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Rund um die Ginsberger Heide

Die Ginsburg eine nassauische Grenzfeste im Siegerland

Rund um die Ginsberger Heide

Von Andrea Klasen

Lützel bei Hilchenbach mag ein kleines Dörfchen sein, aber es hat viel zu bieten. Zum Beispiel das Kultur-Pur-Festival an Pfingsten. Aber auch jede Menge Natur und zwei tolle Türme, die grandiose Blicke in die weiten Wälder des Siegerlandes und des Wittgensteiner Landes ermöglichen.

Rund um die Ginsberger Heide

WDR 4 Spaziergang 13.10.2019 02:20 Min. Verfügbar bis 12.10.2020 WDR 4

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Weg voller Aussichten – Spaziergang rund um die Ginsberger Heide

Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist die waldreichste Gegend Deutschlands. Sich in diesen endlosen Wäldern zu bewegen, ist schon ein Vergnügen, aber sie sich einmal von oben anzusehen, ist etwas ganz Besonderes. In Hilchenbach-Lützel kann man diese Vogelperspektive einnehmen.

Die Ginsburg eine nassauische Grenzfeste im Siegerland

Bei guter Sicht kann man von der Ginsburg aus die Hohe Acht in der Eifel sehen, außerdem das rheinische Siebengebirge.
An trüberen Herbsttagen steigt der Nebel aus den Wäldern empor, die Füchse rauchen Pfeife, sagen dann einige. Wieder andere meinen, dass die Füchse dann Kaffee kochen. Wie auch immer, den aufsteigenden Dunst zu betrachten, kann sehr stimmungsvoll und beruhigend sein.

Bei guter Sicht kann man von der Ginsburg aus die Hohe Acht in der Eifel sehen, außerdem das rheinische Siebengebirge.
An trüberen Herbsttagen steigt der Nebel aus den Wäldern empor, die Füchse rauchen Pfeife, sagen dann einige. Wieder andere meinen, dass die Füchse dann Kaffee kochen. Wie auch immer, den aufsteigenden Dunst zu betrachten, kann sehr stimmungsvoll und beruhigend sein.

Auch ein Raubritter hat auf der Ginsburg Zuflucht gefunden: Johann, genannt Hans Hübner. Er soll unterhalb der Burg unter einer Eiche begraben worden sein. Aus dem Holz dieser Eiche ist die Hans-Hübner-Bank gebaut worden. Sie steht am Wegesrand.

Die Ginsberger Heide ist ein Naturschutzgebiet. Hier wachsen Karpatenbirken, Borstgras und Weiden. Sie alle mögen den moorigen Untergrund hier. Wer den Blick hebt, der kann vielleicht einen kreisenden Rotmilan über der Heidelandschaft entdecken.

Die offene Heidelandschaft wird hier, oberhalb der Ortschaft Lützel, eingerahmt von Wäldern. Der Spaziergänger kann somit verschiedene Lebensräume von Tieren und Pflanzen entdecken. Auf der Ginsberger Heide ist es ganz still und einsam. Ideal, um zur Ruhe zu kommen.

Der Gillerbergturm steht unweit der Ginsberger Heide. Er ist 15 Meter hoch und wurde 1892 errichtet. Damals war er aufgrund seiner Stahlkonstruktion ein sehr moderner Turm. Eine Wendeltreppe führt hinauf. Ist man oben angelangt, hat man einen beeindruckenden Blick über das Siegerland, Teile Wittgensteins und schaut in den Kreis Olpe.

Auch die Ginsberger Heide ist von dort oben aus zu sehen. Im Hintergrund Douglasien, die schon einige Stürme überstanden haben. Ihre Strategie: Ihre Äste sind brüchig und reißen bei sehr starkem Wind ab. So bietet der Baum weniger Widerstandsfläche. Der Douglasie helfen auch ihre tiefen Wurzeln, wenn Stürme an ihr rütteln.

Wer rund um die Ginsberger Heide unterwegs ist, der kommt auch an der Rodelbahn von Lützel vorbei. Ein herrlicher Spaß, wenn richtig viel Schnee liegt. Sie ist ungefähr 150 Meter lang. Auch einen Skihang mit Lift gibt es hier oben.

Anfahrt

Über die B 62 nach 57271 Hilchenbach-Lützel. Im Ortsteil Lützel in die Gillerbergstraße einbiegen.
Wer den Rundweg des WDR 4-Spazierganges laufen möchte, der kann dieser Route folgen:
Startpunkt ist der Wanderparkplatz "Giller". Es ist der Parkplatz auf der linken Seite.

Von dort Einstieg zum Rothaarsteig (Wegezeichen beachten), dem folgt man 600 Meter bis zum Gillerbergturm, von da aus Rothaarsteig weiter folgen über die Rodelbahn zur Ginsberger Heide, dann links, vor dem Jugendwaldheim, geht es ab zur Ginsburg (Schilder weisen den Weg), von der Ginsburg wieder zurückkommend, folgt man dem Rothaarsteig Richtung Ferndorfquelle, und kommt beim Gasthof "Ginsberger Heide" heraus. Von dort aus läuft man dann noch 400 Meter auf dem Rothaarsteig bis zum Spielplatz / Rangerstation, dann verlässt man den Rothaarsteig, und geht zunächst auf dem Wanderweg A1 bergab, dann auf dem A3/A7 bergauf, bis zur Bergstation "Skilift", und kommt von dort aus wieder zurück zum Wanderparkplatz "Giller". Man umrundet quasi die Ginsberger Heide und läuft teilweise auf Sicht. Dieser Weg ist etwa 4,5 km lang. Feste Schuhe sind nötig. Nicht für Kinderwagen geeignet.

Führungen und Wanderungen rund um die Ginsberger Heide bieten die Biologische Station Siegen-Wittgenstein an, außerdem die Ranger Südwestfalen.

Ranger-Hotline Südwestfalen: 02972 / 970255

Einkehrmöglichkeiten

Restaurant "Ginsberger Heide"

"Burgremise" an der Ginsburg

Die nächsten Orte sind Erndtebrück und Hilchenbach, wo der Wanderer auch zahlreiche Restaurants, Cafés und Übernachtungsmöglichkeiten findet.

Weiterführende Links zum Spaziergang

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Stand: 11.10.2019, 14:34