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Von Gießkanne bis Gartenteich – ohne Wasser läuft im Garten nichts

VHS-Biogarten im Düsseldorfer Südpark

Von Gießkanne bis Gartenteich – ohne Wasser läuft im Garten nichts

Von Anne Debus

  • Der Wasserverbrauch ist im Supersommer 2018 um 40 % gestiegen
  • Beete schlucken bei Hitze bis zu 20 Liter pro Quadratmeter und Tag
  • Mulchen und Lockern des Bodens senkt den Wasserbedarf

Gießkanne bis Gartenteich - ohne Wasser läuft im Garten nichts

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 11.05.2019 11:04 Min. Verfügbar bis 10.05.2020 WDR 4

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Besser Boden lockern, statt viel gießen

Das Aussehen vieler Gärten letzten Sommer erinnerte an Afrika: steinharte Erde, durchzogen von Rissen. Wenn es endlich regnet, kann ein so harter Boden dann kaum Wasser aufnehmen und durch die Risse verdunstet es wieder.

Dagegen hilft regelmäßiges Hacken: Wenn der Boden locker ist, kann er Regen und Gießwasser gut aufnehmen. Außerdem verschwinden so die Risse im Boden, die Verdunstung nimmt ab.

Mulchen: Die Schutzschicht fürs Beet

Auch Mulchen – also das Abdecken des Bodens – verringert die Verdunstung und gleicht Temperaturunterschiede aus. Dazu eignet sich etwa Grasschnitt. Der sollte aber schon etwas an der Sonne getrocknet sein, bevor man ihn aufs Beet legt. Sonst fault er.

Stroh eignet sich besonders als Mulch für Erdbeeren. Und Brennesselblätter versorgen den Boden mit Stickstoff. Neu als Material zum Mulchen ist Rohwolle von Schafen. Heimische Wolle bringt kaum noch etwas ein und wird deshalb von Schafzüchtern oft sogar weggeworfen.

Rindenmulch, also zerkleinerte Baumrinde, eignet sich gut, um Wege oder den Boden unter Sträuchern unkrautfrei zu halten. Für Gemüsebeete sollte man ihn aber besser nicht verwenden, weil das Holz dem Boden beim Verrotten Stickstoff entzieht.

Bewässerungssysteme: Bequem, aber nicht unbedingt wassersparend

Bewässerungssystem im VHS-Biogarten im Düsseldorfer Südpark

Bewässerungssystem im VHS-Biogarten im Düsseldorfer Südpark

Bewässerungssysteme lohnen sich für große Gärten. Oft sind sie aber nicht gerade wassersparend. Etwa, wenn sie über Zeitschaltuhren gesteuert werden, die das Wetter nicht berücksichtigen. Oder wenn sie den Garten von oben sprengen. Im Düsseldorfer VHS-Biogarten gibt es zum Beispiel ein Bewässerungssystem, das von einem Computer und einem Sensor auf einem Gebäude gesteuert wird, der die Luftfeuchtigkeit misst. Rohre unter den Wegen führen zu Gieß-Säulen mit Düsen, für die man den Radius und die Dauer einstellen kann, in denen bewässert werden soll. Nachteil: Es wird von oben bewässert.

Bewässerungssystem im VHS-Biogarten im Düsseldorfer Südpark

System mit Tröpfchenbewässerung

Sparsamer sind Systeme mit Tröpfchenbewässerung. Hier liegen oberirdisch Schläuche, die die Pflanzen in den Beeten direkt an den Wurzeln bewässern. Ein zweites Bewässerungssystem im Düsseldorfer VHS-Biogarten arbeitet genau so gezielt. Hier liegen oberirdisch Schläuche, die die Pflanzen in den Beeten an den Wurzeln bewässern. Um Wasser zu sparen, sind die Schläuche zusätzlich mit Vlies umwickelt. Weiterer Vorteil: Die Schläuche können einfach von einem Beet ins nächste verlegt werden.

Gartenteich: Wasserpflanzen in Behältern setzen

Gerade im heißen Sommer ist ein Teich eine kühle Oase, und jetzt ist die Zeit, ihn zu bepflanzen. Die Pflanzen setzt man am besten getrennt in Pflanzkörben, weil sonst die stark wachsenden Teichpflanzen die schwächeren verdrängen.

Außerdem kann man in solchen beweglichen Körben die Teichbepflanzung je nach Jahreszeit umgestalten.

 

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Stand: 10.05.2019, 00:00