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Mehr Blick für das Wesentliche – wie uns Corona verändert hat

Vater und Sohn lesen ein Buch

Mehr Blick für das Wesentliche – wie uns Corona verändert hat

Von Anne Debus

  • Mehr Innerlichkeit und Bescheidenheit
  • Lächeln trotz Maske
  • Online-Umfrage zu den Folgen

Mehr Blick für das Wesentliche – wie uns Corona verändert hat

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 09.05.2020 13:27 Min. Verfügbar bis 11.05.2021 WDR 4 Von Anne Debus

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Mehr Innerlichkeit und Bescheidenheit

Wer einen lieben Menschen verloren hat, um Angehörige oder seinen Job bangt, der hat zur Zeit Schweres zu ertragen. Wer dagegen keine existenziellen Sorgen hat, kann der Zurückgezogenheit der vergangenen Wochen oft auch Positives abgewinnen.

Anja zum Beispiel erzählt in WDR 4 Mittendrin, dass sie entspannter geworden ist. "Ich finde interessant, wie man lernt loszulassen, und jenseits von diesem Gefühl 'ich kann jederzeit alles machen und alles haben' auch mal mit wenig zufrieden ist. Das tut gut, diese Seite an sich kennenzulernen."

Andrea hat in der Krise gelernt, Freunde und Familie noch mehr wertzuschätzen und negativen Kleinkram aus dem Alltag zu vergessen: "Das ist im Moment so im Hintergrund und so viele positive Gefühle den Freunden und der Familie gegenüber kommen hoch, dass das auch ein bisschen etwas Schönes hat."

Lächeln trotz Maske

Im Geschäft, auf dem Wochenmarkt oder im Bus eine Schutzmaske zu tragen – das ist gewöhnungsbedürftig. Und zwar nicht nur, weil es aussieht wie beim Zahnarzt. Die Maske nimmt uns auch einen wichtigen Teil unserer Kommunikation, nämlich das Lächeln.

Da hilft nur eines: Es so machen wie die Menschen im Süden. Mit den Händen gestikulieren und viel reden – und dabei trotzdem weiterlächeln. Empfiehlt unsere Studioexpertin, die Psychologin Julia Krasko: "Man merkt auch an der Stimme, ob jemand lächelt oder nicht. Von daher würde ich empfehlen: Einfach weiterlächeln, auch unter der Maske! Denn wenn wir gleichzeitig sprechen, kommt das trotzdem an."

Online-Umfrage zu den Folgen von Corona

Wie haben wir alle uns in der Krise verändert, was sind die persönlichen und sozialen Auswirkungen von Corona? Das möchte die Ruhr-Universität Bochum mit einer Online-Umfrage untersuchen.

Die Teilnehmer werden an mehreren Tagen in der Woche per Mail zu ihren Erlebnissen, ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden befragt, jeder kann teilnehmen. Die so gewonnenen Daten werden zu Forschungszwecken verwendet – natürlich anonym.

Stand: 08.05.2020, 10:10