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Wissen weitergeben und die Welt entdecken

SES-Expertin Dr. Christina Lang im Einsatz.

Wissen weitergeben und die Welt entdecken

Von Anne Debus

  • Menschen mit Berufserfahrung leisten im Ausland Entwicklungshilfe
  • Der 'Senior Experten Service' organisiert solche Aufenthalte
  • Unterschiedlichste Berufsgruppen sind gefragt

Wissen weitergeben und die Welt entdecken

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 05.10.2019 13:58 Min. Verfügbar bis 04.10.2020 WDR 4

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Der "Senior Experten Service" (SES)

Der "Senior Experten Service" ist eine Stiftung der deutschen Wirtschaft. Seine Aufgabe ist es, ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte zu entsenden. Die leisten dann in Entwicklungs- und Schwellenländern Hilfe zur Selbsthilfe.

Anfangs richtete sich das Angebot nur an Menschen im Ruhestand, heute können auch Berufstätige im Urlaub oder während einer Auszeit an dem Programm teilnehmen.

Normalerweise dauert so ein Aufenthalt drei bis sechs Wochen, nach Absprache sind aber auch bis zu drei Monate möglich.

Unterschiedlichste Berufe sind gefragt

Grundsätzlich kann sich jeder beim SES bewerben. Der prüft dann, ob seine Qualifikation zu einer Anfrage aus dem Ausland passt. Besonders gefragt sind alle handwerklichen Berufe – zum Beispiel aus den Bereichen Nahrungsmittelverarbeitung, Energie oder Holzverarbeitung; zudem die Bereiche Bildung und Medizin.

In der Praxis unterstützt dann etwa der Schreiner Berufsschullehrer in Afrika, der Molkereiexperte hilft in der Mongolei bei der Herstellung von Mozzarella aus Kamelmilch. Dabei kommen auch Fähigkeiten zum Einsatz, die nicht direkt mit dem Beruf zusammenhängen.

Der Freiwillige Andreas Koop

In WDR 4 Mittendrin stellen wir einen handwerklich begabten Krankenhausmanager vor, der jetzt in Afrika ökologische Öfen baut.

Sprachkenntnisse sind kein Muss

Fremdsprachenkenntnisse sind natürlich von Vorteil, ein paar Worte Englisch sollte man schon können. Und wer gut Englisch oder Spanisch spricht, ist sehr gefragt. Fließende Sprachkenntnisse werden aber nicht erwartet, der SES sorgt vor Ort für Dolmetscher.

Länder, Unterbringung und Finanzen

Die Zielkontinente des SES sind vor allem Afrika, Lateinamerika und Asien. Vermittelt wird nur in sichere Länder, in denen weder politische Unruhen noch Krankheiten drohen.

Meist werden die Teilnehmer in einfachen Hotels untergebracht. Bei Einsätzen auf dem Land kann es aber auch sein, dass man bei einer Gastfamilie wohnt.

Kosten entstehen den Teilnehmern nicht, das Programm wird aus öffentlichen Geldern finanziert. Im Gegenzug arbeiten die Teilnehmer ehrenamtlich – ihr Lohn sind Wertschätzung und neue Erfahrungen.

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Stand: 05.10.2019, 09:00