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The Hollies in Bochum – zurück in die Jugend

The Hollies in Bochum – zurück in die Jugend

The Hollies, das waren in den 1960er Jahren mehrstimmiger Gesang und reihenweise Hits. In Bochum präsentierte sich die Band am Samstag (20.04.2019) mit großer Spielfreude.

Hollies in Bochum

Ob mit Gitarre, oder zwischendurch auch mal mit einer "Zittergitarre": Tony Hicks ist seit 1963 bei den Hollies. Vor allem aber ist er verantwortlich für viele Hits der Band, die er gemeinsam mit Graham Nash und Bobby Elliot geschrieben hat.

Ob mit Gitarre, oder zwischendurch auch mal mit einer "Zittergitarre": Tony Hicks ist seit 1963 bei den Hollies. Vor allem aber ist er verantwortlich für viele Hits der Band, die er gemeinsam mit Graham Nash und Bobby Elliot geschrieben hat.

Schlagzeuger Bobby Elliot ist ebenfalls seit 1963 dabei. Zwar wurden die Band schon im Jahr 1962 gegründet, doch sie wurde mehrfach umbenannt und feierte den ersten großen Erfolg im Jahr 1964.

Im Bochumer Publikum sitzen viele Menschen, die schon seit der Anfangszeit der Gruppe Fans sind. Frank-Michael aus Dortmund ist Fan seit 1964, seine Frau seit 1968. Im Plattenschrank stehen acht oder zehn Originalplatten und ganz viele CDs. Die Hollies haben 21 Studioalben rausgebracht, und es gibt noch neues Material, wie Frank-Michael festgestellt hat: "Jetzt habe ich mir noch die Live-CD gekauft, da kann man ja nicht widerstehen."

Sänger Peter Howarth verspricht gut gelaunt dem Publikum, vor allem die alten Hits zu spielen.

In den 1960er und 70er Jahren war die Gruppe extrem erfolgreich. Aber erstaunlicherweise hatte sie nicht einen Nummer eins Hit in Deutschland.

Detlef aus Gelsenkirchen hat die Karte zum Geburtstag von Doris aus Essen geschenkt bekommen. "Die Hollies habe ich das erste Mal mit elf oder zwölf gehört. Damals war man in so einem soziokulturellem Zentrum, dem Ludwig Steil Haus in Wattenscheid, da hörte man dann Hollies und solche Sachen." Doch es ist nicht nur die Erinnerung an die Kindheit: "Die Lieder sind ja fantastisch arrangiert, das mehrstimmige Singen und die vielen Gitarren haben absoluten Wiedererkennungswert."

Ob "Bus Stop", "Jennifer Eccles , "Carrie Anne" oder "Sorry Suzanne" oder "Stop Stop Stop": Hits gibt es massenhaft, aber einen bezeichnet Tony Hicks als die Hymne der Hollies. Es ist "He Ain't Heavy, He's My Brother".

Zwischendurch ist Leadsänger Peter Horwarth alleine auf der Bühne. Mit einer Akustik-Gitarre spielt er "Priceless". Das Stück hat Schlagzeuger Bobby Elliot für seine Frau geschrieben.

Für Heinz Georg aus Grevenbroich ist es das fünfte Konzert, dass er von den Hollies sieht. Die ersten waren in den 1970er Jahren. Seitdem sei das Publikum mitgewachsen und die Hallen kleiner geworden. Aber auch für ihn ist es ein Stück Kindheit. Ehefrau Sandra freut sich vor allem auf "The Air That I Breathe" und wird natürlich nicht enttäuscht.

Doris und Wolfgang aus Unna sind Fans der ersten Stunde, deshalb ist Tochter Heike auch mit der Band aufgewachsen. "Das ist dann trotzdem ein Stück Kindheit, auch wenn man einer anderen Generation angehört", sagt Heike.

Bei manchen Stücken spielt Keyboarder Ian Parker das Tamburin. Sonst hätte er wohl auch nichts zu tun. Anfang der 60er Jahre gab es noch keine Keyboards.

Das Konzert in Bochum war übrigens das einzige der Band in NRW. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass die Band auch in den nächsten Jahren wieder nach Deutschland kommt, ist relativ groß. Schlagzeuger Bobby Elliot und Gitarrist Tony Hicks waren in den den letzten 55 Jahren jedes Jahr auf Tour und haben nicht einmal ausgesetzt.

Stand: 20.04.2019, 23:58 Uhr