"Night of the Proms" in Dortmund

Von Markus Rinke

Die "Night of the Proms – Klassik trifft Pop" ist zurück. Nach zwei Jahren Coronapause gab es den großen Auftritt in Dortmund.

Night Of The Proms

Seit fast 30 Jahren bietet die "Night of the Proms" der Mischung aus Klassik und Pop eine große Bühne. Sinfonieorchester, Chor und Band bieten nicht nur Pop-Künstlern eine Bühne, sondern liefern selbst auch die große Show. Der "Superman March" aus dem Jahr 1978 gehört zu den modernen Stücken, daneben waren auch Werke von Dvorak, Strauss, Verdi und Beethoven zu hören.

Seit fast 30 Jahren bietet die "Night of the Proms" der Mischung aus Klassik und Pop eine große Bühne. Sinfonieorchester, Chor und Band bieten nicht nur Pop-Künstlern eine Bühne, sondern liefern selbst auch die große Show. Der "Superman March" aus dem Jahr 1978 gehört zu den modernen Stücken, daneben waren auch Werke von Dvorak, Strauss, Verdi und Beethoven zu hören.

Aktuell ist Matt Simons bei der Tour dabei. Der Amerikaner macht Karriere auf Umwegen. Sein Song "Without You" läuft in einer niederländischen Seifenoper und wird dadurch zum Hit. Das war 2012.

Als er den Song "Catch And Release" spielt, verlässt er die Bühne und wandert ins Publikum. 2014 hat er mit dem Song ebenfalls in den Niederlanden einen großen Erfolg. International startet das Lied aber erst durch den Remix des DJ-Teams von Deepend.

Nach Matt Simons gibt es wieder Kontrastprogramm, Im Publikum tanzen Gäste zum Johann-Strauss-Walzer "An der schönen blauen Donau".

So viel Spaß, wie das Publikum hat, so viel Spielfreude hat auch das Antwerp Philharmonic Orchestra.

Als "China In Your Hand" 1987 ein großer Hit war, wurde Matt Simons geboren. Gesungen wird der Song von Carol Decker, besser bekannt als Sängerin von T'Pau.

Den besonderen Charme hat die "Night of the Proms" durch die Verbindung von Pop und Klassik. Dementsprechend wird auch immer ein Solokünstler verpflichtet. Dieses Jahr ist es die Saxofonistin YolanDa Brown, die sich mit zwei Alben an der Spitze der Jazz-Charts platzieren konnte.

Eine feste Größe bei der "Night of the Proms" ist die Dirigentin Alexandra Arrieche. Für sie ist es die sechtste Konzerttour. Die Brasilianerin dirigiert die Show seit 2015.

Ein weiterer Name, der untrennbar mit der "Night of the Proms" verbunden ist, ist John Miles. Astrid und Matthias aus Homberg (Ohm) in Hessen sind das vierte Mal dabei. "John Miles ist leider nicht mehr da", sagt Matthias, "aber das war der Knackpunkt. Ich wollte ihn immer sehen, habe ihn auch gesehen. Auch heute, es hat zwar was gefehlt, aber es ist gut gemacht." Astrid gefällt vor allem die besondere Mischung der Show: "Ich bin klassik-begeistert, das gefällt mir sehr gut, aber auch die Highlights von den Pop-Stars, das ist sehr schön. Es wird gut moderiert."

John Miles ist überraschend im Jahr 2021 gestorben. Eigentlich war es der Wunsch von Miles, "My Way" auf der Bühne zu spielen, bevor er abtritt. Weil Miles das Lied aber zu Lebzeiten in einem anderen Konzert gesungen hatte, konnte die Stimme extrahiert und mit dem Orchester arrangiert werden. Über der Bühne wird ein riesiges Bild des verstorbenen Musikers projiziert.

Aber auch "Music" darf nicht fehlen. Neben dem Original-Flügel steht auch die Gitarre von John Miles steht auf der Bühne.

Am Flügel sitzt John Miles Jr., der Sohn des verstorbenen Stars.

"Ich bin Amy-Fan", sagt Verena aus Selters in Hessen, die noch bis Anfang des Jahres in Arnsberg gelebt hat. Sie freut sich besonders über die besondere Stimmung und wird auch bei Amy Macdonald nicht enttäuscht.

Nach den Gänsehautmomenten sorgt Amy Macdonald für Stimmung. Die Zuschauer in der Halle tanzen zu ihren Hits "Mr Rock & Roll", "Down By The Water" und "This Is Life". Für die Schottin ist es nach 2013 der zweite Auftritt bei der "Night of the Proms".

Nik Kershaw hatte mit "Wouldn't It Be Good" 1984 seinen größten Hit.

Zum großen Finale sind Kool & The Gang auf der Bühne. Die Amerikaner hatten 25 Top-Ten-Hits. In Deutschland war "Cherish" aus dem Jahr 1985, mit dem sie den Auftritt starten, der größte Hit.

Für Christoph aus Kamp Lintfort genau das richtige: "Kool & The Gang ist meine Leidenschaft, aber ich fand einfach den Mix sensationell, viel zum Mitsingen." Und Tanja ergänzt: "Die Erinnerung an John Miles hat mir gut gefallen und ich liebe Matt Simons' Musik."

Für Bettina aus Moers und Andreas aus Kempten war es ein rundum gelungener Abend: "Es war fantastisch, es war eine Zeitreise, alte Zeiten kamen wieder hoch, Partys, Super-Stimmung. Die Symbiose mit dem Symphonie-Orchester und den Künstlern, da wurden Gefühle und Erinnerungen wach."

Der größte Teil der "Night of the Proms"-Besucher sind nicht zum ersten Mal bei einem Konzert. Denis und Birgit aus Rickert in Schleswig-Holstein (rechts) sind bereits seit Jahren fasziniert und geflasht von der großartigen Bühenshow. Für die Dortmunder Freunde Ela und Tom war es dagegen neu: "Es war sehr schön, zum ersten Mal dabei zu sein. Wir haben uns schon für nächstes Jahr verabredet", sagt Tom.

Nach dem Konzert in Dortmund am Samstag ist die "Night of the Proms" am Sonntag in Oberhausen zu Gast. Gleich zwei Konzerte gibt es am 02.12. und 03.12. in Köln.

Stand: 26.11.2022, 23:32 Uhr