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Glen Campbell: Der Rhinestone Cowboy

Glen Campbell: Der Rhinestone Cowboy

Von Philip Stegers

Er war ein überaus gefragter Studiogitarrist, bevor er mit Hits wie "Rhinestone Cowboy" und "Wichita Lineman" in den Country-Olymp aufstieg. Multitalent Glen Campbell ist am 8. August 2017 im Alter von 81 Jahren verstorben.

Glen Campbell

Bevor Glen Campbells Karriere als Solokünstler Ende der 60er Jahre startet, ist er lange Zeit ein gefragter Gitarrist in Los Angeles. Er gehört zur "Wrecking Crew", einer Gruppe von exzellenten Studiomusikern, die auf vielen Meilensteinen der Popmusik zu hören sind.

Bevor Glen Campbells Karriere als Solokünstler Ende der 60er Jahre startet, ist er lange Zeit ein gefragter Gitarrist in Los Angeles. Er gehört zur "Wrecking Crew", einer Gruppe von exzellenten Studiomusikern, die auf vielen Meilensteinen der Popmusik zu hören sind.

Auf Klassikern wie "Strangers in the Night" von Frank Sinatra, "You’ve Lost That Lovin‘ Feeling" von den Righteous Brothers, "Viva Las Vegas" von Elvis Presley oder "I’m a Believer” von The Monkees kann man den Sunnyboy an der E-Gitarre hören.

Bei den Beach Boys hilft er 1964 auf Tour als Sänger und Bassist für den indisponierten Brian Wilson aus. Und auch auf ihrem Meisterwerk "Pet Sounds" ist Glen Campbell als Sessionmusiker dabei.

1967 hat er seinen Durchbruch als Solokünstler. Für die Songs "Gentle on My Mind" und "By The Time I Get to Phoenix" räumt Glen Campbell vier Grammys ab.

Er erhält eine eigene Fernsehshow, die "Glen Campbell Goodtime Hour”,  in der er mit Gästen wie den bezaubernden "Lennon Sisters" gemeinsam singt.

Auch Hollywood entdeckt Glen Campbell: In dem Western "True Grit" spielt er 1969 an der Seite von John Wayne, der für seine Rolle den Oscar© als Bester Hauptdarsteller gewinnt.

Mit "Rhinestone Cowboy" – der Geschichte eines abgehalfterten Sängers, der nicht aufgibt, hat Glen Campbell Mitte der 70er Jahre seinen größten Hit. Kurz darauf beginnt auch sein eigener Abstieg. Alkohol, Kokain und Depressionen werfen ihn lange Zeit aus der Bahn.

Doch Glen Campbell rappelt sich wieder auf. Er entdeckt den christlichen Glauben, macht einen Entzug und zeigt auf der Bühne, dass er nichts verlernt hat.

2011 wird bei ihm Alzheimer diagnostiziert. Glen Campbell geht auf große Abschiedstournee, die in dem anrührenden Film "I'll Be Me" dokumentiert ist. Am 8. August 2017 stirbt er an den Folgen seiner Krankheit.

Stand: 09.08.2017, 12:38 Uhr