Muttertag: Alles für die Mama!

Von Philip Stegers

Am zweiten Sonntag im Mai werden weltweit die Mütter gefeiert und für ihren liebevollen und unermüdlichen Einsatz mit Blumen und Geschenken geehrt. Der Muttertag hat eine lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht.

Etruskische Statue der Mater Matuta

Schon die alten Griechen und Römer widmeten den Müttern ihrer Götter Feiern und Feste. Auch im England des 13. Jahrhunderts feierte man mit der Familie den "Mothering Day". An diesem Tag wurde jedoch nicht die eigene Mutter geehrt, sondern die "Mutterkirche" – die Kirche im Heimatort. 1806 schlug der französische Herrscher Napoleon die Einführung eines Muttertags vor. Vor lauter Feldzügen vergaß er dann aber vermutlich, seinen Plan auch in die Tat umzusetzen.

Schon die alten Griechen und Römer widmeten den Müttern ihrer Götter Feiern und Feste. Auch im England des 13. Jahrhunderts feierte man mit der Familie den "Mothering Day". An diesem Tag wurde jedoch nicht die eigene Mutter geehrt, sondern die "Mutterkirche" – die Kirche im Heimatort. 1806 schlug der französische Herrscher Napoleon die Einführung eines Muttertags vor. Vor lauter Feldzügen vergaß er dann aber vermutlich, seinen Plan auch in die Tat umzusetzen.

Der Muttertag, wie wir ihn heute kennen, geht auf die Amerikanerin Anna Marie Jarvis zurück. Sie sorgte mit ihrer Hartnäckigkeit dafür, dass der Muttertag 1914 in den USA als nationaler Feiertag eingeführt wurde. Neben den Müttern freuten sich darüber besonders die Kaufleute und Blumenhändler. Mit der Kommerzialisierung des Muttertags war Anna Marie Jarvis allerdings überhaupt nicht einverstanden. Sie kämpfte den Rest ihres Lebens dagegen an und landete dafür sogar kurzzeitig im Gefängnis.

Doch der Siegeszug des Muttertags ließ sich nicht aufhalten. Auf Initiative des Verbands Deutscher Blumengeschäftsinhaber wurde der Muttertag auch in Deutschland 1923 erstmals ausgerufen. Bis heute ist die Muttertagswoche für Floristen die umsatzstärkste im ganzen Jahr. Rund 120 Millionen Euro setzen sie in diesem Zeitraum um – gut doppelt so viel wie sonst. Auch Pralinen, Parfums und Porzellan werden zu diesem Anlass besonders gerne verschenkt. Der Muttertag ist bundesweit das konsumstärkste Ereignis nach Weihnachten und Ostern.

Kein Wunder, dass dieser wichtige Feiertag auch statistisch immer wieder untersucht wird. Laut einer Umfrage von YouGov und Statista aus dem Jahr 2020 halten 77 Prozent der Deutschen den Muttertag für eine gute Gelegenheit, der eigenen Mutter einfach mal Danke zu sagen. Knapp die Hälfte der Befragten kann sich dafür kein besseres Geschenk als Blumen vorstellen. 31 Prozent laden ihre Mutter lieber mal zum Essen ein.

Inzwischen wird der Muttertag überall auf der ganzen Welt gefeiert, in jedem Land ein bisschen anders. In Großbritannien backen die Kinder einen Muttertags-Kuchen aus Früchtebiskuit und Marzipan. In Mexiko wird die Mutter von der Familie besungen. Wer das nötige Kleingeld hat, mietet gleich eine ganze Mariachi-Band. Nicht soviel Glück haben die Mütter in Serbien: Dort binden die Kleinen ihrer Mutter die Füße zusammen und lassen sie erst wieder frei, wenn sie genügend Süßigkeiten rausgerückt hat.

Stand: 08.05.2022, 00:00 Uhr