Augenarzt Untersuchung

Die Volks-Augenkrankheit AMD

Stand: 22.07.2022, 00:00 Uhr

Die altersbedingte Makula-Degeneration ist in westlichen Ländern die Hauptursache für starke Sehbehinderungen bei älteren Menschen. Über sieben Millionen Menschen sind in Deutschland betroffen.

Von Michael Westerhoff

Die Volks-Augenkrankheit AMD

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 23.07.2022 12:08 Min. Verfügbar bis 23.07.2023 WDR 4 Von Michael Westerhoff


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Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD)? Die meisten werden diesen Zungenbrecher noch nicht gehört haben. Und trotzdem entwickelt sich die Augen-Krankheit zu einer Volkskrankheit bei den Menschen über 60. Sie führt zu starken Sehbehinderungen. Im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung. Die Krankheit greift die Makula an, die dafür sorgt, dass wir lesen oder scharf sehen können.

Tückisch an der Krankheit ist, dass der Betroffene in der frühen Phase der Erkrankung nichts davon merkt. Nur der Augenarzt kann die Krankheit feststellen. Es gibt zwei unterschiedliche Arten der Erkrankung. Die normale AMD, die schleichend kommt, das heißt: Das Sehvermögen nimmt regelmäßig ab. Die "feuchte AMD" kann dagegen innerhalb von Tagen oder Wochen die Sehfähigkeit verschlechtern.

Warnzeichen sind eine allmähliche Verschlechterung des Sehvermögens. Ein Zeichen kann auch sein, dass man Linien nicht mehr gerade, sondern wellig sieht. Das kann man gut an Fugen im Badezimmer testen. Wenn die plötzlich verschwommen, wellig oder verzogen wirken, sollte man zum Augenarzt gehen.

Vorbeugung ist ganz schwierig. Wie bei vielen Krankheiten, spielt die genetische Veranlagung eine große Rolle. Zudem ist das Alter an sich ein wichtiger Faktor. Beeinflussen kann man dagegen die Ernährung: Leichte mediterrane Kost mit viel Gemüse soll vorbeugend wirken. Zudem ist Rauchen ein Faktor, der die AMD auslösen kann.

Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, hilft nur noch der regelmäßige Gang zum Arzt. Medikamente können den Fortschritt der AMD verlangsamen. Allerdings reichen keine Tabletten. Der Augenarzt muss regelmäßig Spritzen geben.