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Symphonic Floyd in Dortmund

Von Markus Rinke

Pink-Floyd-Songs über drei Stunden, mehr als 100 Akteure und eine große Show – Symphonic Floyd begeistert in Dortmund.

Symphonic Floyd ist ein Projekt der Band Green. Insgesamt stehen über 100 Akteure auf der Bühne. Erstmals gab es das Konzert 2017. Weil die Veranstaltungen im Theater Hagen ausverkauft waren, haben sich die Organisatoren in die Westfalenhalle getraut.

Nach dem Erfolg 2019 war ein weiteres Konzert 2020 geplant. Das musste allerdings wegen Corona verschoben werden. Jetzt stehen die Musiker wieder begeistert auf der Bühne

Milla Kapolke ist nicht nur Sänger der Band Green, die in der Westfalenhalle auf der Bühne steht, sondern auch Sänger und Bassist von Grobschnitt.

Rolf Möllers Wurzeln liegen ebenfalls nicht nur bei der Band Green, sondern auch bei Extrabreit. Gemeinsam mit Kapolke gilt er als Urheber des Projekts.

Neben Vater Milla steht auch Sohn Manu Kapolke mit auf der Bühne und das ist kein Zufall. Von ihm kam der Vorschlag, Pink Floyd zu spielen: Das seien Lieder, vor denen die Eltern Ehrfurcht gehabt hätten. Die Dritte am Tisch ist Manus Mutter Mudita Kapolke. Sie spielen das Intro zu "Shine On You Crazy Diamond".

"Die Menschen auf der Bühne sind toll und sie machen auch noch tolle Musik. Sie breiten das Herz auf der Bühne aus", meint Martin aus Warsleben in Sachsen-Anhalt.

Lea Bergen machte ihre klassische Musikausbildung in Wuppertal. Bei Symphonic Floyd begeistert sie mit dem Solo-Gesang in "The Great Gig In The Sky".

Begleitet wird die Band vom Philharmonischen Orchester Hagen.

Neben dem Opern- ist auch der Kinderchor mit auf der Bühne.

Marion aus Telgte und Romanus aus Münster waren begeistert: "Die Zusammenfassung aus Symphonieorchester und der Musik von Pink Floyd hat mir sehr gut gefallen", sagt Marion. Romanus ergänzt: "Den Kinderchor fand ich richtig klasse."

Michi Rolke spielt nicht nur Saxophon, sondern auch Gitarre und Keyboard.

2015 kamen Milla Kapolke und Rolf Möller auf die Idee, "Atom Heart Mother" aufzuführen. Das Stück ist 23 Minuten lang, "gefühlt waren es fünf", sagt Milla Kapolke.

"Atom Heart Mother" wurde bisher nur einmal in Deutschland gespielt, weil das Arrangement so aufwändig ist. Das gleichnamige Album aus dem Jahr 1970 war das erste der Band, welches in den britischen Charts auf Platz eins war.

Der Dirigent ist Steffen Müller-Gabriel. Er ist auch der Chef im Ring. Für Rolf Möller eine ungewohnte Situation, denn normalerweise gibt er als Schlagzeuger das Tempo vor.

Wichtig bei dem Arrangement sei, dass das nicht verweichlicht werde und die Rockmusik durch das Orchester untergehe, erklären die Musiker. Das ist gelungen.

Für Andreas aus Verl war es das sechste Mal, dass er Symphonic Floyd gesehen hat: "Es ist immer wieder ein Erlebnis, es ist der Spaß an der Musik, den die rüberbringen, das ist einfach genial."

Neben ausgefallenen Stücken stehen natürlich auch die bekannten Songs wie "Wish You Were Here" und "Another Brick In The Wall" auf der Setlist. Außerdem wird das komplette Album "Dark Side Of The Moon" aufgeführt mit "Money" und "Time".

Zur Performance gehört auch eine große Lightshow. Die ist zwar nicht ganz so imposant wie die von den Vorbildern Pink Floyd, aber immer noch sehr beeindruckend.

Sven, Udo, Sebastian und Dennis kommen aus Duisburg. "Wir haben das meinem Vater Udo zum Geburtstag geschenkt", sagt Sven. "Das weckt Erinnerungen", meint Udo glückselig.

Über drei Stunden spielen Band, Chor und Orchester in der gut gefüllten Dortmunder Westfalenhalle. Am Ende gab es minutenlangen Applaus und Standing Ovations.

Stand: 07.05.2022, 23:49 Uhr