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Von Sonnenglück und Sonnensünden

Eine Frau cremt im Park ihre Unterarme mit Sonnencreme ein

Von Sonnenglück und Sonnensünden

Von Anne Debus

  • UV-Strahlung fördert Falten und Erbgutschäden
  • Die Folgen der Sonnenbrände addieren sich
  • Je älter wir werden, desto häufiger wird Hautkrebs

Von Sonnenglück und Sonnensünden

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 01.06.2019 11:38 Min. WDR 4

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Die Haut vergisst nichts

So schön Sonne auf der Haut sich anfühlt – leider ist sie ziemlich ungesund. Die langwelligen UVA-Strahlen schädigen das Bindegewebe und bescheren uns vorzeitige Falten. Die kurzwelligen UVB-Strahlen greifen das Erbgut der Hautzellen an und können so Hautkrebs auslösen. Diese Schäden addieren sich im Laufe des Lebens.

Gerade bei den Älteren unter uns hat die Haut schon einiges mitgemacht: Noch in den 50er Jahren galt Sonne als uneingeschränkt gesund, man schickte die Kinder mit Absicht in die Sonne. Erst in den 60ern entdeckten Forscher die Gefährlichkeit der UV-Strahlung. Bis sich das herumsprach, dauerte es aber noch Jahre.

Die Folge: Sonnencremes hatten früher einen viel geringeren Lichtschutzfaktor, oft rieb man sich sogar nur mit Nussöl ein, um noch brauner zu werden. Ein starker Sonnenbrand pro Urlaub war normal, außerdem boomten in den 70ern und 80ern die Solarien.

Volkskrankheit Hautkrebs

Hautkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland. Jedes Jahr erkranken etwa 300.000 Menschen daran, vor allem Ältere sind betroffen.

Dabei ist Hautkrebs gut heilbar, wenn er früh erkannt wird. Unser Mittendrin-Studioexperte Dr. Eckhard Breitbart ist selbst schon neun mal daran erkrankt. Er rät: Jede Hautstelle mit einer verdächtigen Veränderung sollte man entfernen lassen.

"Wenn Sie fühlen: Irgendetwas stimmt mit diesem Ding doch nicht! Dann sollte Ihr Arzt so weise sein, diese Stelle grundsätzlich erst mal zu entfernen, das ist ja nur ein kleiner Eingriff. Denn fast 50 Prozent dieser Dinger sind bösartig."

Die Sonne geschützt genießen

Mit dem richtigen Schutz kann man sich unbesorgt in der Sonne aufhalten. Helle und weite Kleidung schützt und ist auch bei Hitze angenehm. Auch beim Baden ist es sinnvoll, mehr als nur Bikini oder Badehose zu tragen. Ein nasses T-Shirt lässt allerdings fast die ganze UV-Strahlung durch. Besser geeignet ist spezielle Kleidung mit integriertem UV-Schutz.

Dazu nimmt man Sonnencremes mit hohen Lichtschutzfaktoren, wie LSF 30 oder LSF 50. Am besten sind Cremes mit mineralischen Filtern, denn die lassen UV-Strahlen erst gar nicht in die Haut eindringen.

Stand: 31.05.2019, 09:28