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Ist mein Erbstück von Oma vielleicht eine echte Kostbarkeit?  

Erbstücke

Ist mein Erbstück von Oma vielleicht eine echte Kostbarkeit?  

Von Christoph Tiegel

  • Erstmal als "Kaufinteressent" auftreten
  • Sachverstand hat oft seinen Preis

Ist mein Erbstück von Oma vielleicht eine Kostbarkeit?

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 27.11.2021 11:36 Min. Verfügbar bis 27.11.2022 WDR 4


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Doch, es gibt sie tatsächlich, diese überraschend kostbaren Glücksfunde. In Nachlässen. Auf Flohmärkten. Manchmal auch im eigenen Keller. Auch wenn das im normalen Alltag vielleicht nicht ganz so oft vorkommt wie bei "Bares für Rares" - aber das ist ja auch eine TV-Unterhaltungssendung, die gerade von solch besonderen Momenten lebt.

"Wir hatten die Tage erst wieder jemanden, der wollte für 50 Euro ein Gemälde verkaufen, was er von seiner Oma geschenkt bekommen hat – der ist mit 4.800 hier raus gegangen", erzählt Trödelshow-Moderator Horst Lichter im Gespräch mit Mittendrin-Moderator Michael Westerhoff. Bekanntermaßen ist Lichter selbst ein Freund schöner alter Dinge. Vor allem, wenn die einen Motor haben. Auch alte Uhren haben es ihm angetan.

Erstmal als "Kaufinteressent" auftreten

Mal angenommen, man hätte zum Beispiel eine Vintage-Armbanduhr geerbt oder geschenkt bekommen und würde die auf keinen Fall deutlich unter Wert verkaufen wollen - wie stellt man sich da möglichst geschickt an? - Lichters Tipp: zum Einstieg immer ein bisschen normale Internetrecherche, klar.

Und dann verrät er seinen speziellen "Hintenrum"-Trick: "Wenn ich was ganz Schickes habe, dann inseriere ich erstmal, dass ich suche. Und dann bekomme ich Ähnliches angeboten und weiß, was die (Händler) dafür haben möchten."

Auf diese Weise bekäme man aktuelle Verkaufspreise genannt und hätte "schon eine andere Verhandlungsbasis" - vor allem für den Fall, dass man später genau einem dieser Händler sein altes Schätzchen zum Kauf anböte.

Sachverstand hat oft seinen Preis

Eine goldene Uhr und zwei alte Broschen – wo und wie lässt man drei persönliche Erbstücke zuverlässig schätzen? Mittendrin-Reporterin Corina Wegler ist damit zu einer öffentlich bestellten Sachverständigen für Schmuck und anschließend noch zur Goldankäuferin eines Edelmetallhändlers gegangen.

Im ersten Fall wurden ihr 1.050 Euro für die drei goldhaltigen Schmuckstücke geboten – im zweiten Fall 950 Euro, 100 Euro weniger also. Dafür war beim Edelmetallhändler die Schätzung kostenlos. Bei der Sachverständigen hätte sie 100 bis 120 Euro pro Stunde gekostet.

Damit ist in so einem Fall nicht zu einer bösen Überraschung kommt: unbedingt vorher Kostenvoranschlag einholen.

Stand: 26.11.2021, 09:30