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Heino feiert seinen 80. Geburtstag

Sänger Heino

Heino feiert seinen 80. Geburtstag

Von Antonia Kasparek

Heinz Georg Kramm, besser bekannt als Heino, machte eine einzigartige Karriere. Vor 80 Jahren, am 13. Dezember 1938, wurde er in Düsseldorf geboren.

Der große Durchbruch gelang Heino, nachdem er 1965 bei einem Auftritt mit seiner Gruppe "Comedien Terzett" von Ralf Bendix entdeckt wurde. Bendix produzierte ihn anschließend 20 Jahre lang. Gleich Heinos erste Platte "Jenseits des Tales" wurde mehr als 100.000-mal verkauft. 1967 erschien seine erste Langspielplatte, es folgten zahlreiche weitere Hits und viele Fernsehauftritte.

Wegen einer Augenkrankheit trägt Heino seit den 1970er Jahren in der Öffentlichkeit immer eine sehr dunkle Sonnenbrille, die zu seinem Markenzeichen wurde.

Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte er Mitte der 1970er Jahre mit den Hits "Blau blüht der Enzian", mit dem er auch im gleichnamigen Film zu sehen und zu hören war, sowie "Die schwarze Barbara". Von 1977 bis 1979 war er auch in der 14-teiligen Serie "Sing mit Heino" im Fernsehen zu sehen.

Heino: 80 Jahr – Blondes Haar

Von Antonia Kasparek

Blond, Brille, Bariton – so kennen wir Heino während seiner gesamten 50-jährigen Karriere. Der vom Volksmusiker zum Rocker gewandelte Sänger will nun seinen Abschied von der Bühne nehmen. Am 13. Dezember 2018 feiert er seinen 80. Geburtstag.

Heino

Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn – doch über eines kann man nicht streiten: Heino, der als Heinz Georg Kramm, am 13. Dezember 1938 in Düsseldorf geboren wurde, machte eine einzigartige Karriere.

Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn – doch über eines kann man nicht streiten: Heino, der als Heinz Georg Kramm, am 13. Dezember 1938 in Düsseldorf geboren wurde, machte eine einzigartige Karriere.

Sein Vater, ein Zahnarzt, starb im Krieg. Seine Mutter hielt die Familie als Putzfrau über Wasser und schenkte ihrem Sohn zu Weihnachten 1948 ein rotes Akkordeon. Ein Geschenk, das sein Leben prägen sollte. Zwar absolvierte er eine Ausbildung zum Bäcker und Konditor, doch sein Herz hing an der Musik. Das hatte er vielleicht vom Opa, der war Organist am Kölner Dom.

1961 trat er erstmals mit dem Trio "OK Singers" mit mäßigem Erfolg auf und nannte sich Heino. Der große Durchbruch gelang Heino, nachdem er 1965 bei einem Auftritt mit seiner Gruppe "Comedien Terzett" vom Schlagerstar Ralf Bendix entdeckt wurde, der ihn anschließend 20 Jahre produzierte. Gleich seine erste Platte "Jenseits des Tales" wurde mehr als 100.000-mal verkauft. 1967 erschien seine erste Langspielplatte, es folgten zahlreiche weitere Hits und viele Fernsehauftritte.

Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte er Mitte der 70er Jahre mit den Hits "Blau blüht der Enzian", mit dem er auch im gleichnamigen Film zu sehen und zu hören war, sowie "Die schwarze Barbara". Von 1977 bis 1979 war er auch in der 14-teiligen Serie "Sing mit Heino" im Fernsehen zu sehen.

Bei seinen Liedern handelt es sich überwiegend um Volkslieder, die er im Stil der Schlagermusik präsentiert. In einer Zeit, in der die Rolling Stones rockten und deutsche Studenten auf die Straßen gingen, sang Heino Schlager über die Heimat und wurde damit für die 68er-Bewegung zur Reizfigur. Heino hat aber auch klassische Melodien aufgenommen, wie zum Beispiel das Ave Maria.

Im April 1979 heiratete Heino seine dritte Ehefrau Hannelore Auersperg. Das Paar lebt seit 2009 im Historischen Kurhaus von Bad Münstereifel und betrieb von 1996 bis 2012 Heinos Rathaus-Café am Marktplatz. Seit 2012 existiert im Historischen Kurhaus ein fremdbetriebenes Café mit dem Namen "Heinos Café".

Heino – oft kopiert, aber unerreicht: Aufgrund seiner markanten Erscheinung ist Heino Objekt vieler Parodien und Doppelgänger. Zum Beispiel von Komiker Otto, der ihn in "Otto – Der Film" als singenden Zombie durch den Kakao zog. Gegen einen Doppelgänger ist Heino aber gerichtlich vorgegangen. 1985 gewann er eine Unterlassungsklage gegen Norbert Hähnel (Gastsänger der "Toten Hosen"), der als "Der wahre Heino“ auftrat.

Ohnehin nahm Heino sich und sein Image als Schlagerbarde auch selbstironisch auf die Schippe. Zudem gelang es ihm sich in den 2000er Jahren noch mal neu zu erfinden. Mit "Rammstein" trat er beim Heavy-Metal-Festival in Wacken auf und 2013 nahm er ein Album mit Coverversionen von Pop-, Hip-Hop- und Rocksongs auf. Auch seine früheren Volksmusik-Hits wie "Blau blüht der Enzian" (das dann "Schwarz blüht der Enzian" hieß), "Ja, ja, die Katja, die hat ja" oder "Schwarzbraun ist die Haselnuss" verpasste er ein Metal-Sound-Kleid.

Auch bei WDR 4 war Heino natürlich oft zu Gast. So viele wie er Fans hatte, hatte er aber auch Kritiker – und das nicht nur, weil seine Volksmusik grundsätzlich polarisierte. Es wurde ihm eine rechte Gesinnung unterstellt, weil er Lieder sang, die auch im Dritten Reich populär waren. Zu Unrecht, wie Heino immer betont hat.

So erfolgreich er auch als Sänger war, in seinem Leben musste Heino auch schwere Schicksalsschläge verkraften, wie den Selbstmord seiner Tochter. 2019 will er noch einmal mit Songs aus seiner gesamten Karriere – "von Schlager und Volksliedern über Partykracher bis hin zu den Rock-Covern" – auf Abschiedstournee durch Deutschland gehen. Sein kürzlich erschienenes Album "...und Tschüss" soll aber sein Letztes sein. Doch wer weiß, vielleicht ist mit 80 Jahren noch lange nicht Schluss ...

In den 80er-Jahren wurde es etwas ruhiger um Heino. Ab den 90er-Jahren ging es wieder bergauf und in den 2000er-Jahren gelang es ihm schließlich, sich selbst als Rocker neu zu erfinden –mit einem Schuß Selbstironie.

Mit der Band "Rammstein" trat er beim Heavy-Metal-Festival in Wacken auf, und 2013 nahm er ein Album mit Coverversionen von Pop-, Hip-Hop- und Rocksongs auf. Auch seinen früheren Volksmusik-Hits wie "Blau blüht der Enzian" (das dann "Schwarz blüht der Enzian" hieß), "Ja, ja, die Katja, die hat ja" oder "Schwarzbraun ist die Haselnuss" verpasste er ein Metal-Sound-Kleid.

Max Schautzer gratuliert Heino zum 80.

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 13.12.2018 19:21 Min. WDR 5

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WDR 2 Stichtag: 1938 - Geburtstag von Heino (13.12.2013)

WDR 2 Stichtag 13.12.2013 WDR 2

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Heino hatte auch Kritiker – und das nicht nur, weil seine Musik polarisierte. Ihm wurde eine rechte Gesinnung vorgeworfen, weil er Lieder sang, die auch im Dritten Reich populär waren. Ein Vorwurf, den er stets zurückwies.

2019 will der Sänger noch einmal mit Songs aus seiner gesamten Karriere – "von Schlager und Volksliedern über Partykracher bis hin zu den Rock-Covern" – auf Abschiedstournee durch Deutschland gehen. Sein kürzlich erschienenes Album "...und Tschüss" soll sein Letztes sein.

Stand: 11.12.2018, 13:11