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Spaziergang durch das Wittgensteiner Land

Spaziergang durch das Wittgensteiner Land

Das Elberndorfer Bachtal bei Erndtebrück im Wittgensteiner Land ist ein ganz besonderes Fleckchen Erde. Ein Naturschutzgebiet, das von Mooren durchzogen ist. Hier kann man eine ganz besondere Natur entdecken.

Elberndorfer Bachtal

Der Elberndorfer Bach, der das Tal durchschneidet, darf fließen wie er will. Umgestürzte Bäume werden nicht entfernt. Dieses Totholz reguliert die Fließgeschwindigkeit des Baches, schafft ruhige Abschnitte, die beispielsweise Libellenlarven brauchen. Außerdem sind diese Bäume gute Verstecke für junge Fische.

Der Elberndorfer Bach, der das Tal durchschneidet, darf fließen wie er will. Umgestürzte Bäume werden nicht entfernt. Dieses Totholz reguliert die Fließgeschwindigkeit des Baches, schafft ruhige Abschnitte, die beispielsweise Libellenlarven brauchen. Außerdem sind diese Bäume gute Verstecke für junge Fische.

Die Wiesen im Elberndorftal werden einmal im Jahr gemäht, niemals gedüngt. Das hilft Pflanzen wie wilden Orchideen, Mädesüß und sogar der Arnika, die hier vorkommt, zu leben. Durch das Mähen wird die Landschaft offen gehalten. Früher haben das die Weidetiere erledigt.

Das Elberndorfer Bachtal ist ein Mosaik verschiedener Lebensräume. In den Moorbereichen, den weiten Wiesen, im Bach oder in den Tümpeln, finden seltene Pflanzen und Tiere Nischen, wo sie leben können. Auf den feuchten Wiesen wachsen zum Beispiel Torfmoose. Der obere Teil dieser Pflanzen wächst ständig nach, während der untere immer weiter abstirbt. So baut sich das Torfpolster eines Moores auf.

Das Pfeifengras ist ein sehr festes langes Gras, das die typischen Knoten, die Gräser haben, nur weiter unten am Stamm hat. Der Stengel ist also sehr glatt und eben. Früher reinigte man mit diesem Gras langstielige Pfeifen.

Früher standen hier aus wirtschaftlichen Gründen Fichten. In den 80er und 90er Jahren hat man sie abgeholzt, weil sie in diese feuchte Landschaft nicht passen. Seitdem wachsen hier im Naturschutzgebiet Birken, Erlen und Weiden, die gerne "nasse Füße" haben.

Wer ganz bis zum Ende des etwa acht Kilometer langen Tales geht, der gelangt auf den Rothaarsteig. Mit einem langen Schritt kann man die Furt dort überwinden; nach der Schneeschmelze, wenn der Elberndorfer Bach breiter ist, hilft dem Wanderer die kleine Brücke.

Stand: 15.12.2018, 00:00 Uhr