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Spannende Familien-Spurensuche: Hobby Ahnenforschung

Zeichnung des Stammbaums einer Familie

Spannende Familien-Spurensuche: Hobby Ahnenforschung

Von Christoph Tiegel

  • Hobby mit Suchtpotential
  • Sehr persönliche Zeitreise
  • Im Verein zur Zeit nur online

Spannende Familien-Spurensuche: Hobby Ahnenforschung

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 02.05.2020 15:11 Min. Verfügbar bis 02.05.2021 WDR 4

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Hobby mit Suchtpotential

Falls Sie in diesen Tagen nach einem Mittel gegen Langeweile suchen, vielleicht ist das ja die Idee auch für Sie! Es ist auf jeden Fall ein Hobby, das spannend ist und durchaus süchtig machen kann: Ahnenforschung. Die Familien-Spurensuche begeistert immer mehr Menschen. Deutschlandweit sind allein 25.000 Hobby-Ahnenforscher in Vereinen bzw. Verbänden organisiert – wie z.B. dem Verein "Roland zu Dortmund". Normalerweise lädt der einmal im Monat zu einer offenen "Forscherwerkstatt" ein. Motto: "Forschen – Fragen – Fachsimpeln". Aufgrund der Corona-Beschränkungen können solche Zusammentreffen derzeit nicht stattfinden. Aber das Hobby Ahnenforschung funktioniert grundsätzlich auch sehr gut vom heimischen Computer aus. Auch für Einsteiger.

Eine sehr persönliche Zeitreise

Von wem in der Familie hab ich eigentlich die Locken, wer sind überhaupt meine Vorfahren und wie lebten sie, zum Beispiel in Zeiten, als es noch keinen Strom oder fließend Wasser in ihren Behausungen gab? Die eigene Herkunft zu erforschen über zwei, drei oder möglichst viele Generationen: Diese Form der sehr persönlichen "Zeitreise" über viele Jahrzehnte, manchmal sogar mehrere Jahrhunderte, fasziniert immer mehr Menschen – gerade wenn man nicht mehr (oder coronabedingt vorübergehend nicht) im prallen Berufsleben steht. Das Schöne an der Hobby-Ahnenforschung: Prinzipiell können auch Neueinsteiger direkt loslegen – dank spezieller Internet-Datenbanken geht sehr viel schon vom heimischen Computer aus.

Im Verein zurzeit nur online

Wie man am besten einsteigt, erklärt in der Sendung Georg Palmüller. Der Pensionär ist seit 1985 leidenschaftlicher Ahnenforscher (in eigener Sache) und gibt, gemeinsam mit seiner Frau Nancy Myers, sein Wissen auch schon länger an andere weiter, zunächst als Leiter von Volkshochschulkursen, aus denen dann kurz nach der Jahrtausendwende der "Ahnenforscher Stammtisch Unna" hervorging. Normalerweise kommen dazu einmal im Monat zwischen 35 und 60 Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher – Einsteiger und Fortgeschrittene – aus der größeren Region zu Vortragsabenden, Workshops und gemeinsamen Forschungsabenden zusammen. Zurzeit ist der Stammtisch ein reiner Online-Treff. Aber der Austausch unter Ahnenforschern funktioniert auch in Form von Videokonferenzen recht gut.

Stand: 30.04.2020, 13:14