Live hören
Jetzt läuft: The way to your heart von Soulsister

Alltags-Organisation: Von peniblen Planern und kreativen Chaoten

Ein voller Terminkalender

Alltags-Organisation: Von peniblen Planern und kreativen Chaoten

Von Christoph Tiegel

  • Viel zu tun? Erstmal durchatmen!
  • To-dos aufschreiben
  • Zeitfresser vermeiden

Alltags-Organisation

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 04.01.2020 14:16 Min. Verfügbar bis 03.01.2021 WDR 4 Von Michael Westerhoff

Download

Auch abseits des Berufslebens gibt es ja oft noch genug hintereinander zu bringen: einkaufen, Kinder oder Enkel von der Schule abholen oder zum Sport bringen, Geldangelegenheiten regeln, Arzttermine machen, Hobbies pflegen und, und, und… dann geht vielleicht noch der Kühlschrank kaputt und ein neuer muss her. Auch das muss dann noch organisiert werden. Dabei ist unsere Zeit eigentlich längst verplant. Wohl die meisten von uns kennen solche Momente, in denen einem die vielen Verpflichtungen über den Kopf zu wachsen drohen. Was kann einem dann eine echte Hilfe sein? Unser Studiogast, die Wirtschaftsjournalistin und Buchautorin Cordula Nussbaum, empfiehlt: "Wenn ich sehe, es kommt wahnsinnig viel auf mich zu: erstmal – tief – durchatmen! Und versuchen, möglichst nicht emotional mit rein zu kommen in diesen Stress."

"To-dos" aufschreiben hilft

"Und dann", rät die Organisationsexpertin, "schreiben Sie wirklich alles auf, was Ihnen an offenen ,To-dos‘ durch den Kopf schießt." Allein das Aufschreiben gebe uns schon das Gefühl, wir hätten unsere Aufgaben einigermaßen im Griff. Weil der Begriff "Liste" für viele eher negativ klinge, empfehle sie aber eher eine To-do-"Sammlung" anzulegen. Der nächste Schritt sei dann, in einer ruhigen Minute die gesammelten Aufgaben durchzugehen und zu sortieren, indem man überlege: "Was von dem, das ich hier notiert habe, hat wirklich Dringlichkeit, was will ich tun, was muss ich tun?" Meist könne man dann schon eine Menge streichen. In der Regel seien vergleichsweise wenige Aufgaben tatsächlich von der Sorte "Es brennt was an, wenn ich es nicht tue", könnten also meist folgenlos aus der aktuellen To-do-Sammlung gestrichen werden.

Zeitfresser erkennen und vermeiden!

Was wir möglichst vermeiden sollten bei jeder Arbeit an den (wirklich) wichtigen Aufgaben: Störungen. Etwa durch unablässig und ungefiltert eingehende Anrufe, Mails oder Textnachrichten. Im beruflichen Alltag, so Cordula Nussbaum, seien solche Störungen die größten Stressfaktoren und "Zeitfresser".  Im privaten Bereich sei das darüber hinaus ein oft "unglaublicher Perfektionismus" – zum Beispiel beim (allzu) peniblen Aufräumen der Wohnung. Cordula Nussbaums Appell in solchen Fällen: "Mensch, Leute, macht Euch mal klar: Ihr LEBT in Euren vier Wänden, das ist keine Möbelausstellung!" Viele Menschen schössen hier jedoch weit übers Ziel hinaus, "vertun Zeit ohne Ende, die ihnen dann fehlt, um zum Beispiel mal wieder gemütlich was mit den Kindern zu machen oder auf der Couch zu sitzen und einfach mal nichts zu tun oder ein gutes Buch zu lesen."

 

Stand: 02.01.2020, 13:22