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Grauer Schiefer und wilde Natur - auf dem Premium-Wanderweg "Bei de Hullerkeppe" in Bad Berleburg-Dotzlar

Engen Pfaden folgen, gurgelnden Bächen zuhören, Relikte des Schieferbergbaus entdecken, Blaubeeren pflücken, Wacholderheiden bestaunen, durch eine dicht gewachsene Brombeerwildnis gehen und danach weite Blicke in die Landschaft genießen. All das ist möglich auf dem Premium-Wanderweg "Bei de Hullerkeppe".

Grauer Schiefer und wilde Natur - auf dem Premium-Wanderweg Bei de Hullerkeppe in Bad Berleburg-Dotzlar

Der Wanderweg "Bei de Hullerkeppe", der rund um den Bad Berleburger Ortsteil Dotzlar führt, ist ein Wanderweg der Spitzenklasse, vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Zertifikat "Premium-Wanderweg" ausgezeichnet. "Bei de Hullerkeppe" führt uns durch eine beeindruckende Landschaft und lässt uns vollkommen eintauchen in die Natur.

Der Wanderweg "Bei de Hullerkeppe", der rund um den Bad Berleburger Ortsteil Dotzlar führt, ist ein Wanderweg der Spitzenklasse, vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Zertifikat "Premium-Wanderweg" ausgezeichnet. "Bei de Hullerkeppe" führt uns durch eine beeindruckende Landschaft und lässt uns vollkommen eintauchen in die Natur.

Ein Anspruch des Weges "Bei de Hullerkeppe" ist, dass wir Wanderer mit der Natur verschmelzen, ein Teil von ihr werden, statt Landschaft nur als Kulisse zu begreifen. Mit der Natur eins werden können wir besonders gut auf den vielen Pfaden. Unter dem grünen Baumdach vergessen wir Alltagssorgen und unser Gedankenkarussell hört endlich auf sich zu drehen, weil wir Düfte, Vogelgesang, das Gurgeln des Dotzebaches und den weichen Boden unter unseren Füßen wahrnehmen. 

Der Dotzlarer Frank Fischer hatte die Idee zu dem 19 Kilometer langen Weg. Um Besucher durch spannendes Gelände zu führen, hat er mit Muskelkraft, viel Schweiß und seiner Pflanzhacke Pfade in Hänge und Wälder geschlagen. So wie hier. Eine große Tellerwurzel erinnert an die Stürme, die immer öfter übers Land jagen.

Charolais-Rinder grasen am Wegesrand. Im Hintergrund sind Käferflächen zu sehen. In Wittgenstein gab es vor dem Borkenkäfer viele Fichten-Plantagen. Die Natur sagt jedoch ganz klar: Monokulturen möchte ich nicht! Der Wanderer erlebt gerade die großen Veränderungen im Wald. Doch wo Altes geht, wird Neues entstehen. Die Touristiker des Premium-Wanderortes Bad Berleburg reagieren mit Kreativität auf die Zeitenwende, die auch im Wald spürbar ist. Ihr Motto: Alles ist immer in Bewegung.

Trittsteine führen über den Dotzebach. Wanderer gehen auf Tuchfühlung mit dem Wasser, spüren seine Kühle. Der Tunnel ist mit Schiefersteinen eingefasst. Früher gab es viele Schiefergruben rund um Bad Berleburg. Ein Knochenjob für die Männer, die in den Berg gingen. Um die Arbeit erträglicher zu machen, hatten sie immer eine Flasche Wacholderschnaps dabei, den Huller. Das erklärt den Namen des Wanderweges "Bei de Hullerkeppe", was soviel heißt wie "Bei den Wacholderköpfen".

Der 19 Kilometer lange Wanderweg, der sich auch in drei kleinere Etappen unterteilen lässt, verbindet die Wacholderheiden, die rund um Dotzlar liegen. Früher weideten hier Schafe, Rinder und Ziegen.

Die Hullerkeppe führt immer wieder über weiche Wiesenwege. Man kann innehalten und den Gräsern dabei zusehen, wie sie sich im Wind wiegen. Wer genau hinhört, kann dabei auch das zarte Rascheln der Halme wahrnehmen. Die Hullerkeppe hat viele Gesichter. Man streift durch Wiesen, geht unter grünen Baumdächern her und kommt immer wieder auf Anhöhen, die weite Blicke ermöglichen.

So wie hier, oberhalb von Hemschlar, einem der 22 Ortsteile von Bad Berleburg. Der Premium-Wanderweg "Bei de Hullerkeppe" wird an dieser Stelle zu einem Höhenweg, der um einen Berg herum führt. Hier gibt es 180-Grad-Panoramen. Wo früher Fichten standen, blüht jetzt der Fingerhut.

Nach dem Höhenflug geht es wieder ins Dickicht. Teile der Hullerkeppe führen durch eine Brombeerwildnis, damit man die nicht nur von außen sieht, sondern mittendrin sein kann, erklärt es Frank Fischer, der sich mit seiner Heckenschere durchs Gebüsch gekämpft hat, um diese besonderen Wegpassagen zu ermöglichen.

"Bei de Hullerkeppe" führt durch die traumhaft schöne Landschaft Wittgensteins und erzählt vom Schieferabbau in dieser Region. Immer wieder stößt man auf Schieferhalden, geht über Schiefergestein und sieht in den Dörfern die grauen Schieferdächer der Häuser. So schließt sich ein Kreis.

Stand: 07.07.2022, 14:31 Uhr