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Eine Mutter und ihre 6-jährige Tochter misten den Kleiderschrank aus

Ordnung halten ohne Stress

Stand: 10.03.2023, 13:57 Uhr

Eine ordentliche Wohnung ist praktisch, sieht schön aus und tut der Seele gut. In WDR 4 Mittendrin gibt eine Expertin Tipps, wie man schon mit einer Viertelstunde Aufräumen pro Tag Ordnung schaffen kann.

Von Anne Debus

Ordnung halten ohne Stress

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 11.03.2023 14:42 Min. Verfügbar bis 10.03.2024 WDR 4 Von Anne Debus


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Die heimlichen Chaos-Ecken

Auch wenn vielleicht das Wohnzimmer immer präsentabel wirkt – unordentliche Ecken gibt es in fast jeder Wohnung. Bei der 68-jährigen Margot zum Beispiel ist es ihr "Allzweck-Zimmer":

"Da drin sind Aktenordner von früher. Zeitschriften, die ich gesammelt habe. Kinderspielzeug, Fitnessgeräte, Geschenkpapier. Malsachen, ich habe mal einen Kurs gemacht zum Zeichnen. Davon habe ich noch ganz viele Leinwände da drin und Acrylfarben. Und viel Mist!"

Unordnung belastet die Seele

Unordentliche Abstellräume und vollgestopfte Kleiderschränke sehen nicht nur unschön aus und sind unpraktisch. Sie liegen uns auch auf der Seele. Das meint unser Studiogast, die Ordnungsexpertin Denise Colquhoun alias "Fräulein Ordnung":

"Wenn wir den Keller voll haben oder das Dachgeschoss voll steht mit Gerümpel: Wir sehen es vielleicht nicht. Aber unser Unterbewusstsein hat es abgespeichert und erinnert uns immer wieder: 'Du müsstest eigentlich mal ...' Oder: 'Wann kümmerst du dich endlich ...' Das schüttet so eine Art Stresshormon aus. Und deshalb sollten wir das in den Griff kriegen. Um uns etwas Gutes zu tun!"

Gebt den Dingen ein Zuhause!

Um Ordnung zu schaffen, reichen eigentlich zwei Strategien, sagt die Ordnungsexpertin. Ihr erster Tipp: Für alle Dinge einen festen Platz festlegen.

"Wenn ich also nach Hause komme, weiß ich: Wo leg ich meine Handtasche und meine Schlüssel hin und wo kommt die Eingangspost hin." Ohne solche festen Plätze sei das Chaos vorprogrammiert: "Dann entsteht das 'Häufchen-Prinzip'. Denn: Wenn da schon ein Haufen Papierkram liegt, dann ist es einfach, da noch einen Haufen draufzupacken."

Und Tipp zwei: Nicht die Unordnung nur von links nach rechts räumen, sondern rigoros ausmisten. "Die meisten Menschen besitzen Dinge nur um des Besitzens willen. Also: Ich hab's mal angeschafft, es hat mal viel Geld gekostet. Und dann halte ich daran fest. Aber damit blockieren wir uns!"

Die Aufräum-Viertelstunde

Wenn unnötige Dinge erst mal aus dem Haus seien und alles seinen festen Platz habe, dann sei es leicht, auch dauerhaft Ordnung zu halten, meint Ordnungsexpertin Denise Colquhoun. Ihr Tipp dazu: Konsequent jeden Abend einen Korb nehmen, die Eieruhr stellen und genau eine Viertelstunde lang überall aufräumen!

"Also, wenn im Wohnzimmer irgendwas liegt, was ins Bad gehört. Oder wenn im Bad Wäsche auf dem Boden liegt, dann bringt man die zum Wäschekorb. Also 15 Minuten strikt sich um all diese Dinge kümmern, das hat schon eine wahnsinnige Wirkung aufs Leben. Und es ist wirklich nur eine Viertelstunde!"