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Das Sportabzeichen – Keine Frage des Alters

DOSB-Anstecknadel

Das Sportabzeichen – Keine Frage des Alters

Von Anne Debus

  • Der älteste Erwerber des Sportabzeichens war 96 Jahre alt
  • Die Anforderungen sind je nach Alter gestaffelt
  • In jeder Stadt gibt es Sportabzeichen-Treffs zum Trainieren

Das Sportabzeichen – Keine Frage des Alters

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 12.10.2019 12:31 Min. Verfügbar bis 11.10.2020 WDR 4

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Eine Sportauszeichnung mit Geschichte

Ein "Fitness-Orden" für Jung und Alt im Breitensport – das war vor über 100 Jahren die Idee für das Deutsche Sportabzeichen. 1912 führte der Deutsche Reichs-Ausschuss für Olympische Spiele das 'Abzeichen für vielfältige Leistung auf dem Gebiet der Leibesübung' ein.

In den Anfangsjahren waren die Männer unter sich, erst ab 1921 durften auch die Frauen ran. Heute heißt das Abzeichen schlicht 'Sportabzeichen' und wird jedes Jahr rund eine Million Mal verliehen.

Vielseitigkeit ist gefragt

Beim Sportabzeichen werden Leistungen aus den vier Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination bewertet. In jeder Kategorie haben die Teilnehmer die Wahl zwischen mehreren Disziplinen. Im Bereich Ausdauer etwa sind es Laufen, Walking, Schwimmen oder Radfahren.

Die Leistungen, die dabei erbracht werden müssen, sind je nach Alter gestaffelt. Beim Schwimmen etwa sind für Frauen im Alter bis 49 Jahren 800 Meter vorgegeben. Bis zum Alter von 74 Jahren muss die Teilnehmerin 400 Meter schaffen, ab 75 Jahren sind es 200 Meter.

Auch Ältere mit Begeisterung dabei

Immer mehr Menschen auch jenseits der 80 erobern sich alljährlich ihre Urkunde. Das zeigt sich auf einer besonderen Ehrung. Dort zeichnet der Landessportbund Menschen aus, die das Sportabzeichen im Laufe ihres Lebens schon 50, 60 oder sogar 65 mal abgelegt haben.

So wie die Eheleute Rudolf und Feodora Bönninger aus Unna, die zusammengerechnet auf mehr als 120 Sportabzeichen kommen. Feodora Bönninger ist mit ihren 89 Jahren noch immer aktiv dabei. In WDR 4 'Mittendrin' erzählt sie von ihrer Liebe zum Sport:

"Es ist für mich ein persönlicher Fitnesstest, deshalb mache ich das immer wieder. Ich freue mich, vergleichen zu können, welche Leistungen ich gegenüber den Jahren zuvor geschafft habe. Und ich bin auch stolz darauf, dass ich meine Glieder noch so bewegen kann!"

Stand: 12.10.2019, 09:00