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Note eins: Unsere Lieblingslehrer

Lehrerin hilft einem Schüler an der Tafel

Note eins: Unsere Lieblingslehrer

Von Anne Debus

  • Den Lieblingslehrer vergisst man nicht
  • Strenge wird von Schülern geschätzt
  • Lehrer können Lebensweg prägen

Note eins: Unsere Lieblingslehrer

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 24.04.2021 11:19 Min. Verfügbar bis 24.04.2022 WDR 4


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Den Lieblingslehrer vergisst man nie

Keine Frage, auch Lehrer sind nur Menschen, und pädagogisch nicht unfehlbar. Aber trotzdem gibt es sie – großartige Lehrer, die sich wirklich für ihre Schüler engagieren, auch über den Lehrplan hinaus. Und uns damit ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

Christa zum Beispiel wurde auf ihrer Dortmunder Schule manchmal gemobbt. Ihre Rettung war der Rektor, der ihr dann zur Seite stand: "Er hat mich immer verteidigt, wenn ich angegriffen wurde von anderen Schülern. Das war so ein väterlicher Mensch! Der hat mich immer aufgebaut."

Schüler schätzen oft strenge Lehrer

Auch wenn es zunächst erstaunlich klingt: In guter Erinnerung bleiben meist nicht die Lehrer, die ihren Schülern alles durchgehen lassen. Aus ihrer Zeit auf der Höheren Handelsschule in Warburg erinnert sich etwa Julia besonders gerne an ihren Betriebswirtschaftslehrer:

"Der konnte einfühlsam sein, Empathie zeigen, zuhören. Aber er konnte auch ganz klar Leistung abfordern und das war etwas, was ich sehr sympathisch fand."

Lehrer können den Lebensweg prägen

Gute Lehrer werden oft zum Vorbild. Bei Ralf aus Dortmund war es sein Biolehrer: "Das war ein unheimlich lieber Mann und wahrhaftig authentisch in seiner Art. Den hat man ernst genommen und akzeptiert!" Dieser Biolehrer inspirierte Ralf so sehr, dass er selbst Lehrer geworden ist.

Und Petra aus Schmallenberg hätte sich ihren Wunschberuf nicht zugetraut, hätte es da nicht einen besonderen Lehrer auf der Berufsfachschule in Meschede gegeben:

"Der hat mir ganz viel Mut dazu gemacht, meinen Beruf als Erzieherin zu lernen. Indem er mir gesagt hat, dass ich das Zeug habe, mit jüngeren Kindern umzugehen. Ich habe ein Gehleiden und war immer sehr zurückhaltend. Aber trotz meiner Hüften habe ich das geschafft!"

Ein Dankeschön für den Lieblingslehrer?

Auch wenn wir manchen Lehrern viel verdanken – dieses Gefühl behalten wir offenbar oft für uns. Karola Bösing war lange Realschullehrerin in Eslohe im Sauerland. Sie kann sich nur an zwei Fälle erinnern, in denen ihr besonders gedankt wurde: Einmal per Brief, und einmal rief eine Mutter an.

"Die sagte: 'Meine Tochter hat durch sie die Liebe zur Sprache gelernt und entsprechend einen Beruf ergriffen'. Ansonsten kriegt man wenig Rückmeldung. Aber wenn man ein Kompliment bekommt, ja, dann wird es einem schön warm von innen!"

Stand: 23.04.2021, 09:08

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