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Symphonic Floyd in Dortmund

Symphonic Floyd in Dortmund

Von Markus Rinke

Pink-Floyd-Songs über drei Stunden, mehr als 100 Akteure und eine große Show – Symphonic Floyd hat am Samstag (09.02.2019) in Dortmund begeistert.

Symphonic Floyd Dortmund

Symphonic Floyd ist ein Projekt der Band Green. Insgesamt stehen über 100 Akteure auf der Bühne.

Symphonic Floyd ist ein Projekt der Band Green. Insgesamt stehen über 100 Akteure auf der Bühne.

Milla Kapolke ist nicht nur Sänger der Band Green, die in der Westfalenhalle auf der Bühne steht, sondern auch Sänger und Bassist der Band Grobschnitt.

Rolf Möllers Wurzeln liegen ebenfalls nicht nur bei der Band Green, sondern auch bei Extrabreit. Gemeinsam mit Kapolke gilt er als Vater des Projekts.

Neben Vater Milla steht auch Sohn Manu Kapolke mit auf der Bühne. Das ist kein Zufall, wie Milla Kapolke erklärt. "Wir haben immer Musik gemacht." Sehr früh seien auch die Kinder dabei gewesen. Und die hätten dann den Vorschlag gemacht, Pink Floyd zu spielen. Das seien Lieder, vor denen die Eltern Ehrfurcht gehabt hätten.

Vanessa Möller ist die Tochter von Rolf Möller. Anders als ihr Vater hat sie sich für ein klassisches Instrument entschieden. Bei Symphonic Floyd passt beides gut zusammen, die Rockmusik und die Klassik.

Begleitet wird die Band vom Philharmonischen Orchester Hagen, dem Opern- und dem Kinderchor.

Der Dirigent ist Steffen Müller-Gabriel, und auch der Chef im Ring, für Rolf Möller eine ungewohnte Situation. Normalerweise gibt er als Schlagzeuger das Tempo vor.

Wobei das Theater tatsächlich eine größere Rolle gespielt hat, als nur die Begleitung. 2015 kamen Milla Kapolke und Rolf Möller auf die Idee, "Atom Heart Mother" aufzuführen. Das Stück ist 23 Minuten lang, "gefühlt waren es fünf", sagt Milla Kapolke.

"Atom Heart Mother" wurde bisher nur einmal in Deutschland gespielt, weil das Arrangement so aufwändig ist.

"Ich bin sowas von begeistert, ich kann es in Worte gar nicht fassen“, schwärmt Michael aus Dortmund. "Das ist so eine alte Musik, die so auf die Bühne zu transportieren, mit so einer Leidenschaft, das haut mich um.“

Wichtig bei dem Arrangement sei, dass das nicht verweichlicht und die Rockmusik durch das Orchester untergehe, erklären die Musiker. Das ist gelungen.

Stefanie aus Remscheid und Markus aus Ennepetal gefällt es supergut. Die beiden sind übrigens kein Paar, ihre Kinder bekommen von Milla Kapolke Unterricht. "Pink Floyd kenne ich in- und auswendig ab den 70er Jahren“, erklärt Markus.

Neben ausgefallen Stücken stehen natürlich auch die bekannten Stücke wie "Wish You Were Here" und "Another Brick In The Wall" auf der Setlist.

"Pink Floyd hat mich mein Leben lang schon begleitet und damals war ich auch mit Grobschnitt eng verbunden“, sagt Helmut aus Schwelm. "Symphonic Floyd sehe ich heute zum dritten Mal, und wenn sie noch mal hier sind, komme ich wieder. Die Performance auf der Bühne mit dem Orchester und den Chören ist einfach super.“

Zur Performance gehört auch eine große Lightshow. Die ist zwar nicht ganz so imposant wie die von den Vorbildern Pink Floyd, aber immer noch sehr beeindruckend.

Edda und Uli kommen aus Wetter. "Die repräsentieren das wunderbar, und das bekommt man selten zu sehen“, sagt Uli. "Der Sound ist supergeil, was man alles hört, ich bin begeistert“, ergänzt Edda. Beide sind schon lange Pink-Floyd-Fans.

Über drei Stunden spielen Band, Chor und Orchester in der gut gefüllten Dortmunder Westfalenhalle. Am Ende gab es minutenlangen Applaus und Standing Ovations.

Stand: 09.02.2019, 23:59 Uhr