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Corona-Impfungen: Wann, wo und wie geht es jetzt weiter?

Einem Mann wird der Coronavirus-Impfstoff in den Oberarm gespritzt.

Corona-Impfungen: Wann, wo und wie geht es jetzt weiter?

Von Christoph Tiegel

  • Start in den Impfzentren für 1. Februar geplant
  • Impfberechtigte werden per Brief benachrichtigt
  • Bislang keine unerwarteten Nebenwirkungen

Corona-Impfungen: Wann, wo und wie geht es jetzt weiter?

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 16.01.2021 15:04 Min. Verfügbar bis 16.01.2022 WDR 4 Von Michael Westerhoff


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Die "Einladung" zur Corona-Schutz-Impfung kommt per Post. Vom Landesgesundheitsminister. Wer 80 Jahre oder älter ist und zu Hause lebt, wird per offiziellem Info-Brief davon in Kenntnis gesetzt, dass er oder sie nun einen Termin vereinbaren kann.

Ab Montag, den 25. Januar, können in Nordrhein-Westfalen Impftermine (je 2 im Abstand von 3-4 Wochen) gebucht werden. Entweder online über die Internetadresse "www.116117.de" oder telefonisch: Für Nordrhein-Westfalen wurden dazu die kostenlosen Rufnummern 0800-116117-01 (für das Rheinland) und 0800-116117-02 (für Westfalen) für Terminvereinbarungen eingerichtet.

Termin: Drankommen und hinkommen

Und wie kommt man dann gut hin zum Impftermin – wenn man selbst nicht mehr so mobil ist und kein Verwandter oder Freund einen hinbringen kann? Vielleicht werden die Krankenkassen die Fahrtkosten übernehmen. Denn laut Dr. Hermann Geldmann, dem ärztlichen Leiter des Impfzentrums Recklinghausen, definiert der Bundesverband der gesetzlichen Krankenkassen seit neuestem die Corona-Schutzimpfung als "medizinische Leistung".

Daraus folge grundsätzlich die Verpflichtung der Kassen, bei Bedarf z.B. die Kosten für eine Taxifahrt zum Impftermin übernehmen. Dafür müsse dann eigentlich jedes Mal der Hausarzt bescheinigen, "dass der Impfling transportiert werden muss, weil er z.B. chronisch krank ist oder eine Pflegestufe hat".

Wegen der absehbar vielen Fälle ein hoher Verwaltungsaufwand für die Krankenkassen. Ob sie deshalb eine vereinfachte Erstattungslösung anbieten werden? Dr. Geldmann: "Das weiß ich noch nicht. Aber vielleicht wissen wir da in einer Woche schon mehr."

Wirksam und gut verträglich?

Bisher sind keine überraschenden Impfreaktionen bekannt geworden. Laut Ruth Schulz aus der WDR-Wissenschaftsredaktion hat es in England und den USA wenige Fälle von allergischen Reaktionen gegeben: "In den USA 21 – bei ungefähr 1,9 Millionen Impfungen. Alle wurden gut behandelt und es geht ihnen gut."

Mögliche Nebenwirkungen der Impfstoffe von Biontech und Moderna seien Rötungen am Arm, Kopfschmerzen, gelegentlich auch Fieber. Diese Symptome seien aber nur von kurzer Dauer und "nach 1-2 Tagen vorbei".

Dafür schützten beide Impfstoffe laut Studien zu über 95 Prozent davor, schwer an Corona zu erkranken. Und dieses Risiko sei für alte Menschen doch sehr groß. Sie seien auch an älteren Menschen getestet worden, wobei keine besonderen Komplikationen beobachtet wurden. Wissenschaftsredakteurin Ruth Schulz: "Und man hat gesehen, dass sie auch bei Älteren gut wirken."

Stand: 15.01.2021, 09:32