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Wie Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern schützen

Das Bild ziegt einen Einbrecher an einer Wohnungstür.

Wie Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern schützen

Von Christoph Tiegel

  • Anwesenheit vortäuschen – Licht an!
  • Polizei berät kostenlos und neutral

Wie Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern schützen

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 05.12.2020 14:23 Min. Verfügbar bis 05.12.2021 WDR 4 Von Anne Debus


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Zumindest eine positive Nebenwirkung hatte dieses Corona offensichtlich: Seit April dieses Jahres wurde insgesamt weniger eingebrochen. Weil die Menschen halt zwangsweise mehr Zeit zuhause verbracht haben, wirkten sie sozusagen als lebendige Abschreckung auf potentielle Einsteiger. Zusätzlich haben Reisebeschränkungen und geschlossene Grenzen fahrende Einbrecherbanden in ihrem kriminellen Tun behindert.

WDR 4 Mittendrin gibt Tipps dazu, was wir tun können, damit sich dieser erfreuliche Trend aus Frühjahr und Sommer fortsetzt. Gerade auch jetzt in der dunklen Jahreszeit, in der laut unserem Gesprächsgast Indra Naskar von der Kriminalpolizei Dortmund "normalerweise doppelt so viele Einbrüche" begangen werden wie in den Sommermonaten.

Anwesenheit vortäuschen – mit Licht

Wer Gelegenheitseinbrecher abschrecken möchte, müsse vor allem in der kritischen Dämmerungszeit nach außen den Eindruck erwecken, es sei jemand zuhause. Indra Naskar: "Die Anwesenheit vortäuschen – das geht am besten mit Licht." Heißt: Wer die Wohnung verlässt, lässt am besten grundsätzlich das Licht an – und zwar nicht nur "die kleine Leselampe", sondern eher die große Deckenbeleuchtung.

Wahlweise kann man auch mit einer Zeitschaltuhr arbeiten, die das Licht automatisch an- und ausknipst. Gelegenheitseinbrecher suchen sich in der Regel kein beleuchtetes Objekt aus, so der sicherheitstechnische Fachberater der Dortmunder Polizei, sondern eher ein unbeleuchtetes, also "scheinbar verlassenes".

Experten-Tipps von der Polizei

Auch bei größter Vorsicht kann es doch mal passieren, dass Einbrecher ins Haus einsteigen. Meist wissen die dann leider auch genau, wo sie nach Wertgegenständen suchen müssen. "Über 70 Prozent der Beute wird im Schlafzimmer gemacht", sagt Indra Naskar von der Dortmunder Kripo.

Grundsätzlich sei es nicht ratsam, größere Geldmengen oder Wertgegenstände zuhause aufzubewahren. Zwar könnten Geldschränke und Tresore durchaus einen gewissen Schutz bieten. Aber auch nur, wenn diese wirklich schwer zu knacken und rauszutragen seien.

Über wirklich geeignete Sicherungsmaßnahmen gegen Einbrecher kann sich jede/r Bürger/in bei der zuständigen Polizeidienststelle informieren. Die individuelle polizeiliche Sicherheitsberatung ist neutral und kostenlos. Aktuell wird sie (wegen Corona) nur telefonisch angeboten. Anhand von Fotos, die der/die Ratsuchende von seiner Wohnsituation macht, gibt ein Experte der Polizei konkrete Tipps zum Schutz der vier Wände.

Stand: 04.12.2020, 09:45