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Eigener Strom vom Balkon – was können Stecker-Solaranlagen?

Das Bild zeigt Solarpanels an einem Balkon.

Eigener Strom vom Balkon – was können Stecker-Solaranlagen?

Von Christoph Tiegel

  • Zustimmung vom Vermieter einholen
  • Systeme sind praktisch laiensicher
  • Auf Dauer lohnt sich die Investition

Eigener Strom vom Balkon – was können Stecker-Solaranlagen?

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 13.02.2021 12:29 Min. Verfügbar bis 13.02.2022 WDR 4 Von Michael Westerhoff


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Selbst etwas tun für die Energiewende und die eigenen Stromkosten drücken: Stecker-Solaranlagen ermöglichen dies auf dem Balkon, auf der Terrasse oder auch an der Schrebergarten-Laube. Dafür braucht man weder sehr viel Geld, noch aufwendige Genehmigungen.

Zustimmung vom Vermieter einholen

Will man als Mieter Solarmodule außen am Gebäude anbringen, braucht man dafür allerdings in der Regel die Erlaubnis des Vermieters. Ist man Wohnungs-Eigentümer, muss unter Umständen die Wohneigentümer-Gemeinschaft zustimmen.

Systeme sind praktisch laiensicher

Mit etwas handwerklichem Geschick kann man die ein bis zwei Standard-Solarmodule selbst (z.B. am Balkongeländer) montieren und den zugehörigen Wechselrichter an eine ganz normale Steckdose anschließen. "Die Systeme sind praktisch laiensicher", sagt Thomas Seltmann von der Verbraucherzentrale (VZ) NRW.

Netzstromverbrauch wird reduziert

Über die Haushaltssteckdose fließt der Solar-Strom in den eigenen Stromkreis und versorgt die angeschlossenen Geräte (z.B. Kühlschrank oder WLAN-Router) mit. Dabei ist so ein Mini-Solar-Kraftwerk aber nie allein zuständig für die Haushalts-Versorgung. Reicht der Strom vom Balkon nicht aus, fließt einfach Strom vom Versorger aus dem Netz dazu.

Auch im Schrebergarten einsetzbar?

Hat z.B. die Gartenlaube Netzanschluss und Haushaltssteckdosen, läuft es auch dort mit dem Balkon-Solar-Gerät. Ansonsten können im Schrebergarten (oder auf dem Campingplatz) sogenannte "Inselsysteme" mit einer Batterie und einer anderen Art von Wechselrichter zum Einsatz kommen.

Schatten mindert Einsparpotential

Zwischen 300 und 500 Euro kostet ein typisches Stecker-Solar-Geräte-Set. VZ-Experte Thomas Seltmann: "Unter der Voraussetzung, dass man wirklich einen geeigneten Platz hat, also dass die Sonne gut rankommt, kann sich so ein Stecker-Solargerät durchaus auch finanziell auszahlen."

Auf Dauer lohnt sich die Investition

Das jährliche Einsparpotential bei den Stromkosten liege im Schnitt bei 50-60 Euro. Es dauere "ein paar Jahre, bis sich die Kosten wieder einspielen". Die Komponenten seien letztlich die Gleichen wie bei großen Fotovoltaik-Anlagen. Thomas Seltmann: "Da gibt es Garantien von 20 Jahren und länger und wir wissen aus Erfahrung, dass die Produkte auch so lange halten können."

Stand: 12.02.2021, 12:40