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Reaktionen auf den Tod von Siegfried Rauch

Siegfried Rauch

Reaktionen auf den Tod von Siegfried Rauch

Am 11. März verstarb der beliebte Schauspieler Siegfried Rauch nach einem Unfall. Den Zuschauern war er bekannt durch seine Rolle als Kapitän Jakob Paulsen auf dem "Traumschiff" und als Geheimagent Thomas Lieven in der Serie "Es muss nicht immer Kaviar sein". Jetzt äußern sich ehemalige Schauspielkollegen.

Heide Keller, die an Rauchs Seite die Stewardess Beatrice auf dem "Traumschiff" spielte, schrieb in ihrem Abschiedsbrief in der "Münchener Abendzeitung": "Lieber Sigi, wir durften schöne Zeiten des Lebens miteinander verbringen. Wir haben viel miteinander gelacht. Ich habe mich auf jede Szene mit dir gefreut. Im Augenblick bin ich tieftraurig, weil ich dich nie wieder sehen werde und nie wieder mit dir sprechen kann."

Und Schauspielerin Ruth Maria Kubitschek sagte in einem Interview: "Letztes Jahr besuchte ich ihn in seinem Dorf. Wir telefonierten oft, waren stets in Kontakt. Er war so wunderbar – und so rüstig. Ich bin erschüttert. Nie hätte ich geglaubt, dass Sigi vor mir geht", so die 86jährige.

In Erinnerung an Siegfried Rauch finden Sie die schönsten Bilder seiner Karriere hier:

Siegfried Rauch ist tot: Eine Karriere in Bildern

Von Ingo Neumayer

Hollywood oder Pilcher, "Traumschiff" oder "Bergdoktor": Schauspieler Siegfried Rauch machte überall eine gute Figur. Nun ist er mit 85 Jahren gestorben.

Filmszene: "Der Bergdoktor"

Bekannt wurde Siegfried Rauch vor allem durch seine Rollen in populären TV-Serien. Er war als Dr. Roman Melchinger der Berater und väterliche Freund von "Bergdoktor" Martin Gruber.

Bekannt wurde Siegfried Rauch vor allem durch seine Rollen in populären TV-Serien. Er war als Dr. Roman Melchinger der Berater und väterliche Freund von "Bergdoktor" Martin Gruber.

Nicht nur in den Bergen, auch auf hoher See konnte Rauch sich beweisen. 14 Jahre lang war er als Kapitän Jakob Paulsen dafür zuständig, dass auf dem "Traumschiff" alles glatt lief.

Auch in Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen war Rauch zu sehen. Mit Karin Eickelbaum spielte er in "Der lange Weg zum Glück".

Was für eine Besetzung: In der "Glücklichen Familie" gab Rauch den Familienvater Florian, der mit seiner Frau Maria (Maria Schell) versucht, seine drei Töchter zu bändigen - gespielt von Susanna Wellenbrink, Maria Furtwängler und Julia Heinemann (v.l.).

Rauchs Schauspielkarriere begann in den 50er Jahren. Anfangs am Theater, später auch im Kino, spielte er viele Rollen in Heimatfilmen und Lustspielen wie "Ein dreifach Hoch dem Sanitätsgefreiten Neumann".

"Es muss nicht immer Kaviar sein": In der TV-Verfilmung eines Bestsellers von Johannes Mario Simmel spielte Rauch den kochenden Geheimagenten Thomas Lieven.

Und selbst Hollywood interessierte sich für Rauchs Schauspielkünste. 1969 spielte er in "Patton – Rebell in Uniform", ein oscarprämierter Film, der nach einem Drehbuch von Francis Ford Coppola entstand. Zwei Jahre später war Rauch in "Le Mans" der große Rivale von Steve McQueen. Der Beginn einer langen Freundschaft: McQueen besuchte Rauch mehrmals in dessen bayerischer Heimat und genoss dort die Ruhe und Natur.

Ob Milch mit Ruth Maria Kubitschek ...

... oder Bockbier mit Paul Breitner: Siegfried Rauch war ein geselliger Mensch, mit dem man gut und gerne anstoßen konnte.

Natur- und heimatverbunden war Rauch bis zuletzt. Auch eine mögliche Hollywood-Karriere ließ er platzen, da er nicht länger von seiner Heimat, Freunden und Familie getrennt sein wollte. Am 11. März 2018 ist Rauch mit 85 Jahren nach einem Sturz gestorben.

Stand: 12.03.2018, 14:10