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Höwedes ist "kniepig"

Fußballspieler Benedikt Höwedes

Höwedes ist "kniepig"

Als "kniepig" - freundlich übersetzt mit "sehr sparsam" - beschreibt Benedikt Höwedes, Fußball-Weltmeister von 2014, seinen Umgang mit Geld. Statt auf Protz und Prunk zu setzen, habe er lieber gespart. Das sei aber nicht immer so gewesen.

Als Benedikt Höwedes sein erstes Gehalt als junger Schalke-Profi bekam, hat er mit dem Geld genau das getan, womit man rechnen würde: Er hat sich ein protziges Auto gekauft und das auch noch extra umbauen lassen.

Wie er jetzt in einem Interview erzählt hat, hielt die Euphorie allerdings nicht lange: "Nach einer Woche war mir der Wagen so peinlich, dass ich ihn nicht mehr gefahren bin. Ich dachte: 'Das bin einfach nicht ich. Was soll das? Warum musst du dir solch ein Auto kaufen? Du brauchst das doch nicht, das ist unnütz'." Man muss dem Ex-Nationalspieler aber zugutehalten, dass er noch sehr jung war, als er Profisportler und extrem gut bezahlt wurde.

Als er 18 Jahre alt war, trug er schon das Trikot von Schalke 04 und spielte in der Champions League. Gleichzeitig machte er aber auf Anraten seines Vaters auch noch sein Abitur, was ein ganz schöner Spagat war: "Da prallten zwei Welten aufeinander. Am Abend stehst du noch neben Ronaldinho, Henry und Messi im Nou Camp, am Morgen darauf sitzt du im Klassenzimmer und hoffst, die Mathe-Klausur zu packen."

Er hat es gepackt und nebenbei noch Umgang mit Geld gelernt. Bis heute hält sich der 30-Jährige für "kniepig".

Stand: 21.02.2019, 19:40