Automobilität – fahren auch Sie schon bald besser elektrisch?

Elektroauto an Ladestation

Automobilität – fahren auch Sie schon bald besser elektrisch?

Von Christoph Tiegel

  • Zuschüsse reizen zum E-Auto-Kauf
  • Deutlich günstigere Verbrauchskosten
  • Alternativ: Spartipps für Benzin- und Dieselfahrer

Automobilität – fahren auch Sie schon bald besser elektrisch?

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 02.10.2021 13:05 Min. Verfügbar bis 02.10.2022 WDR 4 Von Michael Westerhoff


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Wem ist schon heute der Einstieg zu empfehlen? 

"Eigentlich allen, die Auto fahren", sagt WDR-Auto-Experte Arndt Brunnert. Sparen UND etwas für die Umwelt tun, könne man mit einem Elektro-Auto schon heute.

Die im Vergleich zu Benzin- und Dieselfahrzeugen (noch) höheren Anschaffungspreise werden durch recht üppige staatliche Zuschüsse spürbar abgemildert. Beim Neuwagenkauf ist aktuell für ein reines Elektro-Auto eine Förderung von bis zu 9000 Euro drin, bei so genannten Plug-in-Hybriden (mit Elektro- und Verbrennungsmotor) bis zu 6750 €. Dadurch könnten, so Arndt Brunnert, Elektro-Autos schon vom Start weg "mit Dieseln und Benzinern auch kostenmäßig konkurrieren“.

Deutlich günstigere Treibstoffkosten

Von Kostenersparnissen über 30 Prozent beim Verbrauch schwärmt in unserer Reportage ein E-Auto-Besitzer in Dormagen. Das fehlende Motorbrummen, zu Beginn "eine ziemliche Umstellung", habe er schon nach kurzer Zeit als angenehm empfunden. Genau wie die zügige Beschleunigung und die Ein-Gang-Automatik des neuen kleinen Stromers.

"Ich hab den bewusst für den Berufsweg gekauft, ich hatte vorher einen größeren Kombi. Den hatte ich angeschafft, als mein Sohn noch zuhause war, aber wir sind jetzt zu zweit. Und da brauchen wir das große Auto nicht", sagt der 57jährige. Er nutzt sein E-Auto täglich für den 20 Kilometer weiten Weg zur Arbeit.

Aufgetankt wird es in der Regel nur einmal pro Woche über Nacht an der eigenen Ladestation, gespeist von Solarzellen auf dem Dach.

Alternativ: Spartipps für Benzin- und Dieselfahrer

So sinn- und reizvoll der Umstieg schon jetzt sein mag, ein neues E-Auto kann sich (trotz staatlicher Förderung) nicht jeder leisten. Die Umwelt schonen (und nebenbei auch den Geldbeutel), das geht auch mit dem alten Verbrenner. Fahrlehrer Peter Knauf verrät (beziehungsweise erinnert an) ein paar Tricks und Kniffe. Allein mit bewusst moderater Fahrweise ohne starkes Beschleunigen und Abbremsen ließen sich auf 100 Kilometer "problemlos zwei Liter sparen."

Was im Winter den Kraftstoffverbrauch bei vielen unnötig (und beträchtlich) in die Höhe treibe, mahnt Peter Knauf: die weit verbreitete Unsitte, den Wagen erstmal im Stand "warmlaufen" zu lassen. Der umwelt- und kostenbewusste Autofahrer bzw. die Fahrerin "befreit das Auto von Eis und Schnee, auch auf dem Dach, und fährt das Auto gleichmäßig mit niedrigen Drehzahlen warm."

Stand: 01.10.2021, 14:32