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Schöne Herausforderung: Urlaub mit den Enkelkindern

Großvater mit kleinem Baby auf dem Arm am Strand

Schöne Herausforderung: Urlaub mit den Enkelkindern

Von Christoph Tiegel

  • Passender Urlaubsort für Jung und Alt
  • Bei Heimweh helfen Pudding oder Lagerfeuer
  • Mit Vollmacht für Krankheitsfall vorbeugen

Schöne Herausforderung: Urlaub mit den Enkelkindern

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 06.07.2019 13:27 Min. Verfügbar bis 05.07.2020 WDR 4

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Der richtige Urlaubsort für Jung und Alt

Für Kinder im Vorschulalter kommt ein Urlaub mit Oma und Opa ganz ohne Begleitung der Eltern eher noch nicht in Frage. Schulpflichtige Kinder sind meist auch groß und reif genug, um sich für mehrere Tage von den gewohnten Bezugspersonen zu trennen. So eine Reise mit dem Enkelkind, zumal wenn es die erste ist, will gut bedacht und vorbereitet sein. Eine Fernreise wäre eher keine gute Idee. Schlägt da nämlich doch mal das Heimweh heftig zu oder wird das Kind krank, ist der Heimweg zu lang beziehungsweise können die Eltern im Notfall nicht schnell vor Ort sein. Bei der Suche nach einem Urlaubsort sollten Großeltern und Enkel gemeinsam überlegen, was ihnen im Urlaub wichtig ist und welche Aktivitäten nicht fehlen dürfen. Dann kann man gezielt suchen nach einem Ort, der zum Beispiel über attraktive Spielplätze, kinderfreundliche Strände oder Wanderrouten oder auch Zoos und Vergnügungsparks in der Nähe verfügt. Gerade beim Urlaub mit Kindern ist es wichtig, auch auf gut erreichbare Schlechtwetterziele wie Indoor-Spielplätze und Spaßbäder zu achten.

Bei Heimweh: Pudding oder Lagerfeuer

"Man muss vorher mit den Kindern spinnen, auch mit den Enkelkindern spinnen, was machen wir denn?", sagt unser Studiogast Rudolf Lode, reiseerfahrener vierfacher Großvater und Mitgründer der Internetplattform "grosseltern.de". Was man sich da gemeinsam überlege, sei aber immer alles nur "Eventualplanung", damit man sich "kurzfristig noch anders orientieren kann, je nach Wetter, je nach Launen, je nach Gemüt". Er persönlich legt viel Wert darauf, mit seinen Enkeln  im Urlaub viel raus zu gehen. Zum Beispiel in den Wald, um dort zusammen ein Tipi zu bauen. "Deshalb brauche ich immer ein Messer, einen Draht oder Strick, um etwas machen zu können…optional!" Wenn die Kinder lieber Eis essen gehen wollten, dann werde natürlich das gemacht, sagt Rudolf Lode – sofern der Großvater gerade das nötige Geld in der Tasche hat. Und was, wenn trotz allem Spaß mit Opa eins der Enkelkinder das Heimweh packt? Dann sorgt Rudolf Lode augenblicklich für leckere und spannende Ablenkung – kocht mit seinen Enkeltöchtern zum Beispiel einen Trost-Pudding oder macht mit ihnen draußen noch mal ein kleines Lagerfeuer. Im äußersten Notfall würden halt Mama oder Papa kontaktiert, die ihm vor der Reise auch immer klar sagen: "Wenn was ist, dann ruf an!"

Nicht ausklammern: Unfall oder Krankheit!

Es soll ja eine schöne und möglichst komplikationsfreie Zeit werden. Deshalb werden Themen wie Krankheit oder Unfall bei der Planung manchmal ausgeklammert. Was aber, wenn das Enkelkind im Urlaub (schwerer) erkrankt oder einen Unfall hat? Wenn die Eltern kurzfristig nicht erreichbar sind, was dürfen Großeltern in einem medizinischen Notfall überhaupt entscheiden? Antwort: Eigentlich nichts. Um dies klar zu regeln, brauchen die Großeltern eine von den Eltern des Kindes ausgestellte Vollmacht, die die Entscheidungsrechte möglichst klar regelt. Die Vollmacht muss zwingend den Namen des Kindes und dessen Geburtsdatum, die Namen der Eltern sowie der bevollmächtigten Großeltern enthalten. Entsprechende Vordrucke finden sich im Internet (siehe unten!). 

Stand: 04.07.2019, 15:04