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Umziehen im Alter

Viele Senioren brauchen beim Umzug Hilfe.

Umziehen im Alter

Von Anne Debus

  • Drei Monate vorher mit dem Aussortieren beginnen
  • Wenn möglich, ein Umzugsunternehmen beauftragen
  • Pflegebedürftige haben evtl. Anspruch auf Zuschuss

Umziehen im Alter

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 10.04.2021 15:53 Min. Verfügbar bis 10.04.2022 WDR 4 Von Anne Debus


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Rechtzeitig anfangen

Je älter man ist, desto früher sollte man mit den Umzugsvorbereitungen beginnen. Das gilt vor allem für das Entrümpeln und Aussortieren. Denn gerade in einem jahrzehntelang bewohnten Zuhause sammeln sich viele Besitztümer an.

Fachleute empfehlen, schon drei Monate vor dem Umzug zu sichten, was sich in Keller, Garage und Dachboden stapelt. Und dann in Ruhe auszusortieren.

Zum Aussortieren Unterstützung holen

In Besitztümern stecken viele Erinnerungen. Erbstücke von den eigenen Eltern, Geschenke aus vielen Jahrzehnten, Babysachen der Kinder – das Sichten und Aussortieren kann weh tun. Zumindest dauert es in der Regel lange, weil man sich oft stundenlang in Erinnerungen verliert.

Da ist es hilfreich, wenn einem jemand Gesellschaft leistet. Mit Verwandten kann man noch einmal über Erinnerungsstücke sprechen und sie dann vielleicht leichter loslassen.

Noch hilfreicher sind aber oft gute Freunde oder Bekannte. Sie leisten ebenfalls seelische Unterstützung, haben aber mehr Abstand und können so sachlicher beurteilen, ob man Dinge noch verwenden kann oder sich von ihnen trennen sollte.

Möglichst ein Umzugsunternehmen beauftragen

Möbel auf- und abbauen, schwere Kisten schleppen, womöglich noch über mehrere Etagen? Wenn finanziell irgendwie möglich, sollte man sich das im höheren Alter nicht mehr selbst antun, sondern ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragen.

Auch damit fängt man am besten frühzeitig an. Und holt mehrere Angebote ein. Zieht man in eine andere Stadt, kann man auch dort ansässige Umzugsunternehmen in den Vergleich einbeziehen. Wer aufs Geld achten muss, kann den Spediteur nur mit dem reinen Transport beauftragen und möglichst viele Vorarbeiten selbst erledigen.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass im verbindlichen Kostenvoranschlag des Unternehmens alle mündlich vereinbarten Einzelleistungen auch schriftlich aufgeführt sind.

Umzugs-Zuschuss von der Pflegekasse

Die Pflegekassen zahlen einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für so genannte "wohnumfeldverbessernde Maßnahmen" für Pflegebedürftige ( § 40 SGB XI.) Dazu zählen etwa technische Hilfen, die die häusliche Pflege erleichtern oder dem Pflegebedürftigen ermöglichen, wieder selbständig zu leben.

Sind solche Umbauten in einem Haus oder einer Wohnung nicht möglich und muss man deshalb umziehen, kann dieser Zuschuss unter Umständen auch für einen Umzug gezahlt werden.

Dazu beraten lassen kann man sich kostenfrei bei der "Unabhängigen Patientenberatung Deutschland".

Stand: 09.04.2021, 09:10

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