch ein Kuckuck ist von Zeit zu Zeit zu hören. Er war einst typischer Bewohner unserer Auenlandschaften. Durch das wärmer werdende Klima in unseren Breiten kehrt er zurück.

Der flutende Wasserhahnenfuß wächst im Ruhrfeldgraben und schwingt mit der Strömung mit. Im Frühsommer beginnt er weiß zu blühen. Er ist ein Indikator für gute Wasserqualität. Aus Ruhr und Ruhrfeldgraben wird Trinkwasser für die vielen Menschen im Ruhrgebiet gewonnen.

Die Auenlandschaft des NSG Mühlenstrang erstreckt sich links und rechts des Ruhrtalradweges. Südlich der Weiden und Wiesen fließt die Ruhr. Wer sich Weiden und Wiesen dort anschaut, kann Senken und Bögen erkennen von Wegen, die die Ruhr einmal genommen hat, denn eine Auenlandschaft erzählt auch immer von der natürlichen Dynamik eines Flusses.

Hier ist einst die Ruhr geflossen, bevor sie nach einem Hochwasser einen neuen Lauf etwas weiter südlich genommen hat. Ihr ehemaliges Flussbett fasst heute das Wasser des Mühlenstrangs. Wassergräben wie der Mühlenstrang dienen dem Hochwasserschutz. Der Mühlenstrang etwa fängt alle von Norden zulaufenden Bäche ab und leitet – im Falle eines Hochwassers – die Wassermassen um die Wassergewinnungsflächen herum und speist erst danach wieder die Ruhr.

Schnurgerade verläuft hier der Ruhrtalradweg. Parallel dazu fließt auf der linken Seite der Ruhrfeldgraben. Auf den ersten Blick mag die lange Gerade eintönig erscheinen, aber links und rechts des Weges gibt es viel zu entdecken. Im Frühjahr ist die Luft voller Düfte und Vogelgesang.

Die Mutterkuhherde von Haus Rutenborn (im Hintergrund zu sehen). Die Charolais verbringen viele Monate des Jahres auf den Wiesen des Naturschutzgebietes Mühlenstrang. Sie sorgen dafür, dass das Gebiet nicht verbuscht. Diese offene Landschaft dient besonderen Pflanzen und Tieren als Lebensraum. In dieser Mutterkuhherde, die zur Fleischgewinnung gehalten wird, dürfen die Kälber bei ihren Müttern bleiben. Anders in Milchviehbetrieben, wo die Kälber nach wenigen Tagen oder Stunden von ihren Müttern getrennt werden, damit der Mensch ihre Milch bekommt.

Blick auf das Schilf, das in dieser Auenlandschaft wächst. Es bietet Vögeln wie dem Rohrammer oder dem Teichrohrsänger wertvollen Lebensraum.

Stand: 14.05.2022, 00:00 Uhr